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  <title>Blicke auf das Schlangenei</title>
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    <title>Blicke auf das Schlangenei</title>
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  <pubDate>Thu, 10 Dec 2009 10:49:38 GMT</pubDate>
  <title>Aufbruch oder Sturm im Wasserglas? </title>
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  <description>Nahezu jeden Tag bekommt der brave Fernsehzuschauer jetzt „unsaubere“ Beamte vorgeführt, die Schmiergeld nehmen und auf frischer Tat ertappt werden. Gerade konnte ich auf Ren-TV einen von der Feuerwehr sehen, der ein Päckchen Dollarnoten in Empfang nahm. Zur Belohnung für die „schnelle Lösung bürokratischer Probleme“, die er vorher selbst geschaffen hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wäre einfacher diejenigen zu zeigen, die sauber sind. Dazu braucht man weniger Zeit. Ich kann mich an keinen einzigen Beamten vom Brandschutz erinnern, der kein Geld gefordert hätte. Sei es direkt oder verdeckt, indem z.B. nur eine von ihm bestimmte Firma die Sprinkleranlage einbauen durfte, und zwar zu unglaublichen Preisen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inzwischen hat genau dieses von mir angesprochene Problem in einem Nachtclub in Perm über Hundert Menschenleben gefordert. Es ist ein wahres Wunder, dass es nicht öfter brennt in Russland, denn TÜV und Brandschutz sind weitestgehend nur leere Worte und prall gefüllte Briefumschläge mit „Beruhigungsgeld“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle wissen das schon lange, jetzt tut man allerorten so, als sei es total neu und verabscheuungswürdig. Die oberen Etagen bleiben weitestgehend unangetastet, denn sie wissen ja von nichts! Der aufrichtige Wunsch zu Veränderungen seitens der Obrigkeit darf angezweifelt werden, denn dann hätten sie ja in absehbarer Zeit einen mündigen Bürger vor sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um die Korruption ausmerzen zu können muss auch ein Denkprozeß von unten einsetzen. Es ist doch offensichtlich bequemer, ein paar Scheine rüberzureichen als die Auflagen zu erfüllen. Aber dass am Ende alle auf der Verliererseite stehen, wenn sich nichts ändert, wird nur durch Katastrophen und Havarien mit vielen Opfern klar. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die oberste Obrigkeit hat es vielleicht sogar ein bißchen vor, ist aber total machtlos gegen die Übermacht der Beamtenschranzen. Nur hin und wieder gelingt einem von den Mühlen der Bürokratie gebeutelten Bürger ein Punktsieg, wenn er zum Beispiel beim jährlichen heißen Draht Putin-Bevölkerung wirklich an die Reihe kommt und seine Beschwerde vortragen kann. Das passiert selten, eher wird unter strikter Anweisung regionaler Beamter gelobhudelt, dass die Schwarte kracht. So kann eine Kriegsveteranin schon mal kurz vorm Lebensende die ihr schon lange zustehende Wohnung innerhalb von Minuten erhalten, was ihren Blutdruck völlig aus der Bahn wirft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter den zahlreichen Aktivitäten des Regierungstandems, man muß echt aufpassen, um keine davon zu verpassen, gibt’s manchmal richtige lichte Momente, die leider in der Informationsflut untergehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So hat zum Beispiel der Präsident in seinem Videoblog einen zaghaften Besuch gestartet, die Verbrechen der Stalinzeit auch als solche zu bezeichnen und denjenigen, die an der Vernichtung und Folterung von meist unschuldigen Gefangenen in den Lagern und Gefängnissen beteiligt waren, das Recht abgesprochen, in der Geschichte positiv erwähnt zu werden, ja mehr noch, ihre Taten, so der Präsident, seien durch nichts zu entschuldigen. &lt;br /&gt;Vielleicht hört dann auch endlich die Diskussion auf, ob der eiserne Felix wieder auf den Sockel vor dem FSB-Gebäude (ehemals KGB-Zentrale) darf oder nicht. Unweit von ihm liegt ein Gedenkstein der Vereinigung „Memorial“, der gegen das Vergessen der Schrecken der Repressalien ankämpft. Ich hoffe sehr, dass der Stein schwerer wiegt.</description>
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  <pubDate>Wed, 05 Aug 2009 10:23:17 GMT</pubDate>
  <title>Ulla, hol mal schon den Wagen</title>
  <link>http://dr-wiedemann.livejournal.com/16655.html</link>
  <description>Die Diener des Volkes sind wohl überall mit den gleichen Mängeln behaftet, mal wird’s offener gezeigt mal nicht. Hier ziert man sich da nicht so, fährt den dicken Dienstwagen mit dem Blaulicht obendrauf zu jeder Tages-und Nachtzeit und natürlich auch am Wochenende mit hoher Geschwindigkeit. Der Knubbell auf dem Dach und der richtige Dienstausweis schützen vor der Verkehrspolizei. Die hält sich dann an die einfachen Sündenböcke, um das Budget- das private oder das allgemeine-aufzustocken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;Schön für die Privilegierten, am Endlosstau der Datschen- oder Berufspendler mit Signal vorbeiziehen zu können. Dafür lohnt sich doch der Kampf um einen warmen Platz im Parlament oder einen Ministersessel. Auch Hubschrauber erfreuen sich großer Beliebtheit, denn Jagdausflüge kriegen damit den bestimmten Kick. Das kommt ja nur raus, wenn es schiefgeht und so ein Teil vom Himmel fällt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurios, dass ausgerechnet im Wahlkampfjahr in Germanien der Gesundheitsministerin die Panne mit dem Dienstwagen passierte. Genau im Sommerloch, wo sich auch der Leser solche Berichte in Ermangelung anderer gerne reinzieht. Ulla wurde ordentlich abgewatscht und aus Steinis Schattenkabinett verbannt. Fertig. Eine Dame aus der SPD-Riege hat ihre Partei diskreditiert. So was kann ja mal vorkommen, nicht?&lt;br /&gt;Ganz so einfach scheint mir das nicht zu sein. Wahlkampfzeiten bringen Schlammschlachten und schlüpfrige Skandale mit sich, der Kampf um die Macht ist hart und unerbittlich. Besonders gern nutzt man so genannte schwarze PR-Methoden. Vielleicht auch in diesem Falle? Möglich ist alles. Da macht die Konkurrenz ein paar Mäuse locker und kauft sich den Skandal nebst Auslöserin. Diese hat dann ausgesorgt und muss ausserdem nicht mehr brachiale Sparmethoden im Gesundheitswesen dem genervten Wahlvolk offerieren. Gedankenspiel oder nicht wird sich zeigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich werden auch hier solche Spielchen gespielt, der Schein trügt sehr häufig.  Nehmen wir den unermüdlichen Streiter gegen Umweltsünden Oleg Mitvol. Als er noch in Amt und Würden war, prangerte er die wilde und widerrechtliche Bebauung der Ufer der moskauer Wasserreservoirs an. Dort hatten sich Schlager“stare“, Minister und allerhand reiche Leutchen schmucke Villen hingesetzt, dicht am Wasser, zum grossen Teil ohne Baugenehmigung. Dort durfte eigentlich nicht gebaut werden, Wasserschutzzone. Das Trinkwasser der Stadt wird zum Teil daraus entnommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da hatte er sich aber wohl zu weit aus dem Fenster gelehnt, denn er wurde zurück gepfiffen. Und seines Amtes enthoben. Damit die Herrschaften weiter in Ruhe am Stausee residieren können. Aber die Macht ist pfiffig, sie ließ ihn nicht ganz fallen, sondern nutzt ihn für ihre Zwecke.&lt;br /&gt;Man gab ihm den Posten eines Präfekten eines moskauer Stadtbezirkes. Dort „darf“ er jetzt anprangern, so viel er will. Er nimmt einen privaten Strand nebst Jachthafen in unmittelbarer Nähe eines noblen Wohnviertels aufs Korn, will das Areal für die breite Öffentlichkeit zugänglich machen. Damit es dann aussieht wie überall an den Ufern der Wasserstraßen – zugemüllt und unwirtlich. Oder etwa nicht?&lt;br /&gt;Nun sind die mittleren Beamtenseelen vor der Flinte Mitvols, sie haben zu teure Möbel in den Büros und fahren zu große Autos. Stimmt ja auch, trifft aber nicht so recht des Pudels Kern. Mir scheint, dass der Maestro die mittlere Beamtenebene auseinandernehmen darf und somit Ventilfunktion hat. Den Leuten ist die Bereicherung der Beamten in allen Etagen der Macht schon lange zuwider, die permanente Korruption und Geldschneiderei. Und bevor das Fass zum Überlaufen kommt, darf ein bißchen gemeckert werden, in den unteren Ebenen. Das ist ungefährlich für die Oberen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hin und wieder werden auch ein paar entlarvende Filme gezeigt, zur Entladung sozusagen. Bekannte und relativ bewährte Methode, denken wir nur an das politische Kabarett in der DDR. Das war das ideale Ventil, für das sogar lange Wartezeiten vor den Kassenschaltern in Kauf genommen wurden. Ist eben alles paradox auf dieser Welt. </description>
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  <pubDate>Fri, 17 Jul 2009 09:47:15 GMT</pubDate>
  <title>Betrachtungen zum Sommerloch</title>
  <link>http://dr-wiedemann.livejournal.com/16547.html</link>
  <description>Sommerloch. Wäre eigentlich dran, mit den üblichen Begleiterscheinungen, Ereignisse rund um die Promis werden gnadenlos ausgeschlachtet, ihre heimlichen Hochzeiten und Scheidungen. In diesem Jahr lieferte der mysteriöse Tod des King of Pop viel Stoff für die Medien. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;Aber neben Naturkatastrophen und Flugzeugabstürzen behauptet sich auch die Politik auf den vorderen Medienplätzen, sie wird wohl in diesen stürmischen Krisenzeiten keinen Urlaub machen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Staatsbesuch Obamas in Russland und dem G8-Gipfel standen nun der recht früh stattfindende Petersburger Dialog und die parallel dazu verlaufenden deutsch-russischen Regierungskonsultationen im Mittelpunkt des Interesses. Beide Veranstaltungen hatten die Krisenbewältigung ganz oben auf die Tagesordnung geschrieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die intensiven Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern machen gemeinsames Handeln zwingend notwendig, Unternehmen in beiden Ländern muss staatlicherseits unter die Arme gegriffen werden, um ein Wegbrechen ganzer Wirtschaftszweige zu verhindern. Der Wille der Staatslenker, eingefahrene Gleise zu verlassen, dafür aber Neues zu versuchen und offensiv aufeinander zu zugehen ist nicht zu übersehen. Dabei stoßen sie jedoch in den eigenen Reihen auf Widerstand von Hardlinern, die gern alte Animositäten aufrecht erhalten möchten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das bilaterale Treffen Merkel-Medwedjew, wo es hauptsächlich um Energiepolitik, Kreditierung und den Verkauf von Opel ging, wurde überschattet von der brutalen Ermordung der Bürgerrechtlerin Natalja Estermirova, die in Tschetschenien entführt und in Inguschetien ermordet aufgefunden wurde. Medwedjew sagte dazu in München klare und eindeutige Worte, die auf eine Aufklärung des Mordes hoffen lassen, anders als bei Anna Politkowskaja! Sie wurde übrigens auch ermordet, als der Präsident sich anschickte  Deutschland zu besuchen. Die Mörder hatten sich pikanterweise noch dazu den Geburtstag des Präsidenten ausgesucht, der damals offenbar mit einer Meinungsäußerung zum Geschehenen überfordert war. Leider sind bis heute die Hintermänner des Mordes an dieser aufrechten Journalistin nicht dingfest gemacht. Die Ermittlungen gerieten zur Farce.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zufall oder Methode? Wer spuckt hier in großem Bogen in die russische Suppe, um sie im Ausland ungenießbar zu machen? In beiden Fällen wird sofort auf Ramsan Kadyrow gezeigt, der sich von Moskaus Gnaden mit umstrittenen Methoden Tschetschenien unterwirft und nach der Einverleibung Inguschetiens schielt. Medwedjew meint, das sei zu simpel. Klingt logisch, denn was hätte er davon, Russland im Westen zu diskreditieren? Oder sieht er etwas nicht über die eigene Nasenspitze hinaus und es ist ihm egal, wie Russland gesehen wird? Tschetschenien über alles?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass im stark kontrollierten Tschetschenien ein paar Kriminelle ohne Verbindung zu Sicherheitskräften wohl kaum ungehindert die Journalistin hätten entführen und ermorden können. Wird also die Ermittlung wieder im Sande verlaufen, wie schon bei Poltkowskaja, dem Anwalt Markelow und der Journalistin Baburowa? Die Ermordeten hatten sich allesamt gegen die Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit massiv eingesetzt, schonten keine der beteiligten Seiten und hatten demzufolge sehr viele gefährliche Feinde.&lt;br /&gt;Der von Medwedjew eingesetzte Chefermittler wird es wohl schwer haben, aussagewillige Zeugen zu finden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um Lech Kacyznski, der polnischen Geheimwaffe in Sachen Aussenpolitik, war es recht still geworden. Nun entschloss er sich endlich, dem Sommerloch einen Farbklecks eigener Prägung zu verpassen. Es wurmt ihn offensichtlich sehr, dass Medwedjew mit Obama und Merkel über alle Probleme dieser Welt, auch über strittige, vernünftig und Ergebnis orientiert sprechen kann. Er hat dabei offensichtlich den Fehler gemacht, Polen nicht explizit zu erwähnen oder wenigstens eine angedeutete Verbeugung in diese Richtung zu machen. Deshalb ruft der der gute Lech nun seine verbündeten „herausragenden“ aktuellen und ehemaligen Politiker zur Unterschrift unter seinen Brief an Obama herbei. Der amerikanische Präsident soll nachdrücklich vor zuviel Vertrauen in Russland gewarnt werden. Es ist doch eine Freude für Obama, solch fürsorgliche politische Freunde zu haben! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte allerdings Vaclav Havel für so klug gehalten, diesen Schrieb nicht zu unterzeichnen. Er befindet damit sich in keiner guten Gesellschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kacyznski stand ja auch damals in Tbilissi mit eben solchen herausragenden Politikern auf der Bühne, um den Despoten und Chaoten Saakaschwili seine Unterstützung zu beweisen. Damals stand auch der Ukrainer Viktor Juschenko mit auf der Bühne. Seine Unterschrift fehlt. Hat man ihn vergessen oder verursachen ihm Gase starke Beschwerden?</description>
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  <pubDate>Mon, 20 Apr 2009 17:03:04 GMT</pubDate>
  <title>Rund um die Krise</title>
  <link>http://dr-wiedemann.livejournal.com/16168.html</link>
  <description>&lt;p&gt;Das kleine Wunder Susan Boule. Genau so brauchen wir es wohl! Stets auf &amp;Auml;u&amp;szlig;erlichkeiten bedacht, den Schein mehr liebend als die Wirklichkeit, h&amp;auml;lt uns diese mutige, talentierte und humorvolle Frau den Spiegel vors Gesicht. In Sekunden gewann sie einen voll besetzten Saal f&amp;uuml;r sich, der vorher noch bereit war, sie der L&amp;auml;cherlichkeit preiszugeben und sich an ihrem Reinfall zu weiden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;An Hochlanzjournale, glatt-designte Werbespots gew&amp;ouml;hnt, verlieren wir den Blick f&amp;uuml;r das Wesentliche. Wir alle, oder zumindet ein gro&amp;szlig;er Teil von uns, will so aussehen, wie es uns vorgegauckelt wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Beim Hinterherjagen nach dem letzten Schrei tappen wir bereitwillig in die n&amp;auml;chste Falle, die Politiker und Hofpolitologen f&amp;uuml;r uns sorgf&amp;auml;ltig aufgestellt haben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das alles sind ja nur Vor&amp;uuml;bungen f&amp;uuml;r das, was ansonsten als Angriff auf unsere Hirne geplant ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir alle, und ich werde nicht m&amp;uuml;de, dies zu behaupten, kommen anders aus der Krise raus, als wir reingegangen sind. Trotz allen Gesunbdbetens geht ja das Spektakel erst richtig los im gro&amp;szlig;en Lande. Nach dem Einbruch der Rohstoffpreise bricht von der ohnehin nicht gro&amp;szlig;artig entwickelten industriellen Infrastruktur St&amp;uuml;ck f&amp;uuml;r St&amp;uuml;ck weg, immer mehr Menschen verlieren ihre Arbeit. Das gibt sozialen Brennstoff, keine Frage.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Um brenzlige Situationen zu verhindern, gehen die Politiker ins Volk, beantworten auch unangenehme Fragen, betreiben Brandbek&amp;auml;mpfung. Zu ihrer Ehrenrettung sei gesagt, sie geben sich zum Teil redlich M&amp;uuml;he. Aber weder sie noch ihre Amtskollegen in anderen L&amp;auml;ndern der Welt&amp;nbsp; wissen eigentlich, was zu tun und was zu lassen ist. Sie stehen gemeinsam mit uns vor einem gro&amp;szlig;en Scherbenhaufen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Die Welt ver&amp;auml;ndert sich rasend schnell, geopolitische Einflussgebiete auch. Wer soll da noch klare Bilder sehen? Hoffen wir auf einen Funken gesunden Menschenverstand der Weltlenker, um zwar &amp;auml;rmer, aber lebendig aus diesen Prozessen heraus zu kommen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Beamten der mittleren Ebene, die hier schon immer mehr geschadet als genutzt haben, scheint die Krise nicht anzufechten. Sie basteln weiter an sinnlosen Vorschriften f&amp;uuml;r Klein- und mittlere Unternehmer, um ihr &amp;bdquo;Einkommensniveau&amp;ldquo; stabil zu halten. Damit machen sie bestimmten Firmen den Gar aus, denn die Gesch&amp;auml;ftsleute sind entweder nicht mehr gewillt, Schmarotzer zu bezahlen oder ihnen fehlt das Geld dazu.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Erste Schritte sind gemacht, von ganz oben werden korrupte Machenschaften angeprangert, aber diesen Beamtenfilz zu beseitigen braucht es Zeit und viel Kraft, die im Moment f&amp;uuml;r andere Aufgaben vonn&amp;ouml;ten ist. Was also tun? Sich selber stark machen, Mitstreiter suchen, den Beamten die Stirn bieten. Klingt einfach, ist es aber nicht. Diese Kaste besitzt sehr viel Macht. Und Erfahrung.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;Mit Brot und Spielen hielt man schon im r&amp;ouml;mischen Reich das Volk ruhig, bew&amp;auml;hrte Methode. Fernsehen an und los geht&amp;rsquo;s. D&amp;uuml;mmer geht&amp;rsquo;s wirklich kaum, dazu noch Werbung ohne Ende. Hat aber Erfolg, selbst recht vern&amp;uuml;nftige Leute lassen sich von den h&amp;uuml;pfenden Schlageraffen verf&amp;uuml;hren, wenn sie &amp;uuml;bers Eis eiern (anders kann man das wirklich nicht nennen) oder Gesellschaftst&amp;auml;nze vorf&amp;uuml;hren, ganz zu schweigen vom bis zum get no ausgelutschten runden Geburtstag der &amp;bdquo;Primadonna&amp;ldquo;, wie die bekannteste S&amp;auml;ngerin sich gern nennen l&amp;auml;&amp;szlig;t.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Alles in allem tr&amp;uuml;be Aussichten, aber es gibt ja bekanntlich bei allen noch so negativen Erscheinungen immer auch eine positive Seite.&amp;nbsp; Unn&amp;ouml;tiger Ballast kann abgeworfen werden, der &amp;uuml;berhitzte Inlandsmarkt k&amp;uuml;hlt langsam ab und findet hoffentlich wieder zur Normalit&amp;auml;t zur&amp;uuml;ck. Findige Kleinunternehmer nutzen sich auftuende Nischen und installieren ihr Business. Depressive Stimmungen sind nicht bestimmend, das Volk ist Schwierigkeiten gewohnt. Diese &amp;uuml;berwindend&amp;nbsp; kommt es zu einer neuen Qualit&amp;auml;t, wollen wir mal alle hoffen!&lt;/p&gt;</description>
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  <pubDate>Mon, 02 Mar 2009 09:40:23 GMT</pubDate>
  <title>Wahlen, Fasten und ein verbrannter Hintern</title>
  <link>http://dr-wiedemann.livejournal.com/15923.html</link>
  <description>&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;&amp;nbsp;Die Regionalwahlen vom gestrigen Sonntag haben gezeigt, wie Recht das politische Urgestein Viktor Tschernomyrdin mit seiner Aussage &amp;bdquo;Wir k&amp;ouml;nnen gr&amp;uuml;nden, was wir wollen, es kommt immer eine KP heraus&amp;ldquo; doch hatte. Bereits nach ungef&amp;auml;hr 40% der ausgez&amp;auml;hlten Stimmen zeichnet sich ein &amp;uuml;berragender Sieg der staatstragenden Partei &amp;bdquo;Geeintes Russland&amp;ldquo; ab. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;In letzter Zeit macht sich die Unsitte breit, eben in diese Partei einzutreten, um der eigenen Karriere einen satten Schub zu verpassen, das betrifft nicht nur Beamte, sondern auch Unternehmer, K&amp;uuml;nstler und die von mir so &amp;bdquo;geliebten&amp;ldquo; Schlagerstars. Stagnation, Ellenbogenmentalit&amp;auml;t und Stagnation sind vorprogrammiert.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;Zum vorhergehenden Blog &amp;uuml;ber Hugos Referendum habe ich noch eine kleine Erg&amp;auml;nzung parat, die ich aus einem Roman B. Travens entlehne.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;In Lateinamerika lebten mehrere St&amp;auml;mme eintr&amp;auml;chtig beieinander, einer stellte K&amp;ouml;rbe her, ein anderer Stoffe, wieder andere widmeten sich dem Gem&amp;uuml;seanbau oder der Tierzucht. Sie belieferten sich gegenseitig und trachteten nicht danach, die Nachbarn zu &amp;uuml;bervorteilen. So hielten sie es auch mit der Wahl des H&amp;auml;uptlings, der stets nur eine Legislaturperiode im Amte blieb und immer aus einem anderen Stamme kam.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;Am Tag der Wahl wurde das neue Oberhaupt von einem Vertreter des Stammes, der den bisherigen H&amp;auml;uptling gestellt hatte und vom darauffolgenden dem Volke vorgestellt und bekam die Insignien der Macht feierlich &amp;uuml;berreicht. Danach trug man einen Sessel herbei, bei dem die Sitzfl&amp;auml;che in Ges&amp;auml;&amp;szlig;gr&amp;ouml;&amp;szlig;e ausgeschnitten war. Der Kandidat befreite sein Hinterteil von allen sch&amp;uuml;tzenden Textilien und setzte sich w&amp;uuml;rdevoll nieder. Sogleich brachte man eine Schale mit gl&amp;uuml;henden Kohlen und stellte sie unter den Sitz. W&amp;auml;hrend der nun folgenden Reden an das neue Oberhaupt, die wahrlich nicht kurz ausfielen, durfte dieser kein Anzeichen von Schmerz von sich geben, im Gegenteil, er spottete noch &amp;uuml;ber die von unten wehende K&amp;uuml;hle.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;Nach geb&amp;uuml;hrend langem Ausharren auf dem im wahrsten Sinne hei&amp;szlig;en Stuhl erhob er sich bed&amp;auml;chtig, der Allerwerteste wies Brandblasen und verkohlte Hautfetzen auf, lie&amp;szlig; sich mit &amp;Ouml;l an den in Mitleidenschaft gezogenen Stellen einreiben und mit Palmwedeln umwickeln und go&amp;szlig; sich ein gro&amp;szlig;es Gals Tequila in den Hals.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;Die ersten Tage seiner Amtszeit&amp;nbsp;regierte er aus Notwendigkeit behutsam, sp&amp;auml;ter erinnerten ihn die Narben an die ausgestandene Qual und erstickten jeden Wunsch nach Wiederwahl oder &amp;Auml;nderung des Wahlmodus im Keime. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;Vielleicht erkennt jemand den Marktwert dieser in Vergessenheit geratenen Prozedur und produziert solche St&amp;uuml;hle f&amp;uuml;r hohe Beamte, die ja nicht eher ihren Sessel r&amp;auml;umen, bis ihre ganze Gro&amp;szlig;familie mit allem, was man so zum guten Leben braucht, versorgt ist. Da k&amp;ouml;nnten Arbeitspl&amp;auml;tze geschaffen werden...&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;Solche Feuerst&amp;uuml;hle w&amp;auml;ren zum Beispiel f&amp;uuml;r die an der Olympiavorbereitung beteiligten Beamten sehr wohl am Platze. Sie reden nur ihre Unf&amp;auml;higkeit sch&amp;ouml;n, tun bei Besuchen aus Moskau so, als ob an den olympischen Sportst&amp;auml;tten emsig gearbeitet w&amp;uuml;rde und lassen nach Abreise der G&amp;auml;ste fix die Schippe wieder fallen. Die B&amp;uuml;rger Sochis, deren Grundst&amp;uuml;cke, H&amp;auml;user oder Wohnungen Olympiabauten oder Stra&amp;szlig;en Platz machen m&amp;uuml;ssen, werden belogen, verschaukelt und letztendlich betrogen. Die klare Aussage Putins zur Dringlichkeit der Versorgung der Betroffenen mit neuem Wohnraum und ad&amp;auml;quater Verg&amp;uuml;tung, getroffen auf einer hoch angebundenen Beratung im olympischen Pressezentrum bei RIA, l&amp;auml;&amp;szlig;t sie offensichtlich kalt. Sie sind zahlreich, er ist allein, also machen sie weiter wie bisher.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;Heute hat die lange Fastenzeit, die bis zu Ostern andauert, begonnen. Das Haushaltsbudget der Familien kann so vielleicht sogar etwas entlastet werden, wenn man den st&amp;auml;ndig steigenden Preisen f&amp;uuml;r Lebensmittel mit Enthaltsamkeit begegnet. Vielleicht besinnt sich auch der eine oder der andere auf seine schlummernden F&amp;auml;higkeiten und wagt einen neuen Anfang. Krisen bringen neben immensen Schwierigkeiten auch ungeahnte Kr&amp;auml;fte ans Tageslicht. Die Russen, an gravierende Umbr&amp;uuml;che und staatlich verordnete Schocktherapien gew&amp;ouml;hnt, lassen sich nicht so leicht unterkriegen. Das &amp;auml;u&amp;szlig;erst d&amp;uuml;nne soziale Netz hilft so gut wie gar nicht, wer seine Arbeit nicht verlor, muss Gehaltsk&amp;uuml;rzungen oder fr&amp;uuml;hkapitalistische Bedingungen wie Wegfall von Urlaubs- und Krankengeld hinnehmen. Also kann sich jeder nur auf sich selbst verlassen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: larger&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
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  <pubDate>Mon, 16 Feb 2009 07:51:20 GMT</pubDate>
  <title>Hugo &amp; Co.</title>
  <link>http://dr-wiedemann.livejournal.com/15798.html</link>
  <description>&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Was ich bef&amp;uuml;rchtet, aber geahnt habe, ist eingetroffen. Hugo hat seine Venezolaner unter seine Stiefel gekriegt. Aus der Schlappe vom vorhergehenden Referendum hatte er gelernt, dass man&amp;nbsp;absolute Gehirnw&amp;auml;sche und gnadenlose Propaganda &amp;uuml;ber das Wahlvolk schicken muss, sonst wird es wieder nichts. St&amp;ouml;rende G&amp;auml;ste, die der Opposition den R&amp;uuml;cken st&amp;auml;rken wollten, flogen umgehend raus. Es ist wirklich schade, wie gute Ans&amp;auml;tze durch Machtgeilheit und bl&amp;uuml;henden Personenkult kaputt gemacht werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Heute steht noch so ein &amp;bdquo;revolution&amp;auml;res Exemplar&amp;ldquo; im Mittelpunkt. Der nordkoreanische Alleinherrscher feiert seinen Geburtstag. Die Situation im Norden Koreas h&amp;auml;tte eigentlich die Venezolaner abschrecken sollen, denn das ist ihre Zukunft, wenn kein Input, kein neues Gedankengut auf lange Sicht in die herrschenden Kreise eindringen kann. Man braucht ja gar nicht so weit zu gehen, vor ihrer Haust&amp;uuml;re k&amp;ouml;nnen sie das kubanische Beispiel hautnah erleben. Aus einer hoffnungsvollen revolution&amp;auml;ren Bewegung mit klugen und unerschrockenen jungen Leuten an der Spitze ist ein verarmtes, dahin vegetierendes Land geworden. Selbst wenn Fidel in vielen F&amp;auml;llen Recht hatte, selbst wenn die Amerikaner pausenlos Druck auf das Land ausge&amp;uuml;bt haben, es mit Embargi und Fluchthilfe f&amp;uuml;r Regimekritiker auszubluten versuchten und unz&amp;auml;hlige Male dem Commandante ans Leben wollten, hat er es nicht &amp;uuml;ber sich bringen k&amp;ouml;nnen, andere ans Ruder oder wenigstens die Z&amp;uuml;gel ein wenig lockerer zu lassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Sicher, er hatte dazu auch nicht die besten Vorbilder, denn in den sozialistischen Staaten war es wie im Vatikan, wer einmal auf dem Thron sass, der blieb dort bis zu seinem Ableben, f&amp;uuml;r Kritik nicht zug&amp;auml;nglich daf&amp;uuml;r aber stets ein geneigtes Ohr f&amp;uuml;r Lobhudeleien habend. Was dabei heraus kommt, haben wir ja alle noch in bester Erinnerung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Herzen Europas haben wir auch noch so einen Knaben zu sitzen, der gerne bis an sein seliges Ende regieren m&amp;ouml;chte, dabei den Osten und den Westen gleichermassen melken und sein Land als Enklave des Stillstandes solange verharren zu lassen, bis ihm eine Seite DAS Angebot unterbreitet, das er keinesfalls abschlagen kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Dabei haben die Herren aber immer des Volkes Wohl auf den Lippen, sie k&amp;ouml;nnen ja nicht ruhig schlafen, weil sie st&amp;auml;ndig um das Wohl desselben besorgt sind. Das Volk aber ist, mit Verlaub gesagt, in jedem Falle und nahezu in allen L&amp;auml;ndern in ein gewisses K&amp;ouml;rperteil gekniffen. Alles, was die Regierenden vorgeben f&amp;uuml;r das Volk zu tun, ist von selbigem hart erk&amp;auml;mpft worden, sei es durch Streiks, durch z&amp;auml;hen Kampf in der Opposition oder mit Hilfe gewaltsamer Mittel. Dort, wo das Volk nur still h&amp;auml;lt und die Obrigkeit bejubelt, geht es ihm nicht besonders gut, was es nicht immer sofort bemerkt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;In Krisenzeiten allerdings kriegen festgef&amp;uuml;gte Monumente Risse, erst ganz feine, schwer zu bemerkende, dann aber die Statik gef&amp;auml;hrdende. Ohne Arbeit, ohne Geld, nur mit Hinhalteparolen gef&amp;uuml;ttert, kann es schon hie und da zu Unmuts&amp;auml;usserungen kommen, von der Regierung gef&amp;uuml;rchtet und von Rattenf&amp;auml;ngern bejubelt. Das Volk hat es wirklich nicht leicht, diese R&amp;auml;nkespiele zu durchschauen. Und damit das auch so bleibt, wird st&amp;auml;ndig an der Bildung herumgemodelt und medial an der Verdummung gearbeitet, um weiter ungest&amp;ouml;rt regieren zu k&amp;ouml;nnen. Da sind wir wieder bei der Schere zwischen Augen und Ohren, die ich bereits an anderer Stelle beschrieben hatte und von der uns noch H&amp;ouml;ren und Sehen vergehen wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Der orthodoxe Kalender kommt uns in dieser schweren Krise zu Hilfe, ab n&amp;auml;chste Woche, in der Butterwoche oder Maslenniza,&amp;nbsp;wird noch einmal ordentlich gegessen, getrunken und gefeiert, dann stehen 40 Tage strenges Osterfasten an, Zeit, in sich zu gehen, Leib und Seele zu entschlacken und die Haushaltskasse nicht zu belasten. Man muss halt immer das Beste draus machen. Und im &amp;Uuml;berlebenskampf und Improvisieren sind die Russen kaum zu schlagen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>
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  <pubDate>Sun, 01 Feb 2009 16:29:21 GMT</pubDate>
  <title>Multimedia – Allheilmittel oder totales Doping?</title>
  <link>http://dr-wiedemann.livejournal.com/15548.html</link>
  <description>In bunten Bildern wenig Klarheit,&lt;br /&gt;viel Irrtum und ein&amp;nbsp;F&amp;uuml;nkchen Wahrheit,&lt;br /&gt;so wird der beste Trank gebraut, &lt;br /&gt;der alle Welt erquickt und auferbaut.&lt;br /&gt;(Faust, Vorspiel, Lustige Person, Goethe)&lt;br /&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich mein gutes altes Notizb&amp;uuml;chlein z&amp;uuml;cke, werde ich schon hin und wieder merkw&amp;uuml;rdig angeschaut. Das ist ja ganz aus der Mode. Multimedial muss man daher kommen, um &amp;uuml;berhaupt wahrgenommen zu werden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Diese Entwicklung ist nicht aufzuhalten und ist ja auch nicht nur schlecht, auch wenn sie Oberfl&amp;auml;chlichkeit und gut kaschierte Dummheit so nebenbei mit hervorbringt. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Die Welt ist kleiner geworden, mit Skype kann man mit seinen nestfl&amp;uuml;chtigen Kindern wunderbar und preiswert kommunizieren, sieht sie dabei sogar noch, vieles ist einfacher und bequemer geworden, aber ich bin von dem Multimedia-Rummel keineswegs begeistert.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Wir werden mit den verschiedensten Nachrichten so zugeknallt, dass am Ende nur noch eine gro&amp;szlig;e Leere im Kopf herrscht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;In Russland ist ein wahres multimediales Fieber ausgebrochen. Der Kriegsschauplatz hei&amp;szlig;t Internet. Im Schnellverfahren werden &amp;bdquo;multimediale Journalisten&amp;ldquo; ausgebildet, die schreiben, drehen, schneiden, fotografieren in guter Qualit&amp;auml;t k&amp;ouml;nnen sollen. Ich bef&amp;uuml;rchte, das Schreiben bleibt dann auf der Strecke, ist ja eh langweilig.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Es ist ja kaum noch nachzuvollziehen, wo eine Meldung eigentlich herkommt, alle schreiben wild voneinander ab. Und alles fortlaufend, Topmeldungen neben Regenbogenpresse. Das verbl&amp;ouml;det so sch&amp;ouml;n. Der Vollst&amp;auml;ndigkeit halber werden noch ein paar Links zu Handyaufnahmen von brennenden M&amp;uuml;llcontainern oder Autounf&amp;auml;llen, auf denen man beim besten Willen nichts erkennen kann, hinzugef&amp;uuml;gt. Das ist in.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;So kann man dann nach einem Tag Dauerbeschuss abends nicht mehr so genau sagen, ob Gerhard Schr&amp;ouml;der jetzt bei Bohlen in der Jury oder im Aufsichtsrat bei TNK-BP sitzt, ob die Russen schuld sind am Gasstreit, weil sie die Ukrainer&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;damals verhungern lie&amp;szlig;en, ob die Hilfspakete f&amp;uuml;r die Banken oder die Schlagerbranche geschn&amp;uuml;rt wurden, ob Michelle Obama die reinkarnierte Jacky Kennedy ist und ob der neue Angebetete der Pugachova nun ihr Enkel oder ihr Urenkel sein k&amp;ouml;nnte. Ganz nebenbei, durch die kalte K&amp;uuml;che sozusagen, wird uns noch serviert, dass der Dollar bald 60 Rubel kosten k&amp;ouml;nnte. Da seh ich ja jetzt schon die l&amp;uuml;sternen Blicke der Vermieter, die zu gern die Mietsumme in Dollar festlegen m&amp;ouml;chten. Einige Gesch&amp;auml;fte kehren schon wieder zur Unsitte der 90er zur&amp;uuml;ck und preisen die Ware in u.e. aus, in &amp;bdquo;ungef&amp;auml;hren Einheiten&amp;ldquo;, die sich st&amp;auml;ndig nach dem Kurs richten. Wenn die Geh&amp;auml;lter der gleichen Dynamik unterl&amp;auml;gen, w&amp;uuml;rde sich keiner dar&amp;uuml;ber aufregen. Einer Dynamik unterliegen sie, allerdings einer negativen. Gehaltsk&amp;uuml;rzungen um die 20% sind angesagt, sogar im &amp;ouml;ffentlichen Dienst, also mit Segen der Obrigkeit, der ganz oberen Obrigkeit. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Gewerkschaften gibts nicht oder nur irgendwelche weichgesp&amp;uuml;lten Strukturen, die den Angestellten noch die T&amp;uuml;r &amp;ouml;ffnen, wenn sie gefeuert sind.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Der arme Leser ist eingekreist von Pop-Ikonen, Stil-Ikonen, Promikindern, die ohne das Attribut &amp;bdquo;s&amp;uuml;&amp;szlig;&amp;ldquo; nicht mehr genannt werden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Viele gedruckte und Internetzeitungen entbl&amp;ouml;den sich nicht, ihren Lesern anzubieten, f&amp;uuml;r Barack Obama eine Botschaft zu verfassen, die ihm garantiert zugeleitet wird. Sie sollten wohl eher die Leute mal zur eigenen Regierung befragen, die Banken und Automobilherstellern das Geld in den Rachen schmei&amp;szlig;t und alle anderen leer ausgehen l&amp;auml;&amp;szlig;t. In diesem Stile scheinen jetzt alle zu regieren, in Ost und West und &amp;uuml;bern gro&amp;szlig;en Teich.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Zu einer totalen Abh&amp;auml;ngigkeit von den Maschinen, will sagen, von den technischen Neuheiten, gesellt &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;sich zunehmend Bildungsunwilligkeit&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;oder Bildungstr&amp;auml;gheit. Wozu soll man denn noch etwas lernen, google hilft immer aus der Patsche.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Auf lange Sicht ist alles glatt geb&amp;uuml;gelt, &amp;uuml;bers&amp;auml;ttigt und anf&amp;auml;llig f&amp;uuml;r Demagogie. Was st&amp;auml;ndig wiederholt wird, setzt sich fest. Deshalb schwor man im Dritten Reich auf den Volksempf&amp;auml;nger, hatten bei Stalin selbst die entlegensten D&amp;ouml;rfer einen Lautsprecher, hingen den St&amp;auml;dten in jeder Wohnung Empf&amp;auml;nger, die man nur aus-oder einschalten konnte. Dar&amp;uuml;ber wurden die von der Obrigkleit gew&amp;uuml;nschten Meldungen abgesetzt. Irgendwann bleibts dann wirklich h&amp;auml;ngen, dass Stalin der Vater der V&amp;ouml;lker, mit einem Wort der Beste sei. Bei dem Projekt , wo die Bev&amp;ouml;lkerung den Namen desjenigen nennen sollte, der f&amp;uuml;r sie Russland symbolisiert, kam Stalin auf Anhieb auf Platz 1, dann wurde gegengesteuert, so dass er mit vereinten Kr&amp;auml;ften vieler Promis von Alexander Newski und dem Reformer Stolypin auf&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Platz 3 verdr&amp;auml;ngt werden konnte.&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;In Deutschland wirkt die Demagogie des dritten Reiches ja auch noch nach. Gewusst wie!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Das bis vor kurzem vom Fernsehen beherrschte Terrain eroberte sich in Windeseile das Internet, das schon &amp;uuml;ber weite Strecken zum vituellen Lebensersatz geworden ist. Virtuelles Geld, ebensolcher Sex, Partnersuche, Shopping &amp;ndash; man braucht seinen Allerwertesten gar nicht mehr aus dem Sessel zu heben, um mittendrin zu sein im pulsierenden Leben.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Um gesichtslose Kurzmeldungen zu verfassen, brauchts auch keine erfahrenen Journalisten mehr, die Bande ist eh undankbar und kostet zu viel Geld. &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Die wenigen charismatischen Journalisten, die verblieben sind, m&amp;uuml;ssen um ihren Job zittern. Der intelligente Leser wird dann vergebens nach ihren Artikeln suchen und sich mit weniger als Mittelma&amp;szlig; zufrieden geben m&amp;uuml;ssen. Auch den Rundfunkjournalisten gehts bald an den Kragen, wenn sie nicht noch schnell aufs Trittbrett des Internetradios springen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Geheucheltes Entsetzen dr&amp;uuml;ckte der Medienmogul Rupert Murdoch aus, als er vor einem gro&amp;szlig;en Auditorium ausrief. &amp;bdquo;Ihr sitzt ja nur alle noch vor der R&amp;ouml;hre, ihr e&amp;szlig;t wie die R&amp;ouml;hre, kleidet Euch wie die R&amp;ouml;hre und denkt wie die R&amp;ouml;hre!&amp;ldquo;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Was er sich aufregt, genau dahin wollte er doch die Fernsehgemeinde haben.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
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  <pubDate>Thu, 15 Jan 2009 08:51:59 GMT</pubDate>
  <title>Die erste Klappe für den Film „2009“</title>
  <link>http://dr-wiedemann.livejournal.com/15191.html</link>
  <description>&lt;br /&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;#39;Times New Roman&amp;#39;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;#39;Times New Roman&amp;#39;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Na, dann wollen wir uns mal wieder in die Mixtur aus Schreckens-und Scherznachrichten st&amp;uuml;rzen! Kein Film und kein Roman der Welt wird die Wirklichkeit an Brisanz und Skurrilit&amp;auml;t je &amp;uuml;bertrumpfen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;#39;Times New Roman&amp;#39;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Trotz turbulenten Beginns und tr&amp;uuml;ben Aussichten w&amp;uuml;nsche ich allen meinen Lesern, den Stammlesern, den zuf&amp;auml;lligen und treulosen ebenfalls, ein interessantes, aufregendes und gesundes neues Jahr.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;#39;Times New Roman&amp;#39;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;#39;Times New Roman&amp;#39;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;In Nahost wird wieder einmal geschossen, der Begriff &amp;bdquo;Gazastreifen&amp;ldquo; ist allgegenw&amp;auml;rtig, und das &amp;auml;hnlich klingende Wort &amp;bdquo;Gas&amp;ldquo; bewegt die Gem&amp;uuml;ter in Ost und West sehr stark.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;#39;Times New Roman&amp;#39;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Die ukrainische Regierung und der Pr&amp;auml;sident dazu vers&amp;auml;nken in die Bedeutungslosigkeit , denn sie kriegen wirklich nichts auf die Reihe, wenn sie nicht permanent f&amp;uuml;r internationale Skandale sorgen w&amp;uuml;rden und wenn ihr Land nicht einen solchen fetten Happen im Gerangel um die Wahrung geopolitischer Interessen Russlands, der USA und der EU darstellen w&amp;uuml;rde. Sie alle gleichzeitig zu melken ist offensichtlich das Ziel von Pr&amp;auml;sident und Regierung.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;#39;Times New Roman&amp;#39;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Im Sommer st&amp;auml;nkerten sie mit Russland wegen Sewastopol, dem Standort der russischen Schwarzmeeflotte, dann lieferten sie dem wahnsinnigen Saakaschwili Waffen, nun blockieren sie den Gastransit nach Europa. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;#39;Times New Roman&amp;#39;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Da fragt man sich doch, ob sie ganz von alleine auf all diesen Unsinn kommen.&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Wohl nicht, man hilft ihnen dabei kr&amp;auml;ftig auf die Spr&amp;uuml;nge.&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Amerikanische Gelder sind bei der viel bejubelten orangenen Revolution geflossen, im Kaukasuskrieg gibt es nachgewiesenerma&amp;szlig;en amerikanische Helfer und nun sickert durch, dass auch der Gasstreit mit auf amerikanisches Konto geht. Ist ja auch ne feine Sache, wenn man&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;weit weg &amp;uuml;berm grossen Teich sitzt und einen warmen Hintern hat, ein bi&amp;szlig;chen in Europa rumzust&amp;auml;nkern. Sollten sich die anfangs zaghaften Meldungen bewahrheiten, dass die Amerikaner, unterst&amp;uuml;tzt von Juschenko und Firtasch, einem sehr &amp;bdquo;umtriebigen&amp;ldquo; Gesch&amp;auml;ftsmann, sich den Zugriff zum ukrainischen Pipelinesystem sichern wollen, ist das, was bisher passierte, recht einfach erkl&amp;auml;rbar. Man munkelt, dass Condoleeza als Abschiedsgeschenk dieses Ei ins Nest gelegt hat, zumindest soll ihre Unterschrift unter Papieren, die das Leitungssystem betreffen, gesehen worden sein. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;#39;Times New Roman&amp;#39;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Vielleicht kommt der von Medwedjew angeregt Gasgipfel am Wochenende zustande, da kriegen wir vielleicht ein wenig Licht ins Dunkel.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;#39;Times New Roman&amp;#39;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Damit wir uns aber nicht entspannt zur&amp;uuml;cklehnen und denken, Obamas Truppe wirds schon richten, l&amp;auml;&amp;szlig;t Hillary Clinton, Aussenministerin in spe, die Welt wissen, dass Amerika um die Europ&amp;auml;er besorgt ist, die von Gaslieferungen aus Russland abh&amp;auml;ngig seien und leicht auch in politische Abh&amp;auml;ngigkeit geraten k&amp;ouml;nnten. Hilfe aus &amp;Uuml;bersee ist avisiert. Da f&amp;auml;llt einem doch ein Stein vom Herzen, nicht wahr?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;#39;Times New Roman&amp;#39;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;#39;Times New Roman&amp;#39;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Krisenmanagement ist so ein weiteres Schlagwort der letzten Monate. Alle sind von der Krise betroffen, die Regierungen versuchen sich in Schadensbegrenzung, jede auf ihre Weise. Nur eins haben die von ihnen getroffenen Massnahmen in den meisten L&amp;auml;ndern gemeinsam: sie unterst&amp;uuml;tzen Banken und Autohersteller, die Bed&amp;uuml;rftigsten von allen. Wie die, die sie letztendlich gew&amp;auml;hlt haben, mit den Schwierigkeiten fertig werden, verursacht den Regierenden wohl weniger schlaflose N&amp;auml;chte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;#39;Times New Roman&amp;#39;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Kurios fand ich die heutige Meldung, dass die Russen beim Kauf einheimischer Autos massiv unterst&amp;uuml;tzt werden sollen, und zwar mit sehr g&amp;uuml;nstigen Kreditangeboten. Da denkt man doch an den Spruch, der zu fr&amp;uuml;heren Zeiten gern belacht wurde: &amp;bdquo;H&amp;uuml;tet euch vor sch&amp;ouml;nen Fraun und Autos, die die Russen baun&amp;ldquo;. Tja, h&amp;uuml;ten schon, trotzdem warteten die geduldigen K&amp;auml;ufer in der DDR &amp;uuml;ber 15 Jahre auf einen Shiguli aus Togliatti an der Wolga. Apropos Wolga. Ich bin auch einmal eine Zeit lang in Moskau Wolga gefahren, den die Russen liebevoll &amp;bdquo;Traktor im Frack&amp;ldquo; nennen. Eine treffendere Bezeichnung ist kaum vorstellbar. Ehe man die Karre auf Touren bringt, dauert es schon eine Weile, sie zum Stehen zu bringen ebenfalls. Ohne Servolenkung ersetzte das Autofahren ein vollwertiges Fitnesstraining. Daf&amp;uuml;r sitzt man auf der R&amp;uuml;ckbank aber besser als auf manchem Sofa und kann im Kofferraum seinen gesamten Hausrat mitf&amp;uuml;hren. Die geforderte Mobilit&amp;auml;t f&amp;uuml;r Arbeitnehmer, die auch bereit sein sollen, weite Anfahrtswege zum Arbeitsplatz in Kauf zu nehmen, kann mit diesem Auto voll erf&amp;uuml;llt werden. Man muss nur eine kleine Tankstelle hinter sich herziehen, denn der Appetit des Gef&amp;auml;hrts ist gross.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;#39;Times New Roman&amp;#39;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;#39;Times New Roman&amp;#39;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Bei allen Verg&amp;uuml;nstigungen, die Politiker und Bundestagsabgeordnete in Deutschland haben, sind sie doch einer gewissen &amp;ouml;ffentlichen Kontrolle ausgesetzt. Fl&amp;uuml;ge mit der Liebsten auf Staatskosten, keine Steuern f&amp;uuml;rs Stuben-oder Kinderm&amp;auml;dchen bezahlen, der Stewardess aus Gnatz ein Bein stellen&amp;nbsp;und &amp;auml;hnliche&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Ausrutscher kommen doch ans Licht und werden geahndet. Dazu werden sie noch in der Presse so richtig durch den Kakao gezogen. Die Ertappten schielen dann sicher neidvoll gen Osten, auf ihre russischen Kollegen. Die haben es in dieser hinsicht weitaus besser getroffen. Solche Ausrutscher werden hier nicht &amp;ouml;ffentlich angesprochen, nur wenn es gar nicht mehr geht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;#39;Times New Roman&amp;#39;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;W&amp;auml;re nicht k&amp;uuml;rzlich ein Hubschrauber mit Staatsbediensteten &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;im Altaigebirge abgest&amp;uuml;rzt, h&amp;auml;tte niemand erfahren, dass die Jungs auf Jagdausflug waren, wahrscheinlich sogar aus dem Hubschrauber auf das Wild geschossen haben, was verboten ist und sich ausgerechnet eine vom Aussterben bedrohte Tierart, die im Roten Buch der RF steht und gesch&amp;uuml;tzt ist, f&amp;uuml;r ihr zweifelhaftes Vergn&amp;uuml;gen ausgesucht hatten. Bleibt zu hoffen, dass in Zukunft die aufwendigen Jagd-und Angelausfl&amp;uuml;ge der Staatsdiener etwas genauer unter die Lupe genommen werden, denn wie will man sonst den Wilderern, die hinter dem Ussuri-Tiger her sind oder schwarzen Kaviar in Gr&amp;ouml;&amp;szlig;enordnungen erbeuten, das Handwerk legen, wenn mit zweierlei Mass gemessen wird.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;#39;Times New Roman&amp;#39;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Dagegen sind doch die zahlreichen mit Blaulicht ausgestatteten Limousinen, mit denen sich hoch und weniger hoch gestellte Pers&amp;ouml;nlichkeiten den Weg durch die Endlosstaus Moskaus bahnen, ein Kavaliersdelikt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;#39;Times New Roman&amp;#39;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;#39;Times New Roman&amp;#39;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Zugegeben, die Zivilcourage wird wohl auch in diesem Jahr etwas warten m&amp;uuml;ssen, denn die Menschen haben mit Alltagsproblemen (Rubelverfall, Arbeitslosigkeit, Preissteigerungen, drastische Gehaltsk&amp;uuml;rzungen &amp;ndash; um nur einige zu nennen) wirklich den Kopf und alle H&amp;auml;nde voll zu tun. Bleibt die Hoffnung, dass das Krisen gest&amp;auml;hlte Volk mit der gewohnten Findigkeit, der unersch&amp;uuml;tterlichen Ruhe und mit viel Humor das Leben bei den H&amp;ouml;rnern packt. Oder den Stier, in dessen Zeichen das Jahr steht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;#39;Times New Roman&amp;#39;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: &amp;#39;Times New Roman&amp;#39;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
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  <pubDate>Fri, 19 Dec 2008 10:48:12 GMT</pubDate>
  <title>Die fetten Jahre sind vorbei?!</title>
  <link>http://dr-wiedemann.livejournal.com/15046.html</link>
  <description>&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;In den letzten Wochen &amp;uuml;berschlugen sich die Ereignisse zusammen mit den B&amp;ouml;rsenkursen, das Gespenst der Krise geht um in der Welt. Politiker versuchen Hauruck-Aktionen, um Kollapse zu verhindern oder zu mindern, immer wieder beteuernd, dass alles im Griff sei auf dem sinkenden Schiff. Heimlich auf derToilette singen sie wahrscheinlich Zarah Leanders Hit aus schweren Zeiten &amp;bdquo;Ich weiss, es wird einmal ein Wunder geschehn.&amp;ldquo;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Wird es mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht. Auch wenn es im Moment noch gar nicht so schlimm aussieht. Ich verweise nochmals auf den Link in meinem Blog vom 6.11. &amp;bdquo;Tja, die Pr&amp;auml;sidenten&amp;ldquo;. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Auch wenn behauptet wird, die ausl&amp;auml;ndischen Investitionen flie&amp;szlig;en weiter, alles wird sich richten, bereitet sich das Volk auf schwere Zeiten vor. Der Handel schickt sich an, die Preise zu erh&amp;ouml;hen, Tarife werden teurer, der Rubel schl&amp;auml;gt Kobolz. &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Wovon das alles bezahlt werden soll, weiss keiner so recht. Manche Superm&amp;auml;rkte preschen schon ein wenig vor und haben bereits die Preise f&amp;uuml;r nach Neujahr in die Kassen einprogrammiert. Merkts der Kunde, bekommt er das Geld zur&amp;uuml;ck, wenn nicht, ists auch gut.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Noch ist die Kauflust ungebrochen, die lang anhaltenden Festtage werden ordentlich begangen werden. Und dann gehts irgendwie weiter, ging es ja bisher immer.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Totzdem ist ein gewisses G&amp;auml;ren in der Bev&amp;ouml;lkerung nicht zu &amp;uuml;bersehen. Nach der einschl&amp;auml;fernden Zeit relativer Stabilit&amp;auml;t w&amp;auml;chst die Bereitschaft zum Protest. Vorerst im fernen Osten, wo der Beschluss, die Einfuhrz&amp;ouml;lle f&amp;uuml;r PKW zu erh&amp;ouml;hen um die einheimsiche Autoindustrie zu sch&amp;uuml;tzen, einen regelrechten Sturm der Entr&amp;uuml;stung ausgel&amp;ouml;st hat. Der Import von Gebrauchtwagen aus Japan und ihr Vertrieb&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;bis zum Ural, Reparatur, Ersatzteilbeschaffung bildeten die Haupteinnahmequelle der fern&amp;ouml;stlichen Landesbewohner. Dass damit nun Schluss sein soll sehen sie nicht ein.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Trotz umfangreicher Entlassungen nimmt der Menschenstrom in der Metro und der Fahrzeugstrom auf den Stra&amp;szlig;en nicht ab. Um M&amp;uuml;tterchen Metro nicht ins Koma zu fahren, erh&amp;ouml;ht man die Abst&amp;auml;nde der Z&amp;uuml;ge, in der rush hour nat&amp;uuml;rlich. Das entlastet die Rolltreppen und das gesamte System ein wenig, aber in den Wagen ist es sogar f&amp;uuml;r abgeh&amp;auml;rtete Metrofahrer unglaublich eng. Wie lange das die alten Wagen und die Gleise noch aushalten steht in den Sternen. Offensichtlich liebt die Verwaltung der Metro ihr Verkehrsmittel und ihre Erbauer aus den 30er bis 50er Jahren so sehr, dass sie sie mit umfangreichen Reparaturarbeiten in den letzten 15 Jahren nicht beleidigen wollten. Nun, wo die Kacke so richtig am Dampfen ist, macht man sich eilig bei, neue Stationen zu bauen und die alten der Reihe nach zu rekonstruieren. Es ist das gleiche Bild wie beim Stra&amp;szlig;enbau, wor&amp;uuml;ber ich schon an anderer Stelle geschrieben habe. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Die astronomischen Quadratmeterpreise f&amp;uuml;r Wohnungen sinken, widerstrebend zwar, aber sie sinken. Das nutzt dem potentiellen K&amp;auml;ufer aber nicht allzuviel, denn es gibt jetzt keine oder nur kaum Kredite und die Arbeitspl&amp;auml;tze sind alles andere als sicher. &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Die Banken haben andere Sorgen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Auch die geldgierigen privaten Vermieter m&amp;uuml;ssen langsam Zugest&amp;auml;ndnisse machen und f&amp;uuml;r ihre ausklappbaren Wohnklos die Mieten senken. Die Nobelherbergen bieten schon lange Preisnachlass an.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Den schwarzen Peter haben die Heerscharen von Gastarbeitern aus den asiatischen Republiken, die vorwiegend auf den Baustellen Schwerstarbeit verrichteten, gezogen. Baustellen werden eingefroren, sie sitzen ohne Lohn in Kellerl&amp;ouml;chern oder unbeheizbaren Wohncontainern, was ein Anwachsen der Kriminalit&amp;auml;t zur Folge hat. &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Selbst wenn sie wollten, k&amp;ouml;nnten sie Moskau nicht verlassen, weil das Geld f&amp;uuml;r die Heimreise fehlt. Diese Situation wiederum l&amp;auml;&amp;szlig;t den unter der Oberfl&amp;auml;che schwelenden Unmut &amp;uuml;ber ihre Anwesenheit in der Hauptstadt anwachsen und inspiriert Skinheads zu Strafexpeditionen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Alles in allem keine rosigen Aussichten, aber auch kein Grund, den Kopf h&amp;auml;ngen zu lassen. Besinnen wir uns auf Erprobtes und mobilisieren Kreativit&amp;auml;t und Optimismus. &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Kommen wir &amp;uuml;ber den Hund (nicht auf den Hund!), dann kommen wir auch &amp;uuml;ber den Schwanz.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Morgen gehts ab in Richtung Heimat, deshalb schon jetzt f&amp;uuml;r alle meine Leser die besten W&amp;uuml;nsche f&amp;uuml;r 2009. M&amp;ouml;ge Ihrem z&amp;uuml;nftigen Rutsch ins Neue Jahr kein Nagel auf der Rutschbahn im Wege sein!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Bleiben Sie mir gewogen und schreiben Sie mir hin und wieder.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
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  <pubDate>Thu, 04 Dec 2008 14:22:01 GMT</pubDate>
  <title>Die Krise und der Witz</title>
  <link>http://dr-wiedemann.livejournal.com/14789.html</link>
  <description>&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;bdquo;Krisengewinnler gesucht! Kaufen Sie Land!&amp;ldquo;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;bdquo;Anti-Krisenangebot: Autos zu niedrigsten Preisen!&amp;ldquo;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;bdquo;So drehen wir der Krise eine Nase &amp;ndash; durch Landkauf!&amp;ldquo;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;bdquo;Cash&amp;amp;Carry &amp;ndash; Land kaufen und gleich mitnehmen!&amp;ldquo;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;bdquo;Legen Sie Ihr Geld bei uns an &amp;ndash; die erste Gewinnaussch&amp;uuml;ttung k&amp;ouml;nnen sie gleich erhalten&amp;ldquo;!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Diese von umtriebigen Werbestrategen verfassten Slogans entlocken den Russen nur ein m&amp;uuml;des L&amp;auml;cheln, falls sie sie &amp;uuml;berhaupt wahrnehmen. Sie haben jetzt wahrlich andere Sorgen, denn die Entlassungswelle kommt in die G&amp;auml;nge. Vor den Feiertagen nicht sehr beruhigend.&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Nach einer kurzen Verschnaufpause des Aufschwungs, gepflastert&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;mit Stabilit&amp;auml;tsversprechungen, muss man schon wieder das Kissen unter den Hintern schieben, um die Rutschpartie halbwegs zu &amp;uuml;berstehen. Man sagt hier, dass es das Schlimmste sei, in einer &amp;Uuml;bergangsgesellschaft oder in Zeiten des Umbruchs leben zu m&amp;uuml;ssen. Diesen Bedingungen sind die Russen nun schon seit Beginn der Perestroika Mitte der 80er Jahre ausgesetzt. Das schult ungemein.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;W&amp;auml;hrend in der Zeit des relativen Aufschwunges die Witzkultur nahezu darniederlag, man hatte anderes zu tun, als Witze zu rei&amp;szlig;en, war mit dem Nestbau und der Anschaffung von Autos, Riesenfernsehern und mit Reisen besch&amp;auml;ftigt, kommt der unbesiegbare Mutterwitz der Russen wieder zum Vorschein. Genau dieser Mutterwitz hat sie in allen schwierigen Lebenslagen gerettet und wieder aufgerichtet. Lesen Sie nun einige Beispiele zum Thema schwarzer Humor in aussichtslosen Zeiten:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Welcher Banker ist ein Optimist? Derjenige, der sich am Sonntag abend 5 Hemden b&amp;uuml;gelt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Fragt der eine Banker den anderen: &amp;bdquo;Wie schl&amp;auml;fst Du jetzt in diesen schweren Zeiten?&amp;ldquo;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;bdquo;Wie ein Baby, puller mehrmals ein und hin und wieder bekack ich mich auch.&amp;ldquo;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Treffen sich zwei Unternehmer. &amp;bdquo;Sag mal, wie gehts im Gesch&amp;auml;ft? Zahlst Du Deinen Mitarbeitern noch Gehalt?&amp;ldquo;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Sagt der Angesprochene: &amp;bdquo;Es geht so halbwegs. Klar zahle ich noch die Geh&amp;auml;lter aus.&amp;ldquo;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;bdquo;Ich nicht.&amp;ldquo;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Interessierte R&amp;uuml;ckfrage: &amp;bdquo;Und, kommen sie trotzdem zur Arbeit?&amp;ldquo;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;bdquo;Na klar, p&amp;uuml;nktlich wie die Maurer.&amp;ldquo;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;bdquo;Gute Idee, werd ich jetzt auch mal probieren.&amp;ldquo;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Nach einer Weile treffen sie sich wieder und stellen beide fest, dass die Mitarbeiter beider Firmen ohne Gehalt t&amp;auml;glich zur Arbeit erscheinen. Nun &amp;uuml;berlegen sie, wie man noch mehr sparen k&amp;ouml;nnte. &amp;bdquo;Ich habs&amp;ldquo;, sprach der eine. &amp;bdquo;lass uns doch von jedem Mitarbeiter Eintritt f&amp;uuml;rs B&amp;uuml;ro verlangen!&amp;ldquo; &amp;bdquo;Mensch, das ist DIE Idee!&amp;ldquo;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Als sie sich nach ein paar Tagen wieder begegnen, schaut einern beiden ziemlich m&amp;uuml;rrisch drein.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;bdquo;Stell Dir vor&amp;ldquo;, beklagt er sich bei seinem Unternehmerfreund, &amp;bdquo;die Aasbande betr&amp;uuml;gt mich. Sie kommen montags und verlassen erst freitags das B&amp;uuml;ro!&amp;ldquo;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Zwei Hausmeister fegen emsig das Herbstlaub von den Kinderspielpl&amp;auml;tzen im Hof. Als sie eine Rauchpause einlegen, schauen sie sich an und &amp;uuml;berlegen, woher sie sich kennen. &amp;bdquo;Sag mal, in welcher Bank warst Du der Chef?&amp;ldquo;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;bdquo;Wo und wie kann ich ein effizientes mittelst&amp;auml;ndisches Unternehmen erwerben?&amp;ldquo; fragte ein aufstrebender Jungunternehmer. &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Die lakonische Antwort&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;lautet: &amp;bdquo;Kaufen Sie ein gro&amp;szlig;es und warten ein Weilchen.&amp;ldquo;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Neben den Witzen und Schnorren erf&amp;auml;hrt auch das Gewerbe der Bettler und Stra&amp;szlig;enmusikanten einen neuen Aufschwung. In manchen Unterf&amp;uuml;hrungen und Metrostationen wird es schon langsam eng mit dem Territorium. Und die hochgehaltenen Schilder sind jetzt einfallsreicher und vielf&amp;auml;ltiger. An meiner Station sitzt abends ein mann mittleren Alters, gegen 19.00 Uhr schon leicht im Tee, und bettelt um Geld &amp;bdquo;f&amp;uuml;r noch ein bi&amp;szlig;chen Stoff&amp;ldquo;. Mitf&amp;uuml;hlende Artgenossen schmei&amp;szlig;en M&amp;uuml;nzen in seinen kleinen Pappkarton.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Bettler geh&amp;ouml;ren einfach zu Russland. Das ist ein ernsthaftes Gewerbe. Die mitf&amp;uuml;hlenden Russen lassen ihre Bettler auch nicht im Regen stehen. Besonders nach Feiertagen und an Montagen klingelt bei ihnen die Kasse, weil die gespendete Summe auch als Ablass f&amp;uuml;r die begangenen S&amp;uuml;nden gewertet werden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Stra&amp;szlig;enmusikanten sind hart im Nehmen, besonders die S&amp;auml;nger unter ihnen. In zugigen Unterf&amp;uuml;hrungen singen sie bis zu 8 Stunden ohne Pause. Das ist dann schon harte Arbeit und mit Betteln nicht zu vergleichen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Damit die Lust in harten Zeiten nicht zu kurz kommt, gehen wieder mehr Stra&amp;szlig;enm&amp;auml;dchen als bisher ihrem Gewerbe nach. Nach den wilden 90ern wurden sie an den Stadtrand verbannt, nun erobern sie sich langsam ihre alten Gefilde zur&amp;uuml;ck. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
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  <pubDate>Thu, 20 Nov 2008 11:07:41 GMT</pubDate>
  <title>Hurra, der Winter ist da!</title>
  <link>http://dr-wiedemann.livejournal.com/14444.html</link>
  <description>&lt;br /&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Endlich hat der Winter signalisiert, dass er gewillt ist, in Moskau und Umgebung Einzug zu halten. Meine Lieblingsjahreszeit ist da. Schneefall verbessert nicht nur meine Laune, sondern mein gesamtes Lebensgef&amp;uuml;hl. In diesem Jahr kam der Winter nicht nur viel sp&amp;auml;ter als gewohnt, er wurde mit einem wahren Medienfeuerwerk begr&amp;uuml;&amp;szlig;t.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Schon seit Oktober &amp;uuml;bertreffen sich die Wetterfr&amp;ouml;sche in ihren Prognosen. Wie lang, wie kalt und wie schneereich der Winter sein wird, dar&amp;uuml;ber verbreiten sich die Meteorologen in allen verf&amp;uuml;gbaren Medien. Moskau hat keine Engp&amp;auml;sse im Energiebereich zu bef&amp;uuml;rchten, wird immer wieder betont. Ich kann mich nicht erinnern, dass fr&amp;uuml;her so ein Rummel um den Winter gemacht wurde, k&amp;ouml;nnte mir aber vorstellen, dass damit ein wenig von den Auswirkungen der Krise abgelenkt werden soll. Immer nur die Schlageraffen und ihre Amouren, &amp;bdquo;Stare&amp;ldquo; auf dem Eis, ein neuer blutjunger Br&amp;auml;utigam der Pop-Ikone Alla Pugacheva und anderer Schwachsinn m&amp;uuml;ssen schon mit anderen Infos aufgebessert werden. Nicht zu vergessen der Geburtstag von Ded Moros, der&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;in seiner Moskauer Residenz aufwendig gefeiert wurde. Da macht sich doch der Winter ganz gut.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Ungeachtet aller Vorwarnungen und Aufforderungen der Verkehrspolizei an alle Autofahrer, ihr Gef&amp;auml;hrt auf den Winter umzustellen, traf sie der erste Schneefall wie der Blitz aus heiterem Himmel. Das erinnert mich stark an vergangene Zeiten. In der DDR gab es jedes Jahr im August oder September einen Tag der Winterbereitschaft, wo stolz alle Schneer&amp;auml;umger&amp;auml;te pr&amp;auml;sentiert wurden. Trotz allem verursachten dann die ersten zarten Schneeflocken ein heilloses Chaos. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Schneer&amp;auml;umen klappt in Moskau sehr gut, die Stadt ist auch nach starken Schneef&amp;auml;llen immer befahrbar. So man im Besitz von Winterreifen ist. Gestern erlebten wir den j&amp;auml;hrlich einmal begangenen &amp;bdquo;Tag des Karosserieklempners&amp;ldquo;, wenn nach dem ersten Schneefall der Blechschadenteufel an jeder Ecke lauert. Alle&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;nach den Auffahrunf&amp;auml;llen und nach schleichendem Vorw&amp;auml;rtsbewegen gebildeten Moskauer Staus hatten eine L&amp;auml;nge von rund 700km, was ungef&amp;auml;hr der Strecke nach Petersburg entspricht. Dagegen nehmen sich doch die 400km-Staus, die sich an manchen Tagen in Moskau bilden, regelrecht kurz aus.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;In der Metro wird es nun noch enger, die Anoracks und &amp;Uuml;bergangsm&amp;auml;ntel werden von &amp;uuml;ppigen Pelzm&amp;auml;nteln und Daunenjacken abgel&amp;ouml;st. Dicht an dicht gedr&amp;auml;ngt schwitzen alle geduldig vor sich hin. &amp;Auml;tzend, wenn der Schwei&amp;szlig; die Wirbels&amp;auml;ule entlang rinnt. Gl&amp;uuml;cklicherweise wird in den meisten F&amp;auml;llen die aufsteigende Wut auf alles und alle heldenhaft unterdr&amp;uuml;ckt, sonst w&amp;auml;re die gute alte Metro im Handumdrehen eine Nahkampfdiele. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Synchron mit dem Flockenwirbel fallen absolut widerspr&amp;uuml;chliche Meldungen &amp;uuml;ber das Schicksal des Rubels und die Auswirkungen der Krise &amp;uuml;ber uns her. Man wird sehr an das Spiel mit den Kartoffeln erinnert, raus, rein, raus, rein usw. Mal wird eine Rubelabwertung rundweg ausgeschlossen, dann wieder nicht. Nach einem Blick in den Sparstrumpf klingt es aus der Zentralbank noch etwas anders. Weitere Rubelst&amp;uuml;tzung fri&amp;szlig;t die Reserven auf, also wird der Gute abgewertet, aber gaaaanz langsam. Der 17.8.1998 wird sich nicht wiederholen, beruhigt man die Gem&amp;uuml;ter. Eine ziemlich wacklige Br&amp;uuml;cke, &amp;uuml;ber die wir da gehen sollen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Mit dem Parteitag der Regierungspartei &amp;bdquo;Einiges Russland&amp;ldquo; wird heute &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;ein dicker Joker aus dem &amp;Auml;rmel gezogen. Die Rede des Parteivorsitzenden und Premiers Putin f&amp;ouml;nt allen B&amp;uuml;rgern die eventuell &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;abhanden zu kommen drohenden positiven Gef&amp;uuml;hle und den Nationalstolz wieder hoch. Applaus, lang anhaltender Applaus, stehender Applaus, wo hab ich denn das schon mal gesehen? Viktor Tschernomyrdin, politisches Urgestein, der &amp;bdquo;Vater&amp;ldquo; von Gazprom, ehemaliger Premier unter Jelzin und heute langj&amp;auml;hriger Botschafter in der Ukraine, hat in seinen Reden viele Vergleiche angestellt und Aussagen getroffen, die heute zu gefl&amp;uuml;gelten Worten geworden sind. &amp;bdquo;Wir k&amp;ouml;nnen gr&amp;uuml;nden, was wir wollen, welche Partei auch immer, es kommt unterm Strich stets eine KPdSU heraus&amp;ldquo; ist eine davon. Schwer zu widerlegen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Ein wahrer Segen, dass die Leute hier ihre Datschen haben, die sie zum Teil ern&amp;auml;hren. Obst und Gem&amp;uuml;se aus eigenem Anbau, daraus werden leckere Salzgurken, eingelegte Tomaten, Sauerkraut, eingelegter Knoblauch, leckere Kartoffeln, Obstkonserven und Obsts&amp;auml;fte. &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Das ist eine zeitlose und krisenfeste W&amp;auml;hrung, die schon zu Sowjetzeiten, als es im Winter au&amp;szlig;er Schrumpel&amp;auml;pfeln und Kohlk&amp;ouml;pfen kaum etwas an Obst und Gem&amp;uuml;se zu kaufen gab, der Rettungsanker war. R&amp;uuml;stige Gro&amp;szlig;eltern werden fest auf der Datscha stationiert, so dass eventuell auch noch H&amp;uuml;hner gehalten werden k&amp;ouml;nnen. Au&amp;szlig;erdem ist die Datscha ein preiswerter Urlaubsort.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Zieht es mich im Sommer weniger, die Datschniki, wie die Datschenbesitzer hier hei&amp;szlig;en, zu besuchen, so nehme ich im Winter ihre Einladungen gerne an. &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Beheizbare Datschen haben meistens einen heimeligen Kamin und immer eine Banja. Genau die ist das Ziel meiner W&amp;uuml;nsche. Aus dem Schwitzraum, nach ausgiebiger Durchwalkung mit Reisigb&amp;uuml;ndeln, in den Schnee zu springen ist ein unvergleichliches Vergn&amp;uuml;gen. K&amp;ouml;rperliche Verspannungen l&amp;ouml;sen sich in Luft auf, seelische Probleme verfl&amp;uuml;chtigen sich ebenfalls. Auch Krisen sind aus der Banjaperspektive weniger drohend. Auf diese Weise wird hier ein Hammer nach dem anderen &amp;uuml;berwunden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Es leben die Banja und der Winter.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;P.S.: Was haben der Rubel und der Schnee gemeinsam?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Sie fallen oder sie fallen nicht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
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  <pubDate>Fri, 14 Nov 2008 11:44:07 GMT</pubDate>
  <title>Von Augen und Ohren</title>
  <link>http://dr-wiedemann.livejournal.com/14089.html</link>
  <description>&lt;br /&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Wer heutzutage nicht verr&amp;uuml;ckt wird, ist selbst dran schuld, denn unsere Wahrnehmung spielt wilde Sau. Wir sehen etwas anderes als wir h&amp;ouml;ren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Spareinlagen sind sicher, Russland ist gegen die Krise gewappnet, der Rubel steht wie eine deutsche Eiche. Das alles h&amp;ouml;ren unsere mehr oder weniger kleinen Ohren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Was aber sehen wir? Alles, aber auch alles wird in affenartiger Geschwindigkeit teurer, und zwar heftig. Innerhalb eines Tages stieg der Preis f&amp;uuml;r Brot in einer privaten B&amp;auml;ckerei um 60 Rubel! Die Brote sind so gro&amp;szlig; wie Wagenr&amp;auml;der, deshalb kauft man gew&amp;ouml;hnlich nur ein Viertel Brot und mu&amp;szlig; 15 Rubel mehr hinlegen. Kann man so etwas mit der Krise begr&amp;uuml;nden? Halsabschneider wollen schnell noch ihr Heu einfahren. Sie sollten aber vorsichtig fahren, denn bei einer solchen Herangehensweise kann da schnell mal die Achse brechen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;In den Superm&amp;auml;rkten werden die Berge auf den Einkaufswagen merklich kleiner, obwohl es da billiger ist als in den zahlreichen Tante-Emma-L&amp;auml;den, die dicht ges&amp;auml;t in den Wohnvierteln versteckt sind. Da ist vieles teurer und weniger frisch, weil die autolosen K&amp;auml;ufer, vor allem die Rentner, &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;die nicht in Gro&amp;szlig;m&amp;auml;rkte fahren k&amp;ouml;nnen, nicht solche Mengen einkaufen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Die Obst-und Gem&amp;uuml;sem&amp;auml;rkte, alle fest in der Hand von &amp;bdquo;Businessmeny&amp;ldquo;, was soviel wie Unternehmer hei&amp;szlig;t, aus den ehemaligen asiatischen Sowjetrepubliken, langen den K&amp;auml;ufern besonders tief in die Tasche. Nicht nur f&amp;uuml;r exotische Fr&amp;uuml;chte, sondern auch f&amp;uuml;r die einheimische rote R&amp;uuml;be, die Mohrr&amp;uuml;be und den Antonsapfel stiegen die Preise in den letzten zwei Wochen sp&amp;uuml;rbar. Krise hei&amp;szlig;t hier offenbar, dass man alles ganz schnell und teurer verkaufen muss.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Selbst die vorm Marktgeb&amp;auml;ude offshorende emsige Omi, die die Antons&amp;auml;pfel von ihrer Datscha verscherbelt, hatte den Preis gleich verdoppelt. Nicht kleckern, klotzen. &amp;bdquo;Mein Kind, wir haben&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;die Krise&amp;ldquo;, kl&amp;auml;rte sie mich bereitwillig auf. Obwohl ich die &amp;Auml;pfel f&amp;uuml;r meinen morgendlichen Saftcocktail h&amp;auml;tte gut gebrauchen k&amp;ouml;nnen, gab ich ihr einen Korb. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Auf dem Wochenendmarkt, der seine Verkaufszelte jede Woche von freitags bis sonntags an der Metrostation entfaltet, kann man Obst und Gem&amp;uuml;se, Honig, S&amp;uuml;&amp;szlig;igkeiten, Hausmacherspeck, eingelegte Gurken, Tomaten, Pilze, Knoblauch und das ber&amp;uuml;hmte Sauerkraut aus den Regionen Russlands zu sehr zivilen Preisen kaufen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Deshalb lassen mich die astronomischen Preise der Asiaten kalt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Schuhe, Kinderbekleidung und Textilien aller Art, schr&amp;auml;ge H&amp;uuml;te und allerlei Nonsens stellen Verk&amp;auml;ufer aus Wei&amp;szlig;russland in ihre Zelte. F&amp;uuml;r Familien mit kleinem Geldbeutel ein wahres Mekka.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Der &amp;Ouml;lpreis sinkt und sinkt, manch na&amp;szlig;forsche &amp;Auml;u&amp;szlig;erung mu&amp;szlig; zur&amp;uuml;ckgenommen werden. So zum Beispiel die &amp;uuml;ber den Rubel. Einen Totalabsturz wie am 17.8.1998 wird es auf gar keinen Fall geben, sagt man, aber St&amp;uuml;ck f&amp;uuml;r St&amp;uuml;ck wird er wohl seine Position gegen&amp;uuml;ber dem Dollar (nat&amp;uuml;rlich auch dem Euro) aufgeben m&amp;uuml;ssen. Und richtig, was sehen unsere entz&amp;uuml;ndeten Augen? An allen Wechselstuben und Banken lachen uns jeden Tag neue, h&amp;ouml;here Kurse entgegen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Das pfiffige Volk holt die Rubelchen aus Sparstr&amp;uuml;mpfen und Kopfkissenbez&amp;uuml;gen und tr&amp;auml;gt sie in die Wechselstuben. In die Banken weniger, der Kurs ist dort meist noch ung&amp;uuml;nstiger. Nimmt freilich der Pilgerstrom in die Wechselstuben &amp;uuml;berhand, wird die Summe limitiert. Was zu einem weiteren Ansturm f&amp;uuml;hrt. (&amp;bdquo;Stellt Euch mal vor, die Dollars sind alle!&amp;ldquo;) Dann passiert ein paar Tage mit den Kursen so gut wie gar nichts, um die Wachsamkeit der Umtauschw&amp;uuml;tigen einzuschl&amp;auml;fern, und dann wird der Rubel erneut auf Kletterkurs geschickt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Die Findigkeit&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;kennt hier keine Grenzen. Zu oft wurde das Volk mir W&amp;auml;hrungsum- und Abwertungen vor harte Tatsachen gestellt. Wenns knapp wird im privaten Gelds&amp;auml;ckel, werden dann Reste von allen m&amp;ouml;glichen W&amp;auml;hrungen, die nach Dienstreisen und Urlaub irgendwo verlassen rumliegen, zusammengekratzt und in die Wechselstube getragen. Das hilft dann auch wieder ein St&amp;uuml;ck weiter.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Abgesehen von den nimmersatten D&amp;ouml;deln, die die Preise stabil halten oder sogar noch erh&amp;ouml;hen, w&amp;auml;hrend des Volkes Kaufkraft sich in Wohlgefallen aufl&amp;ouml;st,&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;wird es ja sehr bald zu Preissenkungen kommen m&amp;uuml;ssen, damit &amp;uuml;berhaupt noch jemand was kauft. Da haben wir in Moskau allerdings landesweit die schlechtesten Karten, weil sich hier unheimlich viele Gelds&amp;auml;cke niedergelassen haben, denen Preise egal sind, sie schauen da nicht mal hin. Hoffen wir mal, dass es nicht so weit kommt, dass auch sie eines Tages auf die Preisschilder achten m&amp;uuml;ssen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Die Zeit vor der Krise kann ungeachtet aller berechtigter Kritik durchaus als stabil und perspektivreich bezeichnet werden. Man sp&amp;uuml;rte die positive Entwicklung regelrecht. Ein untr&amp;uuml;glicher Gradmesser daf&amp;uuml;r sind die Geburtenzahlen. In den 90er Jahren war eine schwangere Frau die absolute Ausnahme, die Demografie zeigte katastrophale Kennziffern. Von 10 Schwangerschaften wurden 8 unterbrochen, von den 2 geborenen Kindern kam eins noch ins Kinderheim.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Mit vern&amp;uuml;nftigen Massnahmen steuerte die Regierung nach 2000 gegen und die ersten Ergebnisse sind augenscheinlich. Junge Eltern entscheiden sich wieder f&amp;uuml;r Kinder, nicht nur f&amp;uuml;r ein einziges. Beim zweiten Kind wird ein M&amp;uuml;tterkapital von rund 7000&amp;euro; gezahlt. Dieses Geld liegt auf der Bank und darf nur f&amp;uuml;r kindgerchte Zwecke verwendet werden. Parallel dazu erhalten die M&amp;uuml;tter bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres des Kindes knapp 200&amp;euro; und kostenlose Kindernahrung. Das ist im Vergleich zu fr&amp;uuml;heren Zeiten ein enormer Fortschritt. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Bei der derzeitigen Entlassungswelle, die durchs Land und nahezu alle Bereiche der Wirtschaft rollt, ist der Mutterschutz nicht das Schlechteste. &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Beim Warten auf bessere Zeiten k&amp;ouml;nnen da ganz easy noch neue Landeskinder gezeugt werden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Als Spruch zum Wochenende habe ich folgendes Angebot: Hoffen wir, dass die Diskrepanz zwischen dem, was wir sehen und dem, was wir h&amp;ouml;ren, schrumpft, damit uns nicht am Ende H&amp;ouml;ren und Sehen vergeht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
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  <pubDate>Thu, 06 Nov 2008 08:22:55 GMT</pubDate>
  <title>Tja, die Präsidenten...</title>
  <link>http://dr-wiedemann.livejournal.com/13941.html</link>
  <description>&lt;p&gt;Die US-Wahlen sind vorbei, Euphorie all&amp;uuml;berall. Wobei der Begriff Wahlen f&amp;uuml;r die abgelaufene Supershow eher an DSDS oder andere Comedyshows erinnert. Quiekende und F&amp;auml;hnchen schwenkende Menschen erg&amp;ouml;tzten sich am Anblick ihres Kandidaten und an seiner Schlagfertigkeit, das politische Programm war da wohl eher nebens&amp;auml;chlich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Von der Verwirklichung des amerikanischen Traumes ist die Rede, von einer zweiten Jacky Kennedy und vom totalen Aufbruch in neue Gefilde. Ach, diese Medien! Warum muss jeder Person ein Sticker angepappt werden, sie zu einer quasi Wiederholung&amp;nbsp; zu machen. Ich halte das f&amp;uuml;r eine &amp;Uuml;berheblichkeit oder eine Beleidigung, denn jeder Mensch ist einmalig, von den permanent abkupfernden Schlagerschranzen mal zu schweigen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Obama hat gewonnen, erstmals ein farbiger Pr&amp;auml;sident. Gott schenke ihm ein langes Leben. Er ist klug und charmant, ein gro&amp;szlig;es Plus f&amp;uuml;r ihn bei den Strippenziehern der realen Macht. Wird er doch alle Forderungen sowohl in der Innen- als auch in der Au&amp;szlig;enpolitik viel attraktiver und charmanter r&amp;uuml;berbringen k&amp;ouml;nnen, so den B&amp;uuml;ndnispartnern bittere Pillen, wie z.B. Erh&amp;ouml;hung der Kontingente in Afghanistan oder Geldgeschenke an Saakaschwili oder andere Br&amp;uuml;der seiner Zunft schmackhafter erscheinen lassen. Und dass ihm gesagt wird, wo es langgeht, darin besteht kein Zweifel.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;lj-embed id=&quot;3&quot; /&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;Beinahe im Windschatten des amerikanischen Wahlrummels hielt Pr&amp;auml;sident Medwedjew gestern seine erste programmatische Rede vor der F&amp;ouml;deralen Versammlung, also vor beiden Kammern des Parlaments. So strukturiert und eindeutig der au&amp;szlig;enpolitische Kurs dargelegt wurde, so erkl&amp;auml;rungsbed&amp;uuml;rftig sind die &amp;Auml;u&amp;szlig;erungen zur Innenpolitik. Die Forderung nach Verl&amp;auml;ngerung der Amtsperiode f&amp;uuml;r Pr&amp;auml;sident und Parlament ist so neu nicht, nur wurde sie fr&amp;uuml;her nicht vom Pr&amp;auml;sidenten selbst formuliert. Sie kam als &amp;bdquo;Bitte&amp;ldquo; gehorsamer Abgeordneter daher. Wurde aber nicht weiter beachtet, bis dato. Nun ist es raus und man wird an der Umsetzung flei&amp;szlig;ig arbeiten.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;Ob es fl&amp;auml;chendeckende M&amp;auml;ngel im Bildungswesen, die notwendige Entb&amp;uuml;rokratisierung und die effektive Unterst&amp;uuml;tzung des Mittelstandes oder die immer wieder von Medwedjew angesprochene wuchernde Korruption in allen Ebenen der Macht sind, das alles ist nicht neu. Neu w&amp;auml;ren real umsetzbare L&amp;ouml;sungsans&amp;auml;tze gewesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Heer der Staatsbediensteten und Beamten setzt sich ja erst in Bewegung, wenn der Pr&amp;auml;sident oder neuerdings auch der Premier M&amp;auml;ngel, die offensichtlich und allen weithin bekannt sind, offen anspricht. Nachdem Putin die katastrophalen Stra&amp;szlig;en scharf kritisierte und als Hemmschuh wirtschaftlicher Entwicklung gei&amp;szlig;elte, begann ein emsiger Stra&amp;szlig;enbau, vorher nicht. Obwohl das Problem in Russland ein historisches ist (eigentlich gibt es, so sagen die Russen, zwei gro&amp;szlig;e Probleme im Lande, beide fangen mit D an, duraki i dorogi, &amp;uuml;bersetzt Dummk&amp;ouml;pfe und Stra&amp;szlig;en), war man zu tr&amp;auml;ge und zu geldgierig, wirklich damit anzufangen. Geldgierig, weil bereit gestellte Mittel in dunklen Kan&amp;auml;len versickerten. Wird der Finger auf die klaffende Wunde Landwirtschaft gelegt, beginnt dort ein reges Treiben. Die Liste kann beliebig fortgesetzt werden. Putin hatte noch als Pr&amp;auml;sident beinahe resigniert festgestellt, dass er sich wirklich um alles selbst k&amp;uuml;mmern m&amp;uuml;sse. &lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;Ein weiteres unausrottbares Relikt aus vergangenen Zeiten hemmt Aufbruchstimmung und Streben nach Verbesserung. &amp;bdquo;Initiative ist strafbar&amp;ldquo;. Punkt aus und Schlu&amp;szlig;. Solange der Chef nicht den Startschu&amp;szlig; gibt, bleiben wir mal sch&amp;ouml;n still auf unseren warmen Pl&amp;auml;tzchen sitzen. Deshalb verwundert mich auch die Reaktion auf Medwedjews Rede nicht, die hier in den Medien ausf&amp;uuml;hrlich behandelt wird. Frau Matwejenko, die Gouverneurin von Petersburg, um nur eine aus dem gro&amp;szlig;en Chor der Bef&amp;uuml;rworter zu nennen, spendet dem Pr&amp;auml;sidenten h&amp;ouml;chstes Lob f&amp;uuml;r seine Rede, alle anderen auch.&amp;nbsp;&amp;nbsp; Mehr nicht. Selber die Schwachpunkte der eigenen Region aufzeigen, L&amp;ouml;sungen f&amp;uuml;r deren Beseitigung anbieten, k&amp;auml;mpfen &amp;ndash; wo k&amp;auml;men wird denn da hin?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zjuganow, langj&amp;auml;hriger Chef der KPRF, stichelt wegen der Verl&amp;auml;ngerung der Amtszeit, dass es ja eigentlich egal sei, ob nun 4 oder 6 Jahre lang nichts geschieht. Da klingt ein bi&amp;szlig;chen die beleidigte Leberwurst durch, dass er eigentlich nie so richtig zum Zuge kommt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vorauseilender Gehorsam kann mitunter mehr schaden als n&amp;uuml;tzen. So wurde betont, dass Medewdjew selbst am Text seiner Botschaft gearbeitet habe. Muss das so explizit erw&amp;auml;hnt werden? Liest er sonst nur vorgefertigte Texte? Er wird sich hoffentlich f&amp;uuml;r diesen B&amp;auml;rendienst bei den entsprechenden Journalisten bedanken.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;Dmitri Medwedjew hat trotz allem mit seiner Rede bekundet, dass er in allen Bereichen im Stoff steht, das Land ver&amp;auml;ndern will und au&amp;szlig;enpolitisch einen selbstbewu&amp;szlig;ten und weltoffenen Kurs fahren wird. Neben all den wei&amp;szlig; Gott titanischen Aufgaben mu&amp;szlig; er sich auch noch st&amp;auml;ndig an seinem Vorg&amp;auml;nger messen lassen. Man, braucht der ein Stehverm&amp;ouml;gen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>
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  <pubDate>Sat, 01 Nov 2008 09:58:16 GMT</pubDate>
  <title>Reisen und reisen lassen</title>
  <link>http://dr-wiedemann.livejournal.com/13721.html</link>
  <description>&lt;br /&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Lebt man lange an einem Ort, auch wenn er alles andere als ruhig ist, wird man betriebsblind&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;und &amp;uuml;bersieht viele Dinge. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Deshalb freue ich mich immer sehr &amp;uuml;ber G&amp;auml;ste von au&amp;szlig;erhalb, vor allem nat&amp;uuml;rlich &amp;uuml;ber Besuch aus der Heimat, um ihnen die Stadt zu zeigen und so gleichzeitig Neues zu entdecken. Ungeachtet der Krise und der dadurch ausgebrochenen all umfassenden Sparsamkeit hatten sich zwei gute Freundinnen aus Potsdam aufgemacht, mich im aufregenden Moskau zu besuchen. Nicht nur die Krise, auch die Jahreszeit konnte sie von ihrem Vorhaben nicht abbringen. Um nicht als zu verschwendungss&amp;uuml;chtig eingestuft zu werden, nahmen sie die preiswertesten Fl&amp;uuml;ge. Sie landeten deshalb&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;im Morgengrauen und flogen auch zu extrem fr&amp;uuml;her Tageszeit wieder ab. Wir nutzten die Zeit maximal aus, Schlaf wurde nahezu ausgeklammert.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;Введите содержимое врезки&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid2&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Sie waren &amp;uuml;berhaupt hart im Nehmen, denn auch die Fahrt mit der Metro in der morgendlichen rush hour meisterten sie ohne Murren. Wenn ich jeden Morgen, ohne mich gro&amp;szlig; umzusehen, in der Masse mitschwimme, Brille auf und Buch vor der Nase, Kopfh&amp;ouml;rer im Ohr, nehme ich kaum etwas um mich herum wahr, nur wenn etwas au&amp;szlig;ergew&amp;ouml;hnliches passiert. Als wir uns zu dritt in den Wagen quetschten, h&amp;ouml;rten wir nat&amp;uuml;rlich nicht auf zu reden und zu scherzen, was zu merkw&amp;uuml;rdigen Blicken der Umstehenden f&amp;uuml;hrte. Man versuchte dann sogar in verschiedenen Sprachen mit uns Kontakt aufzunehmen. Ebenso erging es uns auf den langen und schnell fahrenden Rolltreppen. Es gen&amp;uuml;gt ein kleiner Ansto&amp;szlig; und man kommt ins Gespr&amp;auml;ch, man mu&amp;szlig; es nur wollen. Das gef&amp;auml;llt mir auf jeden Fall besser als stumpfsinnig vor sich hinzubr&amp;uuml;ten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;Bei den Stadtrundg&amp;auml;ngen und Rundfahrten fielen mir nat&amp;uuml;rlich auch liebenswerte Kuriosit&amp;auml;ten auf, wie z.B. die Bezeichnungen f&amp;uuml;r Bierkneipen, pivnuschkis, wie sie hier hei&amp;szlig;en. Der Trend geht eindeutig in die deutsche Richtung. Ist ja auch nicht weiter verwunderlich, denn wir werden hier ja als Biertrinker, Eisbein- und Bratwurstesser angesehen. Die deutschen Bezeichnungen sind nicht nur witzig, sie werden mit russischen Buchstaben geschrieben, was der Sache erst den richtigen Kick gibt. Ich fand &amp;bdquo;H&amp;auml;nde hoch!&amp;ldquo; (&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial&quot;&gt;хэнде&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial&quot;&gt;хох&lt;/span&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;!), sicher ein &amp;Uuml;berbleibsel aus alten Kriegsfilmen, wo man den Deutschen recht eigenwillige Wortkombinationen in den Mund legte, oder &amp;bdquo;Sehr gut&amp;ldquo; (&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial&quot;&gt;зер&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial&quot;&gt;гут&lt;/span&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;), besonders nett fand ich &amp;bdquo;Frau Schnapsbier&amp;ldquo; (&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial&quot;&gt;фрау&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial&quot;&gt;шнапсбир&lt;/span&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;), wo das Hausbier so hei&amp;szlig;t und sich die Wirtin, wenn sie gute Laune hat, so nennt. Auch einen &amp;bdquo;Herr M&amp;uuml;ller&amp;ldquo; (&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial&quot;&gt;герр&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial&quot;&gt;Мюллер&lt;/span&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;) findet man und ein &amp;bdquo;Bierdorf&amp;ldquo; (&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial&quot;&gt;Бирдорф&lt;/span&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;). Die Bierstuben sind alle durch die Bank sehr liebevoll gestaltet und haben ein einladendes und rustikales Flair. Anfang der 90er Jahre gab es im Hotelkomplex Izmailovo eine Jever Stube (&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial&quot;&gt;Иевер&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial&quot;&gt;штубе&lt;/span&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;), den H&amp;auml;usern an der K&amp;uuml;ste Norddeutschlands nachempfunden. Die aufgef&amp;uuml;hrten Beispiele klingen ja alle recht nett und will einfach glauben, dass die Wirte auch die Bedeutung kennen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;Nachdem in Kaluga VW Einzug gehalten hat, er&amp;ouml;ffnete ein umtriebiger Gesch&amp;auml;ftsmann auch eine Bierkneipe, um den Deutschen ein heimatliches Eckchen zu bieten. Er nannte es allerdings &amp;bdquo;Oberschwein&amp;ldquo; (&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial&quot;&gt;обершвайн&lt;/span&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;), was ich zu deuten mir erspare.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Ich w&amp;uuml;rde gern &amp;ouml;fter Besuch aus Deutschland haben wollen oder meinen russischen Freunden meine Heimat zeigen, aber die unselige Visapflicht macht da oft einen Strich durch die Rechnung, engt die Menschen in ihrem Bewegunsspielraum ein und setzt sie der Willk&amp;uuml;r von permanent &amp;uuml;berarbeiteten Konsularbeamten aus. Wovor haben die Politiker Angst, wenn sie Visafreiheit verhindern? Davor, dass die Menschen sich n&amp;auml;herkommen und feststellen, dass sie vieles gemeinsam haben, gleiche Sorgen, &amp;Auml;ngste und Freuden? Nat&amp;uuml;rlich k&amp;ouml;nnen die gro&amp;szlig;en internationalen Banken mit Grenzen, eisernen Vorh&amp;auml;ngen und Schreckensvisionen viel mehr verdienen, denn dann boomt die R&amp;uuml;stungsindustrie, ihr eintr&amp;auml;glichstes Gesch&amp;auml;ft. Und sie beliefern oder kreditieren immer beide Seiten, damit ihnen auch ja nicht ein Cent verloren geht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Bleibt uns nur die Hoffnung, dass die Menschen dieses perverse Spiel mehr und mehr durchschauen und trotz Bildungsmisere, medialer Gehirnw&amp;auml;sche und Verbl&amp;ouml;dungsfernsehen zu des Pudels Kern vorsto&amp;szlig;en und sich zur Wehr setzen. Unsere Erde ist zu sch&amp;ouml;n und zu interessant, um sie den Drahtziehern von Krieg, den Verursachern von Armut und den W&amp;auml;chtern &amp;uuml;ber die Dummheit zu &amp;uuml;berlassen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
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  <pubDate>Wed, 22 Oct 2008 09:07:51 GMT</pubDate>
  <title>RR muss her!</title>
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  <description>&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;Die Qualit&amp;auml;t des deutschen Fernsehens oder besser gesagt das Fehlen selbiger hat in Deutschland kontroverse Diskussionen und einen Sturm im Wasserglas ausgel&amp;ouml;st. Das verf&amp;uuml;hrt mich geradezu zu einem Exkurs durch die aktuelle hiesige Fernsehlandschaft, was vielleicht dem Leser in Deutschland interessant sein k&amp;ouml;nnte.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family: Arial&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Dumm wie die H&amp;uuml;hner (das Federvieh m&amp;ouml;ge uns verzeihen) und blutr&amp;uuml;nstig wie die W&amp;ouml;lfe sollten die Leser einer deutschen Tageszeitung nach dem Willen von Axel C. Springer werden, wenn sie die &amp;bdquo;tiefsch&amp;uuml;rfende&amp;ldquo; Lekt&amp;uuml;re permanent inhallieren. Damit sie das freiwillig tun, gibt es die Werbung. Dieses Motto haben sich inzwischen offensichtlich alle Medien auf die Fahnen geschrieben, das Fernsehen vorneweg.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Nach dem Ende des sowjetischen Staatsfernsehens setzte dieses Medium in Russland zum gro&amp;szlig;en Sprung an, um den Westen so schnell es irgend geht einzuholen. Operation gelungen! Leider!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Inhaltslose Endlosserien, Gerichtssendungen, Spielshows, plumpste Comedyshows, Kochsendungen en mass, Reality-TV, Musiksendungen mit inh&amp;auml;usigen Hupfdohlen und M&amp;ouml;chtegern-Stars, flache Filme &amp;ndash; alles da, was des Zuschauers Herz zu begehren hat. Nur viel schriller. Voller Freude str&amp;ouml;mt das Volk in Sendungen, wo sie sich vor der Kamera ins geheimste Eckchen gucken lassen. &amp;bdquo;Gro&amp;szlig;e W&amp;auml;sche&amp;ldquo; hie&amp;szlig; eine Reihe sehr treffend. Da wurde wirklich in jeder Sendung aller schmutzigste W&amp;auml;sche gewaschen und das Familienleben haarklein vor dem neugierigen Zuschauer ausgebreitet. Neuerdings gibts jetzt auch diese Traumhochzeitssendungen. Schmalzig und schw&amp;uuml;lstig, eigentlich zum Abgew&amp;ouml;hnen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Auch Superstars werden gesucht und durch den Castingwolf gedreht, Million&amp;auml;r kann man werden und den &amp;bdquo;Stars&amp;ldquo; bei ihren Verrenkungen auf dem Eis zusehen. Dabei m&amp;uuml;ssen sie sich offensichtlich andauernd gegenseitig intensiv aufw&amp;auml;rmen, denn die Regenbogenpresse kommt kaum hinterher, alle Scheidungsger&amp;uuml;chte, die sich um die Teilnehmer ranken, zu verfolgen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Ein umtriebiger Journalist, er macht auch Radiosendungen, schreibt B&amp;uuml;cher, tritt mit eigenen Programmen landesweit auf, moderiert eine Sendung, die man mit &amp;bdquo;Duell&amp;ldquo; &amp;uuml;bersetzen k&amp;ouml;nnte. Im Original hei&amp;szlig;t sie &amp;bdquo;K barieru&amp;ldquo;. Da treffen stets zwei v&amp;ouml;llig kontr&amp;auml;re Pers&amp;ouml;nlichkeiten des &amp;ouml;ffentlichen Lebens aufeinander und ringen verbal um ihren Standpunkt. Die Zuschauer k&amp;ouml;nnen ihren Favoriten interaktiv w&amp;auml;hlen. Das ist das interessanteste an der Sendung, denn es zeigt das Meinungsbild in der Bev&amp;ouml;lkerung. Als der stark antisemitische General a.D. Makaschow gegen den Kosmonauten Leonow, der als erster Mensch im freien Weltraum schwebte, in der Zuschauergunst gewann, wurde mir sehr mulmig. Die Ideen des Generals waren dem Volke einfach vertrauter, draufhaun, St&amp;auml;rke zeigen. &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Intellektuelle G&amp;auml;ste oder Liberale verlieren beim Volk immer. Das gibt mir sehr zu denken.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Und nat&amp;uuml;rlich eine erdr&amp;uuml;ckende Flut von Werbespots, auch in den staatlichen Kan&amp;auml;len. Selbst Nachrichtensendungen werden von Werbebl&amp;ouml;cken unterbrochen. Ein 90-Minuten-Film wird so auf runde 3 Stunden aufgeblasen. Das h&amp;auml;lt doch keiner aus. Mit zahlreichen Serien &amp;uuml;ber die Arbeit der Miliz, geheimer Fahnder und der Staatsanwaltschaft soll deren mehr als angekratztes Image aufpoliert werden. Im Vergleich mit der Wirklichkeit sieht das eher zynisch aus.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;Anspruchsvolle analytische Sendungen und Dokus kann man, genau wie in Deutschland, zu sehr sp&amp;auml;ter Stunde sehen. Man handelt offenbar konzertiert, weltweit: halte Dein Volk in Unwissenheit und Du regierst ewig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Die Russen haben das Fernsehen als eintr&amp;auml;gliche Profitquelle entdeckt. Da spielt Quali&amp;auml;t nur eine untergeordnete Rolle. Unternehmer finanzieren so manche Sinn entleerte Serie und leisten sich dann den Gag, die eigene Schwiegermutter oder das Hausm&amp;auml;dchen mit einer Rolle zu bedenken. Sie fallen allerdings unter den Nonamemimen nicht auf. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Auf der Haben-Seite kann das Fernsehen, in diesem Falle nur ORT, RTR und hin und wieder NTW, f&amp;uuml;r sich die Tatsache verbuchen, dass es mit gut klassigen Literaturverfilmungen ein Licht im Mediendunkel anz&amp;uuml;ndet. RR h&amp;auml;tte seine Freude dran.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Mit &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;hervorragenden Schauspielerensembles brachte man Bulgakows Klassiker &amp;bdquo;Der Meister und Margarita&amp;ldquo;, Dostojewskis &amp;bdquo;Idiot&amp;ldquo; und Solschenizyns &amp;bdquo;Im ersten Kreis der H&amp;ouml;lle&amp;ldquo;, Rybakows &amp;bdquo;Kinder des Arbat&amp;ldquo;, Pasternaks &amp;bdquo;Doktor Schiwago&amp;ldquo; &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;in wunderbaren Fernsehserien auf die Mattscheibe. Im Moment l&amp;auml;uft gerade die Verfilmung von Rybakows &amp;bdquo;Schwerer Sand&amp;ldquo;. Das Buch ist auch in Deutschland erschienen. Das sind wahre Leckerbissen, die sich Literaturliebhaber nicht entgehen lassen und sie etwas milder stimmer, was das Urteil &amp;uuml;bers Fernsehen angeht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Zwei moderne Fernsehserien, die vor einigen Jahren &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;liefen, haben bei mir einen sehr starken Eindruck hinterlassen, weil sie mit schonungsloser Offenheit die Verquickung von Staatsmacht und organisiertem Verbrechen zeigten. Das kommt besonders im Mehrteiler &amp;bdquo;Banditski Peterburg&amp;ldquo;, sehr gut besetzt und inszeniert, klar heraus. In der &amp;bdquo;Brigade&amp;ldquo;, ein regelrechter Kultfilm, entwickelt sich aus einer Gruppe von Freunden, die zusammen aufgewachsen sind, durch widrige Umst&amp;auml;nde und brutal-bornierte und korrumpierte Milizion&amp;auml;re eine schlagkr&amp;auml;ftige Mafia-Struktur, die letztendlich auch nach der Staatsmacht greift.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Es w&amp;auml;re f&amp;uuml;r die Fernsehgemeinde in Deutschland sicher interessant, wenn die Intendanten mal auf Einkaufstour gen Moskau f&amp;uuml;hren und ein paar von den genannten Serien in den Einkaufskorb legten. W&amp;uuml;nschen wir uns das doch einfach mal.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;RR &amp;ndash; Reich-Ranicki&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
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  <pubDate>Thu, 16 Oct 2008 11:25:00 GMT</pubDate>
  <title>Titanik ist ein Klacks</title>
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  <description>&lt;br /&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Dem unge&amp;uuml;bten Betrachter f&amp;auml;llt sicherlich nichts auf, wenn er in Moskau unterwegs oder nach gewisser Zeit wieder in die Stadt zur&amp;uuml;ck gekehrt ist. Staus mit in der Mehrzahl gro&amp;szlig;en und protzigen Autos, volle Restaurants, Menschenmassen am Morgen auf dem Weg zur Arbeit und am Abend zur&amp;uuml;ck, das Nachtleben treibt wahnsinnige Bl&amp;uuml;ten,&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;alles eigentlich wie immer.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Aber beim genaueren Hinsehen bemerkt man eine an einen gro&amp;szlig;en Ameisenhaufen erinnernde hektische Betriebsamkeit. Da ruft eine Ehefrau aufgeregt ihren Mann im B&amp;uuml;ro an und verlangt, dass er sofort alles Geld von der Bank holen soll. Vor allem die Ersparnisse in Rubel. Man munkelt von einem neuen Crash. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;In einem anderen B&amp;uuml;ro wird gefl&amp;uuml;stert, dass der Geldautomat sowieso leer sei und nicht mehr gef&amp;uuml;llt w&amp;uuml;rde. Pl&amp;ouml;tzlich streben alle dahin und heben Geld ab. Noch mal gut gegangen, Geld war drin. Die Taschendiebe werden einen sch&amp;ouml;nen Reibach machen, wenn alle ihr Geld mit sich rumtragen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;In den Nachrichten h&amp;ouml;rt man von den katastrophalen Auswirkungen der Krise weltweit und wiegelt gleichzeitig ab: Russland ist gewappnet, wir kommen da relativ unbeschadet durch. Der &amp;Ouml;lpreis f&amp;auml;llt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Warum f&amp;auml;llt mir pl&amp;ouml;tzlich der &amp;bdquo;Schwarze Obelisk&amp;ldquo; von Remarque ein? Oder das ber&amp;uuml;hmte bergmannsche Schlangenei, von dem ich die Bezeichnung f&amp;uuml;r meinen Blog abgekupfert habe?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Auf verschiedenen Internetseiten werden marktschreierisch Katastrophennachrichten verbreitet, man bietet dem aufgeregten Leser die Listen mit den Firmen und Einrichtungen an, die bereits die Entlassungswelle rollen lassen. Das schafft eine ungute Atmosph&amp;auml;re. Die Russen sind ja Existenz gef&amp;auml;hrdende Umbr&amp;uuml;che gew&amp;ouml;hnt, davon hatte ich schon an anderer Stelle in meinem Blog geschrieben, aber sie f&amp;uuml;hlen das heraufziehende Unheil sehr genau und sind beunruhigt. Wenn hier Massenentlassungen stattfinden, fallen alle unabgefedert auf die Stra&amp;szlig;e. Gewerkschaften, Betriebsr&amp;auml;te fehlen hier weitestgehend, das hatte man beim Wildostkapitalismus wohlwei&amp;szlig;lich au&amp;szlig;er Acht gelassen bzw. unterbunden. Arbeits&amp;auml;mter aufzusuchen zieht kaum einer ins Kalk&amp;uuml;l, denn die gezahlten Mittel liegen unter der G&amp;uuml;rtellinie. Abgelaufene Abs&amp;auml;tze und Fahrtkosten k&amp;ouml;nnen damit gerade mal bezahlt werden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Mal sehen, wie lange sich die Moskauer Immobilienluftblase halten wird. Kredite f&amp;uuml;r Wohnungsk&amp;auml;ufe werden im Moment nicht vergeben, die Baufirmen kriegen auch keine mehr, nicht im In- und nicht im Ausland. Noch halten sich die unversch&amp;auml;mt hohen Quadratmeterpreise. &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Obwohl heute zu lesen war, dass Eigent&amp;uuml;mer von Luxuswohnungen, die sie vermieten, Bereitschaft zeigen, die Mietpriese zu senken. Immerhin.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Vor dem Hintergrund der Krise wirken die Nachrichten in der Regenbogenpresse absurd. Da lassen sich Stare (oder wie hei&amp;szlig;en die V&amp;ouml;gel) scheiden und es geht um Abfindungen in Millionenh&amp;ouml;he, eine stillende Diva erregt Missfallen, weil man die Brust sieht, zwei Ladies k&amp;uuml;ssen sich auf einer Gala, irgendwelche Bewohnerinnen der Luxusmeile Rubljowskoje Chaussee drohen mit weiteren Buchver&amp;ouml;ffentlichungen, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt wurden, Oligarchen verschieben wegen der Krise ihre M&amp;auml;rchenhochzeiten, ich k&amp;ouml;nnte die Aufz&amp;auml;hlung noch lange fortsetzen, bin es aber eigentlich leid.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Bei den gegenw&amp;auml;rtigen zahlreichen privaten Sorgen und &amp;Auml;ngsten verliert man das politische Tagesgesch&amp;auml;ft schnell aus den Augen. Und wacht vielleicht auf, wenn die letzten Kl&amp;auml;nge des Orchesters auf der Titanik sachte verklingen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
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  <pubDate>Fri, 03 Oct 2008 06:51:18 GMT</pubDate>
  <title>Einmal Weissrussland und zurück</title>
  <link>http://dr-wiedemann.livejournal.com/12978.html</link>
  <description>&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Manchmal kann es ziemlich spannend und unterhaltsam sein, wenn man mal zu seinen Nachbarn geht und schaut, was sie so treiben. Deshalb machte ich mich auf die Socken, um nach Weissrussland zu fahren und neben privaten Besuchen auch gleich das Volk bei seinen Wahlvorbereitungen zu beobachten, frei nach Tucholsky sozusagen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.kervenheimer-zeitung.de/a_gegenpol/literatur/text/tucholsky/tu_herr.htm&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;http://www.kervenheimer-zeitung.de/a_gegenpol/literatur/text/tucholsky/tu_herr.htm&lt;/font&gt;&lt;/a&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Schon allein die Reise dahin ist ein Abenteuer. Mit der Eisenbahn oder dem Flugzeug nat&amp;uuml;rlich weniger, mit dem Auto dagegen ist es um so interessanter. &amp;Uuml;ber die Lage auf den Stra&amp;szlig;en und den ungebremsten Appetit der GAIschniki, wie hier die Verkehrspolizisten hei&amp;szlig;en, habe ich schon oft und an anderer Stelle geschrieben, komme aber nicht umhin, auch dar&amp;uuml;ber wieder zu schreiben.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Erste H&amp;uuml;rde, die es zu nehmen gilt, ist die Ausfahrt aus Moskau. Verstopft! Ein Wermutstropfen, der in die fr&amp;ouml;hliche Reisestimmung f&amp;auml;llt. Aber schon nach gut einer Stunde war ich dann doch drau&amp;szlig;en und befand mich auf der M 1 oder E 30, die von Moskau &amp;uuml;ber Minsk und Brest nach Polen und letztendlich nach Deutschland f&amp;uuml;hrt. Das verleitet schnell zu dem Gedanken, dass es eine gut ausgebaute Trasse sei, wo man z&amp;uuml;gig voran kommt. Weit gefehlt! Zul&amp;auml;ssige H&amp;ouml;chstgeschwindigkeit 90 km/h ausserhalb und 60 innerhalb geschlossener Ortschaften, und davon gibt es eine ganze Menge.&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Also st&amp;auml;ndig auf der Hut sein und die kollegialen Lichtsignale der Entgegenkommenden beachten, damit man wei&amp;szlig;, wo die Jungs wieder mit der Radaranlage hinterm Busch hocken. Das alles gleicht mehr einem Katz-und Maus-Spiel denn einer normalen Reise, die durch diese Zockelei ewig lange dauert.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid2&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;An Borodino vorbeifahrend, wo die Schlacht im Vaterl&amp;auml;ndischen Krieg von 1812 zugunsten der russischen Truppen ausging, fiel mir ein, dass ich es auch in diesem Sommer wieder nicht geschafft hatte, mir das Spektakel der Wachabl&amp;ouml;sung in historischen Kost&amp;uuml;men im Kreml anzusehen, was da jeden Samstag aufgef&amp;uuml;hrt wird. Und ich erinnerte mich an das beeindruckende Milit&amp;auml;rmusikfestival auf dem Roten Platz vom letzten Jahr, welches in diesem Jahr wegen der Absage der Dudelsackpfeifer aus Grossbritannien nicht stattfindet. Die Jungs d&amp;uuml;rfen wegen des Ossetienkonfliktes nicht nach Moskau kommen. Schade und ziemlich kleinlich von den Inselregenten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: blue; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;http://de.rian.ru/onlinenews/20070917/79079533.html&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Die Trasse ern&amp;auml;hrt ihre Anwohner, sie haben kleine Imbi&amp;szlig;st&amp;auml;nde und Motels, L&amp;auml;den und Reifenservicestationen er&amp;ouml;ffnet, Tankstellen gibt es mehr als genug. Kein Vergleich zu Sowjetzeiten, wo man mit Kanistern im Kofferraum fahren mu&amp;szlig;te, um ans Ziel zu kommen. Der Phantasie bei der Namensgebung sind keine Grenzen gesetzt. So verbirgt sich zum Beispiel hinter der Bezeichnung &amp;bdquo;Lvoff &amp;amp; Co. Handelshaus&amp;ldquo; eine grell beleuchtete Bretterbude mit einer Glasvitrine. Neben einem munter vor sich hin qualmenden Grill steht mit gro&amp;szlig;en Buchstaben geschrieben &amp;bdquo;Schnellschaschlyk&amp;ldquo;, f&amp;uuml;r die eiligen Reisenden sozusagen. Die paar Toiletten, die da am Wege stehen, sollte man wirklich nicht benutzen, sondern lieber zu Mutter Natur gehen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Kurz bevor es nach Gagarin geht, so wurde nach dem&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Weltraumflug Gagarins seine Geburtsstadt genannt (vorher Gschatsk), &lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;kommt man an einem gro&amp;szlig;en Markt vorbei, wo es vorrangig ger&amp;auml;ucherten und getrockneten Fisch in enormer Auswahl zu kaufen gibt. Fernfahrer, die zu den Stammkunden z&amp;auml;hlen, und ganze Reisebusladungen geh&amp;ouml;ren zu den K&amp;auml;ufern. Eine Fischverk&amp;auml;uferin verabschiedete sich von einem ihr offensichtlich gut bekannten Fernfahrer und bat um einen Ku&amp;szlig; zum Abschied. &amp;bdquo;Wie soll ich denn das meiner Frau erkl&amp;auml;ren?&amp;ldquo; meinte er im Hinblick auf die besondere Duftnote der Fischverk&amp;auml;ufer.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Auch die Nachtfalter an der Trasse haben alle H&amp;auml;nde voll zu tun. Sie erfreuen die einsam &amp;uuml;ber die Landstra&amp;szlig;en rollenden Fernfahrer mit ihrer kurzzeitigen weiblichen Anwesenheit.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Als ich vor &amp;uuml;ber 10 Jahren &amp;uuml;ber das sozusagen rollende Gewerbe noch nichts wu&amp;szlig;te, habe ich an der Strecke nach Petersburg angehalten und der &amp;uuml;beraus leicht bekleideten Dame Hilfe angeboten, denn ich war sicher, wilde 90er halt, dass man sie ausgeraubt und ihrer Kleidung entledigt hatte. Ihr &amp;uuml;berraschtes Gesicht werde ich wohl nie vergessen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Um die gute Laune nicht zu verlieren und nicht zu lange auf der Piste zu sein, wurde die Reise in zwei Etappen eingeteilt; die erste endete in Smolensk, einer Stadt mit reicher und sehr bewegter Geschichte. Der Dnepr flie&amp;szlig;t durch die auf H&amp;uuml;geln gelegene Stadt und verleiht ihr ein interessantes &amp;Auml;u&amp;szlig;eres, welches allerdings mehr Pflege und Aufmerksamkeit verdient h&amp;auml;tte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Die Stadt-und Gebietslenker sind allerdings beratungsresistent! Einige von ihnen wurden nach einem Besuch Putins wegen Schlamperei und Nachl&amp;auml;ssigkeit abgel&amp;ouml;st, die Neuen scheinen es aber auch nicht eilig zu haben, sich um ihre Stadt ordentlich zu k&amp;uuml;mmern. Grottenschlechte Stra&amp;szlig;en, abenteuerliche Stra&amp;szlig;enbahnschienen und verbeulte und angerostete Stra&amp;szlig;enbahnen sind wahrlich kein gutes Aush&amp;auml;ngeschild.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Ausgeruht und frischen Mutes geht es am n&amp;auml;chsten Morgen in Richtung Belarus weiter, bis zur Grenze sind es von Smolensk aus nur rund 70km. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Ungew&amp;ouml;hnliche Ortsnamen regen die Phantasie an, so z.B. folgen Kommissarovo, Zjuziki und Boduny aufeinander. Kommissarovo braucht man ja wohl nicht zu erkl&amp;auml;ren, daf&amp;uuml;r die beiden anderen. Zjuziki bedeutet soviel wie die Angetrunkenen oder unter Strom stehenden und der n&amp;auml;chste Ort, Boduny, signalisiert Katerstimmung oder Haarwurzelkatarrh. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Zwei sich gegen&amp;uuml;berliegende Tankstellen stehen als trutzige Ritterburgen verkleidet am Wege. Warum die eine davon dann aber &amp;ldquo;Laguna&amp;ldquo; hei&amp;szlig;t, ist nicht so recht erkl&amp;auml;rbar.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Die Grenze macht sich mit langen LKW-Schlangen bemerkbar. Vorrangig polnische, litauische, lettische, russische, wei&amp;szlig;russische, slowakische, tschechische, slowenische Trucks stehen geduldig wartend in der Reihe, ein paar Holl&amp;auml;nder verirrten sich noch nach Weissrussland, die anderen scheinen das Land weitr&amp;auml;umig zu umfahren. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;F&amp;uuml;r russische oder wei&amp;szlig;russische PKWs ist die Grenze keine H&amp;uuml;rde. Man kauft eine Kfz-Versicherung f&amp;uuml;r umgerechnet 15&amp;euro; und f&amp;auml;hrt ungehindert &amp;uuml;ber den magischen Strich. Und ist in einer anderen Welt. Glatte Stra&amp;szlig;en, leider auch keine Schnellstra&amp;szlig;en, gepflegte D&amp;ouml;rfer, h&amp;auml;ufig neue Dorfsiedlungen aus adretten Typenh&amp;auml;usern, lustige Rastpl&amp;auml;tze mit Holzfiguren und Spielger&amp;auml;ten f&amp;uuml;r Kinder. Je weiter man ins Land vordringt, fernab der E 30, um so weniger Autos sind unterwegs. Nach dem Moskauer Stauwahnsinn ist das wie eine Erholungskur.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Diesmal ist nicht Minsk, die Hauptstadt, das Ziel, sondern Mozyr, eine Kreisstadt am Pripjat, unweit der ukrainischen Grenze, 80km von Tschernobyl entfernt. Runde 400km sind also von der Grenze aus noch zur&amp;uuml;ckzulegen. Viele Wege f&amp;uuml;hren nach Mozyr, mir gef&amp;auml;llt die Route &amp;uuml;ber Orscha nach Bobruisk&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;an der Beresina am besten. In die kleinen alten H&amp;auml;user der Bobruisker Kaufleute bin ich regelrecht verliebt. Zum Gl&amp;uuml;ck hat man sie stehen lassen und sogar teilweise renoviert, anstatt sie durch Betonkl&amp;ouml;tze zu ersetzen. Die gibts nat&amp;uuml;rlich auch, aber sie erdr&amp;uuml;cken den Betrachter nicht durch Einheitsgrau, sondern sind bunt bemalt. Beim genauen Hinsehen entdeckt man dann nat&amp;uuml;rlich die Bauf&amp;auml;lligkeit der Plattenbauten und w&amp;uuml;nscht ihnen eine Sanierung.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Bis Mozyr sind es nun nur noch 130km, ein Katzensprung. Die W&amp;auml;lder erinnern mich sehr stark an die W&amp;auml;lder um Potsdam, Sandboden, Fichtern und Kiefern, vermischt mit Birken und Ahorn. Ich fuhr durch wahrhaft goldenen Herbstwald. Nur die massenhaft am Wegrand angebotenen Pilze ignorierte ich in Anbetracht der geografischen Lage.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich unterwegs Wahlplakate in gro&amp;szlig;er Zahl sehen w&amp;uuml;rde, standen doch die Parlamentswahlen am 28.9.&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;ins Haus. Nichts dergleichen, kaum Wahlwerbung, auch im Fernsehen wurden die bevorstehenden Wahlen kaum erw&amp;auml;hnt. Wie anders war es doch da 2006 zur Pr&amp;auml;sidentschaftswahl! &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Die Macht ist sich sicher, dass ihr nichts, aber auch gar nichts passieren kann. Am Wahltag habe ich abends einige Bekannte angerufen, um mich zu erkundigen, wie sie denn gew&amp;auml;hlt h&amp;auml;tten. Erstaunt nahm ich zur Kenntnis, dass keiner das Kreuzchen bei einem oppositionellen Kandidaten gemacht hat. Ist ja eigentlich auch ganz logisch, die Opposition hat keine Medienpr&amp;auml;senz, au&amp;szlig;erdem ist sie schwach und zerstritten. Der Chef hat ganze Arbeit geleistet. Deshalb konnte er auch mit den OSZE-Beobachtern flirten, denn er mu&amp;szlig;te nicht mal bei der Stimmausz&amp;auml;hlung stark manipulieren, alle glatt geb&amp;uuml;gelt und gleich geschaltet. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;2006 ereiferten sich meine Freunde in Minsk dar&amp;uuml;ber, dass man sie gen&amp;ouml;tigt hatte zu unterschreiben, dass sie Lukaschenko w&amp;auml;hlen werden. Sie trauten sich dann auch wirklich nicht, einen anderen Kandidaten zu w&amp;auml;hlen. Diesmal haben sie jedoch v&amp;ouml;llig freiwillig systemkonform gew&amp;auml;hlt. &amp;bdquo;Die anderen kennen wir ja nicht, sie taugen ja wohl auch nicht viel&amp;ldquo;, kriegte ich zu h&amp;ouml;ren. Es ist leider wahr, dass es im Moment keine Alternative, keine Kraft gibt, der wirklich Weissrussland am Herzen liegt&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;und nicht ein von Amerika oder Westeuropa gespeistes Bankkonto.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Lukaschenko wei&amp;szlig; um die geopolitische Bedeutung seines Landes und wuchert mit diesem Pfund, in Ost und West. Nach marzialischen Reden gen Westen lenkt er nun scheinbar ein und flirtet mit Europa und den USA, somit Russland zu verstehen gebend, dass er sich auch anders orientieren kann, falls pl&amp;ouml;tzlich &amp;Ouml;l und Gas f&amp;uuml;r Weissrussland teurer werden sollten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Nach der Einsch&amp;auml;tzung der Wahlbeobachter trat aber offensichtlich eine Art Ern&amp;uuml;chterung bei ihm ein, denn er schwenkte mal wieder in Richtung Russland um. Der geplante Unionsstaat Russland-Weissrussland ist ein Kind, was nur f&amp;uuml;r kurze Augenblicke aus einem Dauerkoma erwacht. Noch unter Jelzin wurde dieses durchaus&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;logische Projekt begonnen, tritt aber von Anfang an auf der Stelle. Nur als Lukaschenko kurz glaubte, dass bei gemeinsamen Wahlen er den Sieg &amp;uuml;ber den kranken Jelzin davon tragen und zum Pr&amp;auml;sidenten avancieren k&amp;ouml;nnte, gab es kurzzeitig Bewegung im Wald. Mit dem Machtantritt Putins l&amp;ouml;ste sich der Traum vom gro&amp;szlig;en Pr&amp;auml;sidentenamt in Luft auf, und nun d&amp;uuml;mpelt das Projekt &amp;bdquo;Unionsstaat&amp;ldquo; so vor sich hin.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Als es zum Jahresbeginn zwischen den beiden L&amp;auml;ndern stark kriselte, schrieb ich eine Fiktion auf, die ich ungek&amp;uuml;rzt und unver&amp;auml;ndert an den heutigen Text anf&amp;uuml;ge.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Lukaschenko f&amp;uuml;hlt sich so sicher, dass er es fertig bringt, seinen j&amp;uuml;ngsten Sohn, der ungef&amp;auml;hr 5 Jahre alt ist und den Vater &amp;uuml;berall hin begleitet, auch nach Peking zur Er&amp;ouml;ffnung der Sommerolympiade, als seinen Nachfolger der &amp;Ouml;ffentlichkeit, besonders gern der Presse, pr&amp;auml;sentiert. Das ist Zynismus in Reinkultur, denn er spricht somit den B&amp;uuml;rgern seines Landes eigene Ideen vollkommen ab. Und die nehmen das mit stoischer Ruhe hin, sind nicht einmal beleidigt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Die beiden &amp;auml;ltesten S&amp;ouml;hne hat er sehr gut im Staatsapparat untergebracht, aber sie haben keine Chance auf die Amtsnachfolge, sie sind zu alt (32 Jahre z&amp;auml;hlt der &amp;Auml;lteste). Freuen wir uns auf eine total neue Staatsform: feudaler Neokommunismus k&amp;ouml;nnte sie hei&amp;szlig;en. Beim genaueren Hinschauen merken wir allerdings, dass diese Idee so neu nicht ist, in einigen asiatischen Republiken, den so genannten &amp;bdquo;Ehemaligen&amp;ldquo;, wird das auch schon praktiziert.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Da die Wahl so unendlich langweilig verlief, konnte ich bei bestem Wetter durch das alte Mozyr, gegr&amp;uuml;ndet 1155, spazieren. Bedauerlich, dass man hier dem Bobruisker Beispiel nicht folgte, sondern viele alte Bauten, Kaufmannsh&amp;auml;user und alte Gesch&amp;auml;fte einfach abriss und einen gesichtslosen zentralen Platz mit einem riesigen Lenindenkmal in der Mitte daf&amp;uuml;r hinsetzte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Beeindruckend der Pripjat, von den H&amp;uuml;geln aus betrachtet. Nach der Katastrophe von Tschernobyl verwaiste der vorher von Schiffen stark befahrene Fluss regelrecht, der Schiffsverkehr, Fracht und Personen, in Richtung Kiew f&amp;uuml;hrt direkt am Kraftwerk vorbei und wurde somit eingestellt. Mit dem Tragfl&amp;auml;chenboot konnte man in kurzer Zeit bis Kiew fahren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlie&amp;szlig; ich Mozyr, die R&amp;uuml;ckreise brachte ich an einem St&amp;uuml;ck hinter mich, was eine ziemliche Tortur war. P&amp;uuml;nktlich zum Abendstau war ich wieder daheim.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Smolensk, Uspenski Kathedrale, davor die Hauptstrasse Bolshaja Sovetskaja&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://pics.livejournal.com/dr_wiedemann/pic/00013fye/&quot;&gt;&lt;img height=&quot;240&quot; width=&quot;320&quot; border=&quot;0&quot; src=&quot;http://pics.livejournal.com/dr_wiedemann/pic/00013fye/s320x240&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;Mozyr, Eingang zum Stadtpark&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;http://pics.livejournal.com/dr_wiedemann/pic/0000yzde/&quot;&gt;&lt;img height=&quot;240&quot; width=&quot;320&quot; border=&quot;0&quot; src=&quot;http://pics.livejournal.com/dr_wiedemann/pic/0000x01t/s320x240&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Markt in Mozyr&lt;br /&gt;&lt;img height=&quot;240&quot; width=&quot;320&quot; border=&quot;0&quot; src=&quot;http://pics.livejournal.com/dr_wiedemann/pic/0000yzde/s320x240&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;Mozyr, Blick auf den Pripjat&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://pics.livejournal.com/dr_wiedemann/pic/0000zwd5/&quot;&gt;&lt;img height=&quot;240&quot; width=&quot;320&quot; border=&quot;0&quot; src=&quot;http://pics.livejournal.com/dr_wiedemann/pic/0000zwd5/s320x240&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;br /&gt;Auf em Markt verkauft jeder das, was er anbaut &lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;http://pics.livejournal.com/dr_wiedemann/pic/00010e1r/&quot;&gt;&lt;img height=&quot;240&quot; width=&quot;320&quot; border=&quot;0&quot; src=&quot;http://pics.livejournal.com/dr_wiedemann/pic/00010e1r/s320x240&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;Mozyr, zentraler Platz mit Lenindenkmal&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;http://pics.livejournal.com/dr_wiedemann/pic/00011wc4/&quot;&gt;&lt;img height=&quot;240&quot; width=&quot;320&quot; border=&quot;0&quot; src=&quot;http://pics.livejournal.com/dr_wiedemann/pic/00011wc4/s320x240&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;Kirche in Mozyr&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://pics.livejournal.com/dr_wiedemann/pic/000120cs/&quot;&gt;&lt;img height=&quot;240&quot; width=&quot;320&quot; border=&quot;0&quot; src=&quot;http://pics.livejournal.com/dr_wiedemann/pic/000120cs/s320x240&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Belarus versus Rus&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Ein Spiel mit Realit&amp;auml;t und Fiktion&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Der p&amp;uuml;nktlich zum Jahreswechsel offen ausgebrochene Konflikt zwischen der Russischen F&amp;ouml;deration und Wei&amp;szlig;russland wirft viele Fragen auf, reizt zu Spekulationen.&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Zu offensichtlich und durchschaubar waren in den letzten Monaten die Bestrebungen Amerikas und gro&amp;szlig;er Teile der EU, Russland zu diskreditieren, als windigen und unzuverl&amp;auml;ssigen Gas- und &amp;Ouml;llieferanten hinzustellen, der noch dazu im Inland einen harten Kurs f&amp;auml;hrt und sich auf internationalem Parkett als R&amp;uuml;pel pr&amp;auml;sentiert. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Der Streit um die russischen &amp;Ouml;llieferungen durch das wei&amp;szlig;russische Gebiet und letztendlich der unverfrorene Diebstahl von russischem &amp;Ouml;l aus der Pipeline brachten das Fass der ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den beiden Staaten, die sich ja eigentlich schon ein gutes Jahrzehnt lang zu einem einheitlichen&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Staatengebilde zusammenschlie&amp;szlig;en wollen, endg&amp;uuml;ltig zum &amp;Uuml;berlaufen. Das Katz &amp;ndash; und &amp;ndash; Maus &amp;ndash; Spiel des zur Selbst&amp;uuml;bersch&amp;auml;tzung neigenden wei&amp;szlig;russischen Pr&amp;auml;sidenten Alexander Lukaschenko kostete den russischen Staatshaushalt&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Unsummen. Einerseits nahm Lukaschenko die Subsidierung durch Russland gro&amp;szlig;m&amp;uuml;tig an,&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;konnte somit sein politisches Antlitz wahren und sein vornehmlich bejahrtes Elektorat halten, andererseits verprellte er die russische Seite durch unvorhersehbare Ausf&amp;auml;lle und Ausfl&amp;uuml;chte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Drei Szenarien w&amp;auml;ren denkbar:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;1. Lukaschenko&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;ist schon lange vom Westen gekauft, steht auf der Gehaltsliste Amerikas so wie Juschtschenko und Saakaschwili, und muss nun handeln. Eine Variante, aktiv zu werden ist,&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Zoff mit den Russen heraufbeschw&amp;ouml;ren und sich dann in die andere Richtung fl&amp;uuml;chten, wo man ihn mit offenen Armen empf&amp;auml;ngt, um ihn dann abzuservieren. Ein anschauliches Beispiel f&amp;uuml;r solch politische Fehlein- und pers&amp;ouml;nliche Selbst&amp;uuml;bersch&amp;auml;tzung wurde vor kurzem gehenkt. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Dabei hatte Lukaschenko&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;bekannterweise die Jahre zuvor, als die Rede noch von einem gemeinsamen Staat war,&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Gelder und Unterst&amp;uuml;tzung aller Art von russischer Seite abgefasst. Er wei&amp;szlig; genau, wie wichtig sein Land als geopolitischer Joker ist. Erinnern wir uns an die Drohung in Richtung EU, dass sein Land die letzte Barriere f&amp;uuml;r den nach Westen dr&amp;auml;ngenden Mob sei und in Richtung Russland, dass er der Puffer zwischen den neuen NATO-Staaten und Russland sei. Und bittet somit alle zur Kasse. In diesem Konstrukt muss es aber auch noch Leute in der russischen Regierung geben, die vom Westen mitbezahlt werden, um die &amp;quot;Zoffinitiative&amp;quot; von Moskau aus am Kochen zu halten.&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;In einer&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Nacht- und Nebelaktion wird dann Belarus in die NATO aufgenommen und am n&amp;auml;chsten Tag stehen die Raketen vor Smolensk. Nicht besonders lustig, aber eine d&amp;uuml;stere Perspektive und erkl&amp;auml;rtes Ziel.&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Die Wei&amp;szlig;russen selbst fallen dann durch das gro&amp;szlig;maschige Subventionsnetz, denn um sie k&amp;uuml;mmert sich kein Mensch mehr. Das Land ist eh bloss als Territorium, als gro&amp;szlig;e Immobilie&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;interessant, denn die Landwirtschaft leidet unter den Folgen von Tschernobyl (die das Land bearbeiten leiden auch) und alle Gebrauchsg&amp;uuml;ter, die produziert werden, konsumiert das Land selbst und vielleicht noch einige ehemalige Sowjetrepubliken in beschr&amp;auml;nktem Ma&amp;szlig;e. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Lukaschenko genie&amp;szlig;t seine gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gigen Zuwendungen in edlen Gefilden.&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Oder auch nicht&amp;hellip;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;2. Die Russen suchen wirklich einen handfesten Grund, den Sack zuzumachen und Wei&amp;szlig;russland &amp;quot;heimzuholen ins Reich&amp;quot;, damit Ruhe herrscht an der Grenze und noch ein recht breiter Puffer zu Polen bleibt. Eigene Sicherheitsinteressen sozusagen. Sollte Lukaschenko nicht vom Westen gekauft worden&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;sein, wird durch seine Aktionen der Rochus auf ihn gr&amp;ouml;&amp;szlig;er, weil man in Europa die drohende Verknappung und somit horrende Verteuerung der Energietr&amp;auml;ger heraufziehen sp&amp;uuml;rt,&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;und die Wei&amp;szlig;russen k&amp;ouml;nnen sich dann nur noch an die breite russische Brust schmei&amp;szlig;en. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Der neue Aufenthaltsort Alexander Lukaschenkos wird dann wohl weniger komfortabel sein. Oder er bleibt im Amt und behauptet fortan das Gegenteil, schw&amp;ouml;rt also auf die wei&amp;szlig;russisch-russische Freundschaft&amp;hellip; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;3. Die Gas- und &amp;Ouml;lmonopolisten machen, was sie wollen und Putin ist nicht mehr Herr im Hause. Das w&amp;auml;re &amp;uuml;berhaupt die schlechteste Variante, denn wenn&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;wir uns noch dunkel an die Erkenntnis von Marx erinnern sollten, was Kapital ab bestimmten Profitraten zu tun in der Lage ist, dann wissen wir, dass uns nichts Gutes bevorsteht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-size: 8pt; color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;Januar 2008&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt;&quot; class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;color: olive; font-family: Arial;&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
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  <pubDate>Mon, 22 Sep 2008 10:25:44 GMT</pubDate>
  <title>Herbstzeit – schwere Zeit</title>
  <link>http://dr-wiedemann.livejournal.com/12778.html</link>
  <description>&lt;br /&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Wenn es Sp&amp;auml;tsommer und Herbst wird , mu&amp;szlig; man immer mit schlechten Nachrichten rechnen, es ist Katastrophenzeit.&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Im Jahre 1999 flogen in Moskau und in Volgodonsk Wohnh&amp;auml;user in die Luft, im August 2000 ging die &amp;bdquo;Kursk&amp;ldquo; in der Barentssee unter, der Moskauer Fernsehturm brannte und in der Metrostation &amp;bdquo;Puschkinskaja&amp;ldquo; fand ein blutiger Terrorakt statt. Am 11. September 2001 befanden sich die USA unter Terrorangiff, am gleichen Tag, nur 28 Jahre fr&amp;uuml;her, putschte Pinochet in Chile, im Oktober 2002 wurden die Besucher des Musicals &amp;bdquo;Nordost&amp;ldquo; zu Geiseln tschetschenischer Terroristen, am 1. September 2004 fand die grausame Geiselnahme von Schulkindern in Beslan statt, am 7. Oktober 2006 wurde die aufrechte Journalistin Anna Politkovskaja erschossen. Der 2. Weltkrieg begann am 1. September 1939. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Und im laufenden Jahr &amp;uuml;berfiel Grusinien S&amp;uuml;dossetien, in der Nacht vom 7. zum 8. August. Diese H&amp;auml;ufung von dramatischen Ereignissen, die viele Menschenleben kosteten, machen Angst. Geht denn in der f&amp;uuml;r mich sch&amp;ouml;nsten Zeit des Jahres politisch alles schief? Alles, was sich &amp;uuml;ber Monate zusammen braut, kommt pl&amp;ouml;tzlich hoch. Flugzeugungl&amp;uuml;cke und Br&amp;auml;nde kommen auch noch hinzu.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Der 17. August 1998 d&amp;uuml;rfte wohl auch allen Russen und all denen, die derzeit Gesch&amp;auml;fte mit Russland machten, in b&amp;ouml;ser Erinnerung bleiben. War der Dollar am Morgen noch 6&amp;nbsp;Rubel wert, so kostete er abends bereits &amp;uuml;ber 20. Und wieder hatten die Menschen ihr Geld verloren oder es war nichts mehr wert. Hatten sie doch gerade erst, Anfang der 90er, so gut wie alles verloren, als der sowjetische Rubel seinen Wert verlor. Meine Bekannten hatten 6000 Rubel angespart, um sich ein neues Auto zu kaufen (das waren damals rund 18&amp;nbsp;000 Mark), so hatten sie nach der Zwangsumrubelung genau 6000 neue Rubel auf dem Konto, daf&amp;uuml;r konnte man sich eine Dauerwurst kaufen. Einen Ausgleich gab es nicht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Die jetzige globale Finanzkrise macht die Leute sehr unruhig, einige holen ihre Ersparnisse vom Konto, was die Situation noch versch&amp;auml;rft, wenn das Massencharakter annimmt. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Von Finanzkrisen und Finanzbetr&amp;uuml;gereien Gebeutelte heben ihr m&amp;uuml;hsam Erspartes zu Hause auf. Das wissen aber auch die Einbrecher.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Die Finanzkrise wurde ausnahmslos zum Anla&amp;szlig; genommen, die Preise zu erh&amp;ouml;hen, ob das nun Lebensmittel, Bekleidung oder Dienstleistungen betrifft. Nur die Geh&amp;auml;lter machen in diesem irrsinnigen Wettlauf nicht mit.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Zur prek&amp;auml;ren Finanzsituation kommt noch die Verkehrskatastrophe in Moskau hinzu. &amp;Uuml;berall Megastaus, die Fahrer reagieren hyperaggressiv. Ist ja auch verst&amp;auml;ndlich, wenn sie viele Stunden wertvoller Lebenszeit in aussichtslosen Staus verbringen m&amp;uuml;ssen. Der &amp;ouml;ffentliche Nahverkehr kommt nicht hinterher, die vielgepriesene Moskauer Metro ist hoffnungslos &amp;uuml;berlastet, Menschentrauben am Eingang und lange Schlangen an den Rolltreppen, die der Reihe nach general&amp;uuml;berholt werden m&amp;uuml;ssen oder einfach ihren Geist aufgeben. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Die umweltfreundlichen Trolleybusse bewegen sich m&amp;uuml;hsam vorw&amp;auml;rts, Busspuren gibt es hier nicht, h&amp;auml;tte wohl auch keinen Sinn. Fahrer, die die Gegenfahrbahn und B&amp;uuml;rgersteige benutzen, machen auch davor sicher nicht halt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Die geplanten neuen Stra&amp;szlig;en und neuen Metrostationen, die jetzt fieberhaft in Angriff genommen werden, kommen erstens 15 Jahre zu sp&amp;auml;t und zweitens verursachen sie weitere Staus und Behinderungen. &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Selbst wenn in Moskau Stra&amp;szlig;en verbreitert , Tunnel und Br&amp;uuml;cken zur Entlastung gebaut werden, trifft der Fahrzeugstrom an der Stadtgrenze auf viel schmalere Stra&amp;szlig;en, f&amp;auml;hrt also in einen Flaschenhals hinein und steht wie eine Eiche. Die Koordination zwischen der Stadt Moskau und dem Moskauer Gebiet kommt nur schwer in Gang. Auch die boomenden Baufirmen, die jedes Fleckchen mit Wohn-und B&amp;uuml;roh&amp;auml;usern bepflastern, scheren sich einen feuchten Kehrricht um infrastrukturelle Probleme. Soll doch jeder, der eine s&amp;uuml;ndhaft teure neue Wohnung erworben hat sehen, wie er von dort wegkommt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Heute, am 22. September, sollte quasi ein Auto freier Tag sein. In Moskau findet heute abend ein Fahrradcorso aus diesem Anla&amp;szlig; statt. Als ich den morgendlichen Stau sah, mu&amp;szlig;te ich laut lachen, denn ich hatte eigentlich auch vorgehabt, mit dem Auto zu fahren. In der Hoffnung, da&amp;szlig; heute weniger Autos unterwegs sind. So haben offensichtlich viele gedacht. Und zum Fahrradcorso werden alle mit ihren Autos fahren, das Velo auf dem Dach. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
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  <pubDate>Wed, 10 Sep 2008 10:37:24 GMT</pubDate>
  <title>Jetzt wird gerudert</title>
  <link>http://dr-wiedemann.livejournal.com/12432.html</link>
  <description>&lt;br /&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;oder Trockenschwimmen ge&amp;uuml;bt. Somit bleiben alle immer sch&amp;ouml;n sportlich, Pferderennen, Schach und Boxen hatten wir schon, jetzt gehen wir ins Wasser.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Es gibt zwar noch immer Politiker und Journalisten, die felsenfest behaupten, Russland sei der Aggressor und habe das arme kleine, schutzlose und unbewaffnete Grusinien heimt&amp;uuml;ckisch &amp;uuml;berfallen, es werden aber auch zunehmend andere T&amp;ouml;ne laut, sogar aus amerikanischen Regierungskreisen, dass die grusinische Armee S&amp;uuml;dossetien angegriffen und somit den Krieg begonnen hat. Mit massiver &amp;uuml;berseeischer und anderer nachbarschaftlicher Hilfe, wie aus der Untersuchung der Troph&amp;auml;en hervorgeht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Nun muss sich der Westen in die Riemen legen und zur&amp;uuml;ckrudern, denn es steht viel auf dem Spiel. Die Suppe, die ma&amp;szlig;geblich mit amerikanischen Gew&amp;uuml;rzen einger&amp;uuml;hrt wurde, l&amp;ouml;ffelt, wie solls denn auch anders sein, Europa aus. Sarkozy muss seine Carla in letzter Zeit oft allein zu Haus lassen, denn er pendelt notgedrungen zwischen Br&amp;uuml;ssel, Moskau und Tbilissi hin und her, um den Frieden im Kaukasus haltbar und f&amp;uuml;r beide Seiten annehmbar zu gestalten. Frankreich steht zur Zeit der EU vor und hat damit den schwarzen Peter in der Tasche. Einerseits soll Russland vor allem auf Dr&amp;auml;ngen der baltischen Staaten und Polen ein Denkzettel verpasst werden, andererseits sieht Sarkozy sehr genau, wes Geistes Kind der grusinische Zampano wirklich ist. Er entzog sich Saakaschwili sehr geschickt, als es ums Starfoto nach dem Briefing ging, um nicht in dessen Umarmung auf einem Bild zu erscheinen. Au&amp;szlig;erdem nervt es nat&amp;uuml;rlich, wenn der unbelehrbare Grusinier auch nach den Verhandlungen, wo das europ&amp;auml;ische Beobachterkontingent f&amp;uuml;r die Krisenregion und der russische Truppenabzug besprochen wurden, immer wieder behauptete, die Russen haben angefangen, wie sie es immer getan hatten, im 19., 20. und 21. Jahrhundert. Die Gesichter der anwesenden hochrangigen Europapolitiker und des franz&amp;ouml;sischen Au&amp;szlig;enministers sprachen B&amp;auml;nde. Soviel Borniertheit hatten sie offensichtlich nicht erwartet.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Nun meldet sich auch die grusinische Oppostion wieder zu Wort, die w&amp;auml;hrend des Konfliktes sozusagen Waffenruhe mit Saakaschwili geschlossen hatte. Man bedeutet ihm mehr oder weniger offen, seinen Hut zu nehmen und ist gewillt, den Pr&amp;auml;sidenten neu w&amp;auml;hlen zu lassen. Die Oppositionspolitiker betonen ihren Willen, sowohl mit Amerika als auch mit Russland gute Beziehungen anzustreben. Die diplomatische Anerkennung S&amp;uuml;dossetiens und Abchasiens durch Russland gef&amp;auml;llt da nat&amp;uuml;rlich nicht, aber die Opposition wei&amp;szlig;, dass das Ringen um diese beiden Republiken durch die heimt&amp;uuml;ckische Aktion Saakaschwilis f&amp;uuml;r Grusinien mit einer Niederlage endete. Mit einer Niederlage an der Haust&amp;uuml;r, ein Gl&amp;uuml;cksfall f&amp;uuml;r Tbilissi, denn eigentlich ist es &amp;uuml;blich, dass der Aggressor im eigenen Haus zur Strecke gebracht wird. Die Russen werden abziehen und Grusinien kann dann wieder ganz allein mit den vielen neuen amrikanischen, israelischen und ukrainischen Waffen spielen und sich leckere Men&amp;uuml;s in Edelstahlfeldk&amp;uuml;chen der Firma &amp;bdquo;K&amp;auml;rcher&amp;ldquo; in frischer Bergluft &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;zubereiten. Nagelneue Hummer-Gel&amp;auml;ndewagen, gepanzert und mit allen Schikanen der Technik ausger&amp;uuml;stet, d&amp;uuml;rften ein gefragtes Transportmittel werden, um rechtzeitig zum Dinner da zu sein. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Im Windschatten des S&amp;uuml;dossetien-Konfliktes wollte sich der Busenfreund Saakaschwilis, der proamerikanische orangene Demokrat Juschenko profilieren und begann die Stationierung der russischen Schwarzmeeflotte in Sevastopol in Frage zu stellen und die Bewegungen der Flotte von seiner Zustimmung abh&amp;auml;ngig zu machen. Einige Schiffe waren ausgelaufen, um an der abchasischen K&amp;uuml;ste Pr&amp;auml;senz zu zeigen und jeden Versuch, auch in Abchasien milit&amp;auml;risch t&amp;auml;tig zu werden, im Keime zu ersticken. Das passte vor allem den Amerikanern nicht und so mu&amp;szlig;te Klein-Viktor handeln. Auch in Europa war an den Reaktionen der Stiefel Amerikas zu sp&amp;auml;ren. War Merkel anfangs gegen eine EU- und NATO-Mitgliedschaft Grusiniens und der Ukraine, so beeilte sie sich dann zu betonen, dass es unbedingt notwendig sei, beide Staaten schnell in die B&amp;uuml;ndnisse zu integrieren. Bravo! Kommen noch mehr Z&amp;ouml;glinge Amerikas in die EU, kann diese sich gleich selbst aufl&amp;ouml;sen und sich unter das Sternenbanner begeben. Spart einen Haufen Geld!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Inzwischen ist aber sehr viel Wasser im Schwarzen Meer von amerikanischen Kriegsschiffen, die selbstverst&amp;auml;ndlich ausschlie&amp;szlig;lich humanit&amp;auml;re Hilfe nach Grusinien bringen, bewegt worden und es weht eine etwas andere Brise. Die Ukraine hatte sich aufgemacht, am 9. September in Paris von der EU zu h&amp;ouml;ren, dass ihrer baldigen Aufnahme in die Gemeinschaft nichts mehr im Wege steht, dass es ein Abkommen &amp;uuml;ber visafreien Verkehr (sch&amp;ouml;nes Wort, nicht? ) geben wird. Nichts dergleichen ist passiert. Mit unverf&amp;auml;nglichen Aussagen einfach abgespeist! Reicht doch, dass die Ukraine im Schnellverfahren in die WTO aufgenommen wurde. An diesem Ei haben sie noch lange zu knabbern, denn nun ist Russland gezwungen, die umfangreichen Handelsbeziehungen mit der Ukraine neun zu ordnen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Russland und die Ukraine zu entzweien ist das eigentliche Ziel der USA. Grusinien, bleiben wir beim Sport, war nur die Aufw&amp;auml;rm&amp;uuml;bung. Dazu reichen aber, hoffen wir das mal, die Muskeln noch nicht aus, denn die Bev&amp;ouml;lkerung, vor allem die der Ostukraine, &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;wird hier auch noch ein Wort mitreden. Ohne Referendum geht es nicht ab.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Juschenko hat minimale Unterst&amp;uuml;tzung bei seiner Anbiederungsversuchen an Amerika, h&amp;ouml;chstens in der armen Westukraine, die au&amp;szlig;er Bendera-Verehrung nicht viel zu bieten hat. Ich sch&amp;auml;tze mal, auch er wird in K&amp;uuml;rze seinen Hut nehmen d&amp;uuml;rfen. Seit er gew&amp;auml;hlt wurde, ist nichts au&amp;szlig;er Skandalen in der Obersten Rada und erbitterten K&amp;auml;mpfen mit Julia Timoschenko, die ihn im intriganten Machtspiel um L&amp;auml;ngen schl&amp;auml;gt, passiert. L&amp;ouml;st er nach nur einem Jahr das Parlament wieder auf, weil nichts mehr geht, versinkt er endg&amp;uuml;ltig in die Bedeutungslosigkeit.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Im Gerangel um die Durchsetzung geopolitischer Interessen haben wir noch einiges zu erwarten, Amerika ist gewillt, diese auf dem Schachbrett Eurasien auszutragen, genau vor der Haust&amp;uuml;r Russlands. Sollte der S&amp;uuml;dossetien-Abchasien-Konflikt nur gerade jetzt angezettelt worden sein, um in der hei&amp;szlig;en Phase des amerikanischen Wahlkampfes Vorlagen f&amp;uuml;r massiven Antirussismus zu liefern und besonders einem Kandidaten bei der au&amp;szlig;enpolitischen Profilierung behilflich zu sein? Teures Vergn&amp;uuml;gen!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
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  <pubDate>Tue, 02 Sep 2008 11:37:37 GMT</pubDate>
  <title>Schachbrettschattenboxen</title>
  <link>http://dr-wiedemann.livejournal.com/12092.html</link>
  <description>&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Das wird die Sportart der aller n&amp;auml;chsten Zukunft. Wir befinden uns schon mitten im Trainings- und Wettkampfprozess. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Nachdem es in den 90er Jahren recht ruhig in der Welt zuging, weil im gro&amp;szlig;en Schachspiel Russland eine schwache Rolle spielte, beschr&amp;auml;nkt man sich&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;jetzt nicht mehr nur auf das Ziehen der Figuren, sondern macht eindeutige Sparringsbewegungen, will hei&amp;szlig;en, der selbst ernannte Gro&amp;szlig;meister vom Ende des vergangenen Jahrhunderts wird unruhig. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Seit dem Ende der Sowjet&amp;auml;ra, die mit Beginn der Perestroika eingeleitet wurde, hatten die Amerikaner ein relativ leichtes Spiel mit Russland. Das Auseinanderbrechen der Sowjetunion wurde ihnen als Geschenk der Geschichte und als Ergebnis ausdauernder Geheimdienstt&amp;auml;tigkeit pr&amp;auml;sentiert. W&amp;auml;hrend Russland ums &amp;Uuml;berleben k&amp;auml;mpfte, die Wirtschaft in die Bedeutungslosigkeit versank und die Verteidigungskraft des Landes schwer angeschlagen war, wurde im sogenannten postsowjetischen Raum eifrig ger&amp;ouml;delt, um Einflu&amp;szlig;sph&amp;auml;ren zu sichern. Mit dem Wiedererstarken Russlands waren die kommenden Konflikte im eurasischen Raum, dem gro&amp;szlig;en Schachbrett dieser Welt, vorprogarmmiert. Amerika, dem Selbstverst&amp;auml;ndnis nach die einzig wahre Gro&amp;szlig;macht, meldet gewichtige geopolitische Interessen in einem Raum an, wo vorher Russland die Gebietshoheit beanspruchte, was mit westlichen Augen gesehen sowieso vermessen ist, weil Russland ja gar nichts zu beanspruchen hat.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Mit wachsender Amerikakritik der alten Welt, will sagen der westeurop&amp;auml;ischen Staaten, waren neue willf&amp;auml;hrige Vollstreckerstaaten gefragt. Die baltischen Republiken, die zum Teil von aus den USA heimgekehrten Emigranten gef&amp;uuml;hrt wurden, standen als erste &amp;bdquo;Ehemalige&amp;ldquo; unter dem Sternenbanner. Die aus den 30er Jahren herr&amp;uuml;hrende antisowjetische Haltung ausnutzend (ein Ergebnis von Stalins verfehlter Nationalit&amp;auml;tenpolitik), standen ihnen alle T&amp;uuml;ren offen und so verst&amp;auml;rkten sie gemeinsam mit Polen den proamerikanischen Fl&amp;uuml;gel in der sich zielstrebig erweiternden EU und NATO.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Als &amp;auml;u&amp;szlig;erst willf&amp;auml;hrig in Bezug auf die Vertretung amerikanischer Interessen und die Kritik an Russland erwiesen sich die Ukraine und Grusinien, die sofort unisono zu jungen Demokratien hochgejubelt wurden. Ist es rein zuf&amp;auml;llig, da&amp;szlig; der ukrainische Pr&amp;auml;sident eine amerikanische Frau &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;und Saakaschwili in den USA studiert hat? Auf jeden Fall werden diese beiden Herren nicht m&amp;uuml;de, den Willen zum NATO- und Beitritt zu artikulieren, ohne ein Referendum zu dieser Frage durchgef&amp;uuml;hrt zu haben. In der Ukraine finden Man&amp;ouml;ver unter amerikanischer Beteiligung statt, die Bev&amp;ouml;lkerung reagiert eindeutig negativ. Grusinien verdrei&amp;szlig;igfacht seinen Milit&amp;auml;rhaushalt, holt amerikanische Milit&amp;auml;rberater in gro&amp;szlig;er Zahl ins Land und bezichtigt Russland aller Tods&amp;uuml;nden dieser Welt. Parallel werden in beiden eifrigen L&amp;auml;ndern russischsprachige Fernsehkan&amp;auml;le abgeschaltet, in Grusinien sogar das russische Internet, volle Meinungsvielfalt! &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Sogar Eduard Schwardnadze, Au&amp;szlig;enminister unter Gorbatschow, l&amp;auml;&amp;szlig;t sich in einem Interview zu der &amp;Auml;u&amp;szlig;erung herab, Grusinien sei eine sowjetische Kolonie gewesen. Dabei m&amp;uuml;&amp;szlig;te er es besser wissen, sa&amp;szlig; er doch als eine Ausnahme im Zentralkomitee der KPdSU. Dort konnte man, heute mu&amp;szlig; man sagen, leider, die Vertreter der einzelnen Republiken mit der Lupe suchen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Den Durchschittsrussen ging es im Wesentlichen wirtschaftlich schlechter als den Bewohnern der Republiken, mu&amp;szlig;ten diese doch bei der Stange gehalten werden, genaus so wie die KPs in den westlichen L&amp;auml;ndern, die es sich auf Kosten der SU und der anderen Ostblockstaaten wohlergehen lie&amp;szlig;en. Die SEWler, bezahlt von der SED, kamen auch liebend gerne nach Ostberlin, um sich verw&amp;ouml;hnen zu lassen. Afrikanische Staaten nicht zu vergessen, wo Solidarit&amp;auml;t bewiesen werden mu&amp;szlig;te. Die Russen scherzten dar&amp;uuml;ber finster: wir haben in unserem Schrank vier Anz&amp;uuml;ge zu h&amp;auml;ngen, einer ist f&amp;uuml;r die Sowjetrepubliken, einer f&amp;uuml;r die KPs im Westen, einer f&amp;uuml;r Afrika. Der vierte bleibt f&amp;uuml;r uns selbst.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Entweder um Tatsachen zu schaffen oder um Russlands Reaktion zu testen, brach Saakaschwili in der Nacht vom 7. zum 8. August einen Krieg vom Zaun, gegen Bewohner seines Landes und gegen russische Blauhelme, unterst&amp;uuml;tzt von einem kostspieligen und gut ausgekl&amp;uuml;gelten Propagandafeldzug (s. Link am Ende des Artikels). S&amp;uuml;dossetien geh&amp;ouml;rte da noch zu Grusinien. Die Abchasen w&amp;auml;ren die N&amp;auml;chsten gewesen, die in den Genu&amp;szlig; derart starker famili&amp;auml;rer Zuneigung gekommen w&amp;auml;ren. Sie wehrten sich rechtzeitig. Russland reagierte wider Erwarten der Grusinier konkret und effizient und warf die Angreifer aus dem Land, gleichzeitig milit&amp;auml;risch wichtige Schaltstellen in Grusinien eliminierend, was zu einer beispiellosen Hetz- und Verleugnungskampagne f&amp;uuml;hrte. &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Die milt&amp;auml;rische Operation hatte Russland gewonnen, die propagandistische Schlacht verloren. Da n&amp;uuml;tzen auch alle Interviews, die Putin und Medwedjew nun der ausl&amp;auml;ndischen Presse gew&amp;auml;hren, Briefings und Erkl&amp;auml;rungen im Nachhinein wenig.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Den Vorteil ausnutzend, wird munter weiter Schach gespielt, nun ist die Ukraine gefragt, sich mit Russland zu &amp;uuml;berwerfen, die Schwarzmeeflotte zu paralysieren, Schutz vor dem russischen Aggressor suchend in die NATO zu fl&amp;uuml;chten. Gleichzeitig flammen in Inguschetien Zwistigkeiten wieder auf und es wird laut &amp;uuml;ber eine Abspaltung von Russland nachgedacht, die nat&amp;uuml;rlich sofort die volle Zustimmung des Westens finden wird. S&amp;uuml;dosseten und Abchasen dagegen wird das Recht auf Unabh&amp;auml;ngigkeit voll abgesprochen. Ist doch Unsinn, von einem derart demokratsichen Staat wegzuwollen!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Das alles ist nat&amp;uuml;rlich ein ordentlich scharfes Gew&amp;uuml;rz in der hei&amp;szlig;en Phase des amerikanischen Wahlkampfes. Es existiert die Meinung, da&amp;szlig; der Grusinienkonflikt &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;McCain Pluspunkte verschaffe. Er nutzt sowohl dem Hardliner McCain als auch dem Newcomer Obama, dessen au&amp;szlig;enpolitischer Sicherheitsberater Zbignew Brzezinski, ein guter alter Bekannter und gnadenloser Machtstratege, ist.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Machen wir uns auf harte Zeiten und st&amp;uuml;rmische Bewegungen auf dem Schachbrett gefa&amp;szlig;t. Aber mit Boxhandschuhen lassen sich die Figuren schwer korrekt ziehen, da kann schon mal eine umfallen. Ist genau so schwer wie mit Boxhandschuhen popeln.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Lesen Sie dazu auch:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;margin: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;font-family: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/politik/214/308162/text/&quot;&gt;http://www.sueddeutsche.de/politik/214/308162/text/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
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  <pubDate>Thu, 28 Aug 2008 16:31:04 GMT</pubDate>
  <title>Filzstiefel und wärmende Leibchen wieder gefragt?</title>
  <link>http://dr-wiedemann.livejournal.com/11880.html</link>
  <description>&amp;nbsp;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Loriot baute seine Sketche auf der Unfähigkeit der Menschen, einander wirklich zuzuhören. Sie redeten pausenlos aneinander vorbei, wodurch skurrile und sehr witzige Situationen entstanden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Nach genau diesem Muster reden jetzt &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Europa und Amerika mit Russland über Grusinien, Südossetien und Abchasien. Lustig geht es da in keiner Weise zu, leider. &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;ljcut&quot; text=&quot;bitte weiter lesen&quot;&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Russland hat die Unabhängigkeit der beiden Teilrepubliken anerkannt und sieht sich einer Welle von Hass und Drohungen, Lügen und Halbwahrheiten gegenüber. Die westliche Welt und vor allem die neuen EU- und NATO-Mitglieder tun sich da besonders hervor.&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Man droht Russland massiv mit Sanktionen wie Ausschluss aus der G8 und massiven Boykott der olympischen Spiele &lt;st1:metricconverter productid=&quot;2014 in&quot; w:st=&quot;on&quot;&gt;2014 in&lt;/st1:metricconverter&gt; Sotchi oder Visaverschärfungen. Sollte die Zeit des Aufbruchs, des relativ friedlichen Miteinanders schon wieder vorbei sein und den unwirtlichen Temperaturen eines neuen kalten Krieges Platz machen? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Keiner der Eiferer will wahrhaben, was in Südossetien wirklich passierte. Das unangekündigte Eindringen der grusinischen Armee nach Südossetien, formal Teil Grusiniens, der grausame Beschuss&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;der Häuser friedlich schlafender Bürger, ihre Ermordung, die Angriffe auf russische Blauhelme, die mit UNO-Mandat in Südossetien dienten – all das wird weitestgehend verschwiegen, nur die Reaktion der russischen Seite wird als unangemessen dargestellt. Russland ist der Aggressor und muß international geächtet werden. Dabei tun sich deutsche Medien besonders hervor.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Über das Sinfoniekonzert, das das Orchester des Petersburger Marijnski Theaters unter der Leitung des gebürtigen Osseten und weltbekannten Dirigenten Gergijev in Zhinvali für die Opfer der grusinischen Aggression gab, war im deutschen Blätterwald kein Wort zu hören. Ergriffen lauschten die zurück gekehrten Bewohner Zhinvalis der klassischen Musik bei Kerzenschein.&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Es erklang u.a. auch ein Fragment der 7. Sinfonie Schostakovitchs, der sogenannten Leningrader Sinfonie, die&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;in der Blockadestadt uraufgeführt wurde und den völlig erschöpften Bewohnern Mut und Zuversicht spendete. Die Auswahl wurde sicherlich nicht zufällig getroffen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Die Gesichter der Zuhörer sprachen Bände. Das Erlebte spieglte sich in den Augen und Gesichtern wieder.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Das südossetische Volk hat gewiß kein leichtes Schicksal. Bereits 1920 ermordeten Grusinier über 18&amp;nbsp;000 Einwohner Zhinvalis. Ein paar der Schlächtergenerale gingen danach nach Polen und dienten später in der Armee Pilsudskis. Blutsbrüder eben. Vielleicht ist Kaszynski deshalb so eifrig nach Tiflis geeilt, um seinem Amtskollegen Saakaschwili moralischen Beistand zu leisten?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;1992 verkündete der damalige Präsident Swiad Gamsahurdia, Südosseten seien wie Küchenschaben, Kroppzeug, das man ausrotten müsse. Gesagt, getan und ran an die Bouletten, pardon, an die Osseten. Viele unschuldige Menschen mußten ihr Leben lassen.&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Wo war der Aufschrei des „freiheitlich-demokratischen Westens“? &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Der war gerade beschäftigt, sich am darnieder liegenden Russland zu ergötzen und humanistische Hilfsgüter zu schicken. Das waren noch Zeiten, nicht wahr?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Saakaschwili handelt voll in der Tradition seiner Vorgänger und will die Südosseten unter seinen Stiefel&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;oder sie um die Ecke bringen. Den Beweis dafür hat er schon angetreten. Für diese Tat wird er vom Westen geadelt und sogar in eine deutsche Talk-Show bei Frau Illner eingeladen. Leider habe ich kein Satellitenfernsehen, um das Spektakel zu verfolgen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Medwedjew und Putin geben großen westlichen Agenturen und Zeitschriften Interviews, der stellvertretende Generalstabschef Nogovizyn hält täglich ein Briefing bei RIA Novosti ab. Wird das alles vom Westen zur Kenntnis genommen oder gilt inzwischen nur &lt;b style=&quot;mso-bidi-font-weight: normal&quot;&gt;eine &lt;/b&gt;Meinung – die amerikanische?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Dann haben warme Sachen bald wieder ganzjährig Konjunktur!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;</description>
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  <pubDate>Wed, 13 Aug 2008 10:30:12 GMT</pubDate>
  <title>Auf das falsche Pferd gesetzt</title>
  <link>http://dr-wiedemann.livejournal.com/11728.html</link>
  <description>&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Was den Amerikanern in Polen, Tschechien und den Baltikumsstaaten gelungen ist, schlug in Georgien gründlich fehl.&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;In Osteuropa konnten die USA die illegitime NATO-Osterweiterung rasch und problemlos durchsetzen und&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;hofften demzufolge auf eine ähnliche schnelle und relativ Hindernis freie Einverleibung Georgiens, um später Zugriff auf die Russland umgehende Erdölleitung aus Azerbaidschan zu haben, ständig&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;in Russlands Vorgärtchen rumzstänkern zu können und die Vorbereitung der Olympiade in Sotchi zu torpedieren und letztendlich unmöglich zu machen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;ljcut&quot; text=&quot;bitte weiterlesen&quot;&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Dabei hatten sie die Rechnung ohne den Wirt und ohne Russland, das in diesem Teil der Welt gewichtige eigene geopolitische Interessen anmeldet, gemacht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Mit vielen Millionen Dollars und einem Heer von Militärberatern sollte der in den Sessel gehievte Präsident Saakaschwili Georgien unter die Haube der NATO führen, wenn möglich noch mit dem Segen des georgischen Volkes. Die Aufmerksamkeit und der reichlich fließende Mammon gefielen dem selbstverliebten und psychisch instabilen Statthalter ausnehmend gut. Da gab es aber noch ein klitzekleines Problem am Rande. Man ließ ihn wissen, daß bis zum ersehnten NATO-Beitritt die abtrünnigen Autonomien Südossetien und Abchasien wieder vollständig zu Georgien zu gehören haben. Besonders ohne Abchasien, welches Zugang zum Schwarzen Meer hat, lohnt sich ja der Aufwand nicht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;In einer Nacht-und Nebelaktion machten sich die Georgier auf, um im Handstreich erst einmal Südossetien, den leichteren Brocken, zu nehmen und klare Fakten zu schaffen. Als Zeitpunkt wählten sie den Beginn der Sommerolympiade, um relativ unbeobachtet von der Weltöffentlichkeit handeln zu können. Als der Feldzug durch russisches Eingreifen zum Stocken kam (Blitzkriege haben das so an sich), wurde eine riesige Propagandamaschine in Gang gesetzt, die den Russen den schwarzen Peter zuschob und Georgien reinwaschen sollte und als totales Opfer darstellte. Bravo, in vielen Fällen hat es geklappt! Gemeinschaftlich droschen westliche Medien auf Russland ein und berichteten ausschließlich vom Bombardement der Stadt Gori und militärisch wichtiger Objekte. Die Berichterstattung setzte ja auch erst so richtig ein, als Teile der russischen Armee den Blauhelmen und den Südosseten zu Hilfe eilte. Den Auslöser dieser Reaktion verschwieg man delikat. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Im Zuge dieser gesamten Aktion zeigte Saakaschwili sein wahres Gesicht, log, daß sich die Balken biegen, hatte den Tod unschuldiger Südosseten ins Kalkül gezogen und erwies sich letztendlich auch noch als Feigling. Mit einem solchen Vasallen wird es wohl schwer, das angepeilte Ziel zu erreichen. Aber eines muß man ihm lassen, er hat einen 1A-Propagandafeldzug hingelegt. Vor westlichen Kameras posierte er vor der Landes- und der Europafahne und bezichtigte Russland der Aggression und der Vernichtung Grusiniens schlechthin. Dabei bediente er sich seines brillianten Englisch, damit die Ausländer nicht erst alles übersetzen müssen, somit hatte er die absoluten Quoten. Bei CNN und BBC flimmerte er andauernd über die Mattscheibe. Seine Hilferufe an Amerika und die EU wurden mit verbalen Beistandsbekundungen beantwortet, den soweit wollte man sich nun doch nicht aus dem Fenster lehnen und auch noch Truppen dahin schicken.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Inzwischen herrscht Waffenruhe, Saakaschwili unterzeichnete einen Friedensplan, den der französische Präsident nach Konsultationen in Moskau nach Tbilissi brachte. Anders ginge es auch nicht, denn die russische Regierung spricht im Moment nicht mit Saakaschwili. Wozu auch, ein unterzeichnetes Papierchen oder eine mündliche Vereinbarung hält er doch sowieso nicht ein, sondern macht, was er will.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Um seinem gebeutelten Volke, welches er zur großen Kundgebung zusammenrief, trotzdem treue Gefährten zeigen zu können, kamen ihm einige der neuen NATO-Mitglieder zu Hilfe. Es war ja wirklich ein rührendes Bild, als in der ersten Reihe auf dem Podium Saakaschwili in der Mitte von Juschtschenko und Kacyznski umärmelt wurde. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Egal, wie lustig oder paradox wir diese Szenerie finden, es ist wieder ein gut ausgeklügelter PR-Gag. Außerdem wird auch gleich sichtbar, wie sehr diese neuen „Natovzy“ pro-amerikanisch eingesungen sind und an Russland keinen guten Faden lassen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;In Südossetien gibt es keine grusinischen Truppen mehr, die Abchasen haben auch gleich klar Schiff gemacht und die Grusinier aus dem Kodory-Tal vertrieben – aus militärischer Sicht ging diese Runde klar an Russland. Aber den Propagandafeldzug hat es eindeutig verloren, weil es sich nicht von alten sowjetischen Hüten trennen will und anstatt kluger Berichterstattung Holzhammeragitation betreibt. Außenminister Lavrov und der russische UNO-Botschafter Tchurkin bilden hier die große Ausnahme, offensiv, fundiert und unerschrocken legten sie den russischen Standpunkt der Weltöffentlichkeit dar.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Wohl wissend, daß mit Saakaschwili kein Blumentopf mehr zu gewinnen sein wird, müssen die USA nun eine weichgespülte Demontage seiner Person ins Auge fassen, um den Einflußbereich nicht zu vergeigen. Stimmen werden laut, die seinen psychischen Zustand als labil und fragwürdig&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;bezeichnen. Das ist nicht zu übersehen. Ist doch ein guter Ansatz, oder? Entweder er tritt aus gesundheitlichen Gründen selbst zurück oder begeht im unzurechnungsfähigen Zustand eine kleine Dummheit. Dann ist alles geklärt. Man könnte dann als Krönung das noch den russischen Geheimdiensten in die Schuhe schieben und schon rollt der Medienmoloch wieder. Und ein neuer Gaul wird angeschirrt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Zum Thema Saakaschwili s.a. in diesem Blog „Heißer Herbst in Tiflis“ und „Das Überraschungsei Saakaschwilis“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
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  <pubDate>Sat, 09 Aug 2008 18:27:10 GMT</pubDate>
  <title>Saakaschwili verdrängt die Götter vom Olymp</title>
  <link>http://dr-wiedemann.livejournal.com/11286.html</link>
  <description>&amp;nbsp;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Vier lange Jahre bereiten sich die Sportler der ganzen Welt auf die Olympiade vor. Das Austragungsland gibt sich die größte Mühe, die Eröffnungsveranstaltung zu einem unvergeßlichen Erlebnis zu gestalten. So auch in diesem Jahr, als die Sommerolympiade, eng verbunden mit der Glückszahl 8, mit einem ausgefeilten Überraschungsprogramm eröffnet werden sollte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Leider fiel ein dicker Wermutstropfen in die Vorfreude. In der Nacht zum 8. August beschossen grusinische Waffen die Hauptstadt Südossetiens Zhinvali, machten sie buchstäblich dem Erdboden gleich, töteten ahnungslose Zivilisten und russische Blauhelme, die seit vielen Jahren in dieser Krisenregion für Ruhe und halbwegs Stabilität sorgen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;ljcut&quot; text=&quot;bitte weiterlesen&quot;&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Der grusinische Präsident Michael Saakaschwili hatte nicht nur ein ungeschriebenes althergebrachtes Gesetz – während der olympischen Spiele schweigen die Waffen - mit Füßen getreten, er ließ auf die Bürger seines Landes schießen. Südossetien und Abchasien gehören zu Grusinien, bemühen sich aber schon lange um Autonomie. Die Südosseten wurden Anfang der 90er Jahre von Präsident Gamsachurdia niedergemetzelt, es starben damals über 3000 Menschen. Danach führten sie ein Referendum durch, um über die Unabhängigkeit abzustimmen, 2006 noch einmal. Zweimal erhielten sie abschlägigen Bescheid. Die Kosovaren im ehemaligen Jugoslawien durften unabhängig werden. Schön für sie. Sie trennten sich von dem Russland freundlich gesinnten Serbien. Da kann man das natürlich befürworten, oder? Die Südosseten fühlen sich zu Russland hingezogen, da muß&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;aber gleich ein Riegel vorgeschoben werden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Der Kaukasus mit seinen heißblütigen Bewohnern war schon immer ein&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Pulverfaß, General Jermolov kämpfte im 19. Jahrhundert gegen die aufständischen Tschetschenen, die Grusinier wollten unter den Schutz des Zaren, um als Christen im moslemischen Umfeld zu überleben. Das waren rauhe Zeiten, keiner streitet das ab. Dann kam über die Völker des Kaukasus die stalinsche Willkür. Die Tschetschenen wurden der Kollaboration mit den Deutschen bezichtigt und in einer Nacht in die Steppen Kasachstans verschickt. Die Osseten trennte er, ein Teil kam zu Russland, ein Teil zu Grusinien, damit den Grundstock&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;für ewige Konflikte legend.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Und nun, im postsowjetischen Zeitalter, ringen die ehemaligen Sowjetrepubliken um ein eigenständiges Dasein. Dabei haben sie aber sehr oft kein Glück mit ihren neuen Staatsoberhäuptern. Saakaschwili hat sich von Anfang an das Ziel gesetzt, Grusinien in die NATO zu bringen. Man beschied ihm, dazu müsse er Ordnung schaffen in seinen nach Unabhängigkeit strebenden Krisengebieten Abchasien und Südossetien. Außerdem steht er unter Zeitdruck, sein Gönner Busch geht&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;und mit dem neuen US-Präsidenten kriegt er den NATO-Eintritt wahrscheinlich nicht so schnell hin.&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Vorsichtshalber hat er schon mal aufgerüstet, sein Miltärhaushalt wurde um Größenordnungen aufgestockt, ganz im Gegensatz zum Bidlungs- und Sozialressort. Und er hat sich standhaft geweigert, das Papier über Verzicht von Gewalt mit Südossetien und Abchasien zu unterzeichnen. Wohlweislich offensichtlich.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Vollmundig tönt er in ausländische Fernsehkameras von russischen Angriffen und dem Bestreben Russlands, sein Land zu vernichten. Um den Bürgern Grusiniens das Denken abzunehmen und sie nicht in Zwiespalt zu bringen, ließ er alle russischen Fernsehanstalten abschalten,&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;der Sender „Stimme Amerikas“ – ein „wahres Unterpfand an&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;unparteiischer Berichterstattung“ darf seine Sendezeit verdoppeln, russische Internetseiten können in Grusinien nicht mehr geöffnet werden. Er verhängte den Kriegszustand und verkündete die Mobilmachung, holt sogar einen Teil seiner Leute aus dem Irak zurück, wo sie die Amerikaner fleißig beim Frieden bringen unterstützen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Wer zu viel Wind macht, kann aus den Hosen geblasen werden. Offensichtlich weiß er das nicht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
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  <pubDate>Wed, 06 Aug 2008 10:59:42 GMT</pubDate>
  <title>Vom Kopf des Fisches und anderen Delikatessen</title>
  <link>http://dr-wiedemann.livejournal.com/11166.html</link>
  <description>&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Präsident Medwedjew hat der Korruption den Kampf angesagt, um Klein-und Mittelstand eine Chance zum Überleben zu geben und ihn zum stabilisierenden Wirtschaftsfaktor zu machen. Bei seinem kürzlichen Besuch im Smolensker Gebiet traf er sich mit den geplagten Unternehmern und mußte hören, daß&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;sein Ukas an die Behörden, die kleinen und mittleren Betriebe in Ruhe zu lassen und nicht mit erniedrigenden und vor allem teuren Kontrollen und Überprüfungen zu nerven, schlichtweg ignoriert wurde.&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Das ausgebuffte Beamtenheer&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;ließ von seinen Opfern nicht ab, der Präsident ist sauer. Aber wie soll es weitergehen? Im Prinzip müßten in allen kontrollierenden Behörden der größte Teil der Beamten entlassen (sind eh viel zu viele) und junge Kräfte herangezogen werden, die, ordentlich eingesungen, mit dem Präsidenten an einem Strang ziehen. Und es müssen Gesetze her, die Korruption nicht zulassen!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;ljcut&quot; text=&quot;bitte weiter lesen&quot;&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Die meisten Gesetze in Russland können so verschieden ausgelegt werden, daß es für die Büroratten ein Leichtes ist, den Unternehmer solange ins Leere laufen zu lassen, bis er zahlt, um zu kriegen, was er will. Aber wer macht die Gesetze? Die weltfremden und ebenfalls dem schnöden Mammon nicht abgeneigten Abgeordneten der Staatsduma. Das kann ja nichts werden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Es gab schon einige Versuche, der Korruption beizukommen. Alle scheiterten. Auch Putin hats nicht geschafft, im Gegenteil, die Anzahl der Beamten in seiner Amtszeit ist gestiegen, und damit das Ausmaß der Korruption.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Bei allem Geschimpfe auf das korrupte Beamtentum darf man allerdings nicht vergessen, daß Korruption in gewisser Weise auch den Bürgern und Unternehmern genehm ist. Mit einem Scheinchen, oder auch mehreren, kann man Zertifikate, Genehmigungen, Lizenzen sehr schnell erhalten und muß nicht die langwierige bürokratische Prozedur durchlaufen. Wie ich es beim alljährlichen Gesundheitscheck machen muß (s. „Hauptsache gesund“). Viele Gastarbeiter, auf Russisch gastarbaitery, kauften sich im Vorjahr für 5000 Rubel das Papierchen mit Hologramm und dem Ergebnis aller Untersuchungen. Und fertig ist der Lack! &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Wenn man mit Alkohol im Blut von der Miliz angehalten wird, muß man zwar eine Menge blechen, kann aber weiter fahren, wie bei allen anderen Verkehrsdelikten auch. Alles eine Frage des Preises. Wollen das die Autofahrer wirklich abschaffen? Da bin ich mir nicht so sicher. Wenn ich da an die geplagten deutschen Verkehrssünder denke, die ja glatt zur melkenden Kuh und zu Verbrechern I. Kategorie abgestempelt und massiv zur Kasse gebeten werden, haben es die Russen doch gut, oder?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Wo der Fisch anfängt zu stinken, wissen wir, also ran an die Rübe und klar Schiff gemacht. Erlasse und Gesetze auf Korruptionspotential prüfen anstatt Antikorruptionsausschüsse zu gründen, ein weiteres Sammelbecken für korrupte Beamte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Diese entwickeln sogar Phantasie, um ans Geld der Bürger zu kommen. Selbst einen Reisepass zu beantragen und letztendlich auch zu erhalten, das angestammte Recht eines jeden freien und mündigen Bürgers, wird zum Hürdenlauf und zur Zerreißprobe für die Nerven, bis der Antragsteller weich wird....&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Firmen werden nach sinnlosen Überprüfungen mit überzogenen Forderungen überhäuft, zu denen oft zahlreiche Gutachten gehören, die natürlich nur von einer bestimmten Organisation oder Firma erstellt werden dürfen. Das legt man einfach so fest. Und genau diese Firmen sind durch Strohmänner geführte Unternehmen der überprüfenden Beamten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Als ich Direktor&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;im „Art Hotel“ und danach&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;im deutschen Nachtclub „Friedrich II.“ war, konnte ich Beamtenwillkür in vollen Zügen genießen, schob es damals aber auf den Nachhall aus der Sowjetzeit und auf das Chaos der wilden 90er.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Da hatte ich wenigstens ein „Dach“, also eine Schutzgeldtruppe, die ich schamlos gegen die Beamten einsetzte. Ich saß da hin und wieder mit über 100 Jahren Knast an einem Tisch. Meine „Genossen Räuber“ wie ich sie liebevoll nannte, mußten u.a. einen Feuerwehrmann aufsuchen und ihm klarmachen, daß er das Siegel an der Saunatür schleunigst wieder zu entfernen hat. Er behauptete, der Schwitzraum habe keinen Notausgang und deshalb schließt er mir die Sauna, einen von allen Hotelgästen und Bewohnern der deutschen Siedlung beliebter Ort. Logisch konnte ich ihnen erklären, daß nur einer am Monatsende den berühmten Briefumschlag kriegen kann, die Räuber oder der Feuerwehrmann. Arbeiten zu müssen für das Schutzgeld stand eigentlich nicht auf ihrem Zettel, aber sie konnten sich meiner Bitte halt nicht verschließen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Beim Umbau des Klubs verlangten die Feuerwehrleute, daß die noch neue Sprinkleranlage den Anforderungen (welchen?) nicht mehr genüge und somit eine nagelneue hermüsse. Sie hatten auch schon den Kostenvoranschlag dafür mit, der mir den Atem nahm. Ich suchte eine günstigere Variante und mußte erfahren, daß nur die von den Brandverhinderern genannte Firma die Anlage einbauen darf, sonst wird der ganze Bau nicht abgenommen. Ich setzte alle Hebel in Bewegung, um diese Anordnung zu umgehen, ohne große Umschläge über den Tisch schieben zu müssen. Danach ließen sie generell von mir ab, ich war uninteressant geworden, weil eben zu knauserig.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Die Dame von der Hygienekommission kam vorsichtshalber schon mal mit einer etwas größeren Tasche zur Kontrolle, weil sie es gewohnt war, mit Lebensmitteln und Delikatessen beladen die Restaurants, Hotels usw. zu verlassen. Mürrisch inspizierte sie alle Räume, vor allem die Küche und alle dazugehörigen Nebengelasse. Damals galten noch Normen für die Größe der Küche, die aberwitzig waren. Der gesamte Küchentrakt hatte nach Vorgaben aus den 60er Jahren viele extra Räume zu haben. Das war unmöglich zu realisieren, höchstens in Großküchen. Diese Zuwiderhandlung ließ sie ja noch gelten, aber als sie auf einem trockenen und sauberen Holzbrett , auf dem „Brot“ geschrieben stand, eine Zwiebel liegen sah, begann sie die Daumenschrauben anzuziehen. Mich brachte die Manier, &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;mir Schmiergeld oder Produkte aus dem Kreuz zu leiern, so auf die Palme, daß ich letztendlich die Zwiebel nach ihr warf, was meiner Buchhalterin einen Schrei des Entsetzens entlockte. Das Überraschungsmoment ausnutzend packte ich die Hygienetante am Arm und schleifte sie aus dem Klub über die Straße in eine üble Destille, wo Wodka und Bier vom Faß ausgeschänkt und heiße Sandwiches und Würstchen angeboten wurden, ohne daß die Bude einen Wasseranschluß hatte. Mit schmierigen Lappen wurden Gläser und der Tresen fachmännisch behandelt. Ich fragte sie, auf welche Weise diese „gastronomische Einrichtung“ die Lizenz von ihr erhalten habe und wies auf meine blitzsaubere Küche hin. Nach diesem Ausbruch ward sie nimmer mehr im „Friedrich II.“ gesehen. Vielleicht ist sie hungers gestorben.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Auf ähnliche Weise habe ich zwei Typen der ökologischen Miliz vertrieben, die angeblich von Anwohnern angerufen worden seien, weil bei uns Bauschutt rumläge. Wohl wissend, das Anschwärzen hier ein beliebtes Freizeitvergnügen vorrangig von Rentnern ist, glaubte ich ihnen den Anlaß ihres Besuches nicht und jagte sie laut schimpfend&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;die Treppe hoch. Bei mir lag kein Bauschutt! Oben angekommen ließen sie mich atemlos wissen, daß sie eigentlich nur mal mit ihren Frauen bei mir kostenlos einkehren wollten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Das billigte ich ihnen zu und hatte danach auch meine Ruhe.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Heute treten diese „Formen des Unternehmertums“ stark verfeinert auf. Die ehemaligen Schutzgelderpresser sind inzwischen Unternehmer, lassen ihre Kinder im Ausland zur Schule gehen und studieren, oder sitzen in höchsten Verwaltungen an Schaltstellen. Ich würde das nicht behaupten, wenn ich nicht konkrete Beispiele dafür hätte. Verständlicherweise nenne ich keine Namen, weil ich nicht lebensmüde bin. Einer von den „Genossen Räubern“, ein Pate, d.h., Kopf einer kriminellen Gruppierung, mit der ich direkt zu tun hatte, verbrachte nach seiner sechsjährigen Schulzeit&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;viele Jahre in Jugendstraflagern und in Knästen, erarbeitete sich kriminelle Lorbeeren in einer der asiatischen Sowjetrepubliken, kam dann nach Moskau und stieg schnell in der Hierarchie der Banditen auf. Zu Beginn des neuen Jahrtausends orientierte man sich in diesen Kreis flugs um und er verrichtet heute seinen Dienst in der Legislative. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Tja, Russland ist das Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten. Und gerade das macht es so reizvoll.&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
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  <pubDate>Thu, 31 Jul 2008 07:44:28 GMT</pubDate>
  <title>MAJA</title>
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  <description>&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Am Rande von Moskau, auf der Altufjewskoje Chaussee,&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;in einer der tristen grauen Plattenbausiedlungen, dort, wo – wie die Russen sagen – der Asphalt aufhört, wohnt eine ungewöhnliche und aufregende Frau.&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Wenn man sich durch den dunklen übelriechenden Hausflur bis zur dritten Etage hinaufgearbeitet und die Wohnungstür geöffnet hat, befindet man sich in einer völlig anderen exotischen Welt. Handgeschnitzte Türen mit Spiegeleinsätzen, phantasievoll bemalte orgalitverkleidete Decken und Wände, Kronleuchter und orientalisches Geschirr rufen Erstaunen und Überraschung hervor. Auch das Aussehen der zahlreichen Bewohner – in vier Zimmern, zwei davon sind winzig klein, leben zwischen neun und zwölf Personen verschiedenen Alters – läßt auf eine exotische Enklave schließen. Hier lebt die Uzbekin Muborak, im Russischen Maja genannt, mit ihrer Großfamilie. Häufig wird sie ehrfürchtig mit Maja Chanum angesprochen. Diesen Titel darf sie tragen, weil sie über 45 Jahre alt und Mutter von sechs Kindern und Großmutter von zehn Enkelkindern ist und, das ist der ausschlaggebende Punkt, schon fünfmal in Mekka auf Pilgerfahrt war. Danach muß sie sogar ihr Ehemann mit Sie anreden.&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Maja ist Heilerin und Wahrsagerin, eine Koryphäe in ihrer Zunft.&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;a name=&quot;cutid1&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;ljcut&quot; text=&quot;bitte weiter lesen&quot;&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Aberglaube, Wahrsagerei und Okkultismus sind in Russland und den ehemaligen Sowjetrepubliken weit verbreitet, sie nehmen im Denken der Menschen einen relativ breiten Raum ein.&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Besonders in der Zeit vom 7. Januar (orthodoxes Weihnachtsfest) und dem 19. Januar (Christi Taufe) wird&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;in ländlichen Gegenden auf verschiedene Weise wahrgesagt – mit Karten, mit Kerzen vor dem Spiegel, aus Kaffeegrund oder aus Spuren im Schnee, abends legt man Löffel auf einen Teller und wertet früh ihre veränderte Lage aus, Mädchen im heiratsfähigen Alter werfen einen Schuh über den Kopf, um die Richtung zu ergründen, aus der der Bräutigam kommen wird. In jedem Dorf gibt es mindestens eine ältere Frau, die über von Generation zu Generation vererbte hellseherische Fähigkeiten verfügt, aus der Hand oder aus Karten künftige Ereignisse voraussagt. Von diesen Fдhigkeiten wird auch reger Gebrauch gemacht. Bei schwierigeren Angelegenheiten, die etwa über Untreue des Ehegefährten und Erkrankung der Kuh hinausgehen, muß der Ratsuchende schon eine weitere Reise unternehmen, Koryphäen sind auf diesem Gebiet sehr rar.Besonders weise Schamanen findet man bei den Völkern des Nordens, die hautnah mit der Natur in Einklang leben, die Traditionen und Riten ihrer Vorfahren pflegen und ihr Wissen an die Nachkommen weitergeben.&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;br /&gt;In Krisenzeiten werden Wahrsagerinnen häufiger aufgesucht. Man möchte dann doch gern wissen, wie es weitergeht. Des einen Uhl ist bekanntlich des anderen Nachtigall, und so nutzen die Damen und Herren dieser Zunft vor allem in der Hauptstadt Moskau die Gunst der Stunde und entwickeln verblüffende „geschäftliche“ Aktivitäten. In bunten Zeitschriften, im Fernsehen und auf überdimensionalen Plakaten in der U-Bahn werben sie für ihre Dienste, die mit der wundertätigen Lebenshilfe der Frauen vom Lande und der harmlosen Wahrsagerei junger Mädchen nichts gemein haben. Scharlatanerie wird gut verpackt und an den zahlungskräftigen Kunden gebracht. Bevor der Ratsuchende ins Allerheiligste darf, wird er von den Vorzimmerdamen abgefangen und muß erst einmal ordentlich Geld berappen, um zur Konsultation vorgelassen zu werden. Unter zweihundert Dollar ist da&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;nichts zu machen, und ein Besuch ist auch nicht ausreichend.&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Solche Besuche bei Wahrsagern sind nicht ungefährlich, denn hier kommen oft schwarze Magie und verschiedende psychologische Tricks zur Anwendung. Langwierige und schwer zu diagnostizierende Krankheiten sind häufig die Folge. Kommt aber&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;jemand mit einer ernstzunehmenden Krankheit und sie wissen nicht weiter, verkaufen sie Majas Telefonnummer für gutes Geld als Geheimtip. Darüber war sie, als sie das erstemal von dieser Praxis hörte, ziemlich erbost. Inzwischen macht sie das beste daraus und hilft, wo sie kann und beseitigt schädliche Folgen der Behandlung durch ihre „Kollegen“ noch mit.&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;br /&gt;Im engen Flur in Majas Wohnung drängen sich täglich, ganz gleich ob Sonn- oder Feiertag, zwischen dreißig und vierzig Personen, geduldig wartend, bis sie an der Reihe sind. Dabei kommt jeder genau dann, wenn es für ihn am bequemsten ist. Am frühen Morgen bringen Krankenwagen Patienten, bei denen die Schulmedizin ratlos ist, aus verschiedenen Krankenhäusern. Dann steht von frьh 9 Uhr bis abends 23 Uhr die Türglocke nicht still. Alte Mütterchen, Herren im feinen Zwirn, gestylte Damen, blasse Jugendliche sitzen auf der kleinen Holzbank oder stehen im Hausflur. Das Familienleben geht trotzdem weiter, die Türen der Zimmer stehen nicht still, denn die Enkel brauchen Bewegung, wollen etwas zu trinken oder betrachten sich neugierig die Wartenden. Aus jedem Zimmer dringt Musik oder ein überlautes Fernsehprogramm. Maja empfängt meistens in der kleinen, mit Möbeln und Lebensmitteln in großen Abpackungen vollgestopften Küche (Säcke mit Kartoffeln, Reis, Mehl, Zucker), erledigt nebenbei Hausarbeiten und hört aufmerksam zu, bevor sie ihre Ratschläge erteilt, lebenspraktische, medizinische, psychologische.&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;br /&gt;Das Spektrum der Probleme und Wehwehchen ihrer Besucher ist weit gefächert. Betrogene Ehefrauen wollen ihren Mann zurück, hoffnungslos Verliebte möchten gern zum Ziel kommen, Unternehmer erbitten Ratschläge für finanziellen Erfolg, ehrgeizige Kommunalpolitiker wüßten gern, wie sie auf der Karriereleiter weiter nach oben kommen, Milizionäre lassen sich einen Talismann zum Schutz für ihr Leben geben, Banditen erheischen Vergebung ihrer blutigen Taten oder wollen wissen, wohin ihre Kameraden verschwunden sind. Letzte Woche verschwand ein junger Mann, seinen neuen Jeep hatte man gefunden, ihn aber nicht. Maja konnte helfen. Sie schickte seinen Bruder los, ihn in einem bestimmten Waldstück zu suchen, denn er sei bewußtlos und brauche Hilfe. &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Und wirklich, in letzter Minute fand man ihn und brachte ihn ins Krankenhaus. Freudig rief der Bruder an, um sich bei Maja zu bedanken. Sie gab ihm mit auf den Weg, dass der junge Mann das Opfer eines Überfalls geworden war, von seiner eigenen Frau bestellt, um ihn aus dem Wege zu räumen.&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;br /&gt;Häufig rücken&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;ganze Familien, also zwei Großväter, zwei Großmütter und die Eltern, an, um einen Jugendlichen im wahrsten Sinne des Wortes zu Maja zu schleifen. Das sind Drogenabhängige, die sich gegen eine Behandlung wehren. Mit ihnen arbeitet Maja über einen längeren Zeitraum und kommt zu Erfolg. Auch bei Alkoholsucht kann sie helfen. In solchen Fällen schleppt meist die Ehefrau den Kandidaten an. Von selbst kommen die wenigsten. &lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;br /&gt;Wahren Ruhm hat sie sich mit der erfolgreichen Behandlung von Unfruchtbarkeit und Impotenz erworben. Vor einiger Zeit konnte sie sogar einer bis dahin kinderlos gebliebenen Familie aus Deutschland, die extra angereist war, um sich&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;behandeln zu lassen, helfen. Die junge Frau ist jetzt schwanger. Diese Fähigkeit ererbte Maja von ihrem Großvater und ihrem Vater, die beide sehr angesehene Wahrsager und Heiler in Uzbekistan waren. Neben dem mystischen Beiwerk wendet sie Naturheilmittel wie Honig und Kräuter an. Ihr Vater heilte Unfruchtbarkeit damit, dass er einen Stoß Holz von einem Mandarinenbaum anzündete und die Frauen sich dann in Decken eingehüllt auf eine Liege über die glühenden Scheite legten, zur Einstimmung sozusagen.&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;br /&gt;Am häufigsten kommen aber Menschen zu ihr, die glauben, mit Verwünschungen behaftet zu sein. Das ist übrigens eine weitverbreitete Angst in Russland. Gehen die Geschäfte gut oder man hat sich etwas schönes gekauft, so wird dreimal über die linke Schulter gespuckt und der „böse Blick“ gebannt. Unter den Kräften, die die Menschen umtreiben, nimmt der Neid einen vorderen Platz ein. Deshalb ist man in Russland damit auch sehr vorsichtig. Wenn bildhübsche junge Frauen plötzlich von Ausschlag befallen werden, den kein Hautarzt zu besiegen in der Lage ist, gehen sie zu Wahrsagerinnen und nehmen eine aufwendige Prozedur in Kauf, die – und das klingt für deutsche Ohren sicherlich abenteuerlich - sehr oft von Erfolg gekrönt ist. Um Verwünschungen zu beseitigen, muß man zu Maja 3 Eier, Tee, 1 kg Zucker, Salz, Seife, Körpermilch und ein Laken mitbringen. Die Lebensmittel und die Seife werden über einer Kerze besprochen, mit der Kölrperlotion salbt sie den Körper an drei aufeinanderfolgenden Tagen, während der „Verwunschene“ auf dem Laken liegt. Nach der Prozedur wird das Laken entsorgt. &lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;br /&gt;Jeder Ratsuchende wird empfangen. Für ihre Dienste verlangt sie weder Geld noch andere Zuwendungen, die Menschen geben von sich aus soviel, wie ihr Geldbeutel zuläßt. In vielen Fällen behandelt sie gratis. Maja geht aus religiösen Empfindungen heraus dieser ungewöhnlichen Tätigkeit nach. Sie hängt dem moslemischen Glauben an und hält sich einerseits streng an den Koran, ist aber der Meinung, dass der christliche und der jüdische Glaube ebenbürtig sind, denn sie findet, dass es nur einen einzigen Gott oder eine höhere Gewalt gibt. Das wird von einigen moslemischen Glaubensbrüdern verurteilt, die meinen, die Quittung für ihr Verhalten hätte Maja schon gekriegt. Sie war bereits fünfmal als Pilgerin in Mekka, ohne dass es ihr gelungen ist, in dem brodelnden Menschenstrom, der sich um die Kaaba bewegt, den Stein berühren zu können. Aber das stört sie nicht, sie wird solange nach Mekka fahren, bis sie den Stein endlich anfassen kann. Auf ihre maßgebliche Anregung und auch mit ihrer finanziellen Unterstützung wurde ganz in ihrer Nähe ein multi konfessionelles Zentrum &lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;errichtet. Friedlich stehen dort eine Moschee, eine Kirche und eine Synagoge beieinander, eine Kindereinrichtung gibt es auch. Das ist besonders in unserer Zeit, wo man eine wahre Hetzjagd auf den Islam veranstaltet, um machtpolitische Ziele durchsetzen zu können, ein freundliches und wärmendes Zeichen. &lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;br /&gt;Neben ihrer aufreibenden täglichen Arbeit bildet Maja noch Wahrsager aus. Im Moment unterrichtet sie 94 Schüler. Eine Vielzahl holt sie aus psychiatrischen Anstalten, wo diese unsinnigerweise schmoren. Maja erkennt ihre Begabung, ungewöhnliche Dinge zu sehen, Menschen zu durchschauen und ihnen helfen zu können. Einige von ihnen studieren Psychologie, wie auch ihre mittlere Tochter, die ebenfalls über hellseherische Gaben verfügt. Sie ist dreißig und darf also schon arbeiten, der Bruder mit dreiundzwanzig auch, nur die jüngste Tochter mit vierzehn wird noch ferngehalten. &lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;br /&gt;Spätabends kehrt dann etwas Ruhe ein, Maja bereitet eine große gußeiserne Pfanne Plow zu und die Familie setzt sich zu Tisch. Maja hat sechs Kinder geboren, fünf davon in erster Ehe. Ihr erster Mann, dem sie im Alter von sechzehn Jahren zur Frau gegeben wurde, starb vor zwanzig Jahren. Der Familienclan beschloß, sie wieder in männliche Obhut zu geben und so wurde sie die dritte Frau von Raimdschan, der neun Jahre jünger ist als sie und von dem sie noch eine Tochter gebar. Shanna ist jetzt vierzehn und soll bald verheiratet werden, was ihr nicht behagt, denn sie wächst in einer modernen Großstadt auf, wo der traditionelle Druck durch den Alltag gemindert wird. Ihr Vater, ein absolut strenggläubiger Moslem, übt massiven Druck sowohl auf die Tochter als auch auf die beiden mit im Haushalt lebenden Schwiegertöchter aus, die er gerne als hörige Hausfrauen sähe, die ihm jeden Wunsch von den Augen ablesen. Aber da hat er die Rechnung ohne Maja gemacht. So diplomatisch und zurückhaltend sie sich auch in seiner Gegenwart gibt, so einfallsreich und lebenspraktisch unterstützt sie die jungen Frauen in ihrer Familie.&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;br /&gt;Ihr Mann fährt in regelmäßigen Abständen zu seinen beiden anderen Frauen, für die er ein gemeinsames großes Haus gebaut hat, nach Usbekistan. Das behagt Maja nicht, Eifersucht nagt an ihr. Ein Leben in Moskau hinterläßt eben doch Spuren. Als er vorhatte, noch eine vierte Frau zu nehmen, wie es der Koran gestattet, hielten die drei Ehefrauen Kriegsrat und versagten ihm ihre Zustimmung. So mu er eben mit nur drei Frauen leben, der Ärmste. Um ihn dafür ein wenig zu entschädigen, bringt ihm Maja jeden Abend zum Essen zwei dicke Daunenkissen, damit er weich sitzt und füttert ihn liebevoll aus der Hand mit dem von ihr zubreiteten schmackhaften Plow. Dankbar nahm ich einen Löffel in Empfang.&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;span style=&quot;mso-spacerun: yes&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoBodyText&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/font&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;MARGIN: 0cm 0cm 0pt&quot;&gt;&lt;span lang=&quot;DE&quot; style=&quot;FONT-SIZE: 12pt; FONT-FAMILY: Arial; mso-ansi-language: DE&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&amp;nbsp;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
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