Es weht ein frischer Wind im Mief der gelenkten Demokratie. Die sogenannte Mittelschicht macht ihrem Ärger über die frechen Wahlfälschungen Luft. Sie versammeln sich landesweit, um zu protestieren. Das ist gut und richtig so. Dabei dürfen sie es aber nicht belassen.
Sie müssen sich organisieren, Programme verfassen, die sie der Regierungspartei entgegen stellen können. Ob sich neue Führungspersönlichkeiten finden lassen?
Verantwortung zu übernehmen ist wieder richtig in. Das Schwierigste kommt noch. Schwer wird es den Ballast von Jahrzehnte langer ausufernder Korruption abzuwerfen.
Es muss in neuen Dimensionen gedacht werden. Die neuen Politiker müssen Russlands Entwicklung und nicht die Kaperung reicher Pfründe im Auge haben. Können wir ihnen vertrauen? Oder ist die Versuchung stärker als alles andere?
Nun ist plötzlich Michail Prochorow, der skandalumwitterte Oligarch, wieder da. Nach seinem jähen Abschuss und der Entfernung aus der Partei „gerechte Sache“ war lange Zeit nichts zu hören, er hatte die Rolle der beleidigten Leberwurst zu spielen. Nun hat ihn der Kreml wieder wie ein Kaninchen aus dem Hut hervor gezaubert, um ihn als Stimmenfänger zu missbrauchen.
Otto Normalverbraucher wird vielleicht aufatmen und denken, reich ist der ja sowieso schon, also beklaut er uns nicht. Das ist nur die halbe Wahrheit. Er müsste Bedingungen schaffen, die die anderen Beamtenstrolche am Veruntreuen, Beiseiteschaffen u.ä. hindern. Und alle auswechseln. Das wird er eh nicht machen, nach der Wahl im März verschwindet er wieder im Zauberhut oder in der Versenkung, er hat seine Schuldigkeit getan und wird wohl nicht weiter behelligt.
Sind die Menschen zum Aufbruch bereit? Das Umdenken betrifft nicht nur die politische Seite, sondern alle Bereiche des Lebens. Wer von der Obrigkeit Gesetzestreue verlangt, sollte sich auch an die eigene Nase fassen und die Gesetze einhalten. Auch die Straßenverkehrsordnung. Die schneidert sich doch hier jeder selbst zurecht, nicht nur die Beamten mit ihren unsäglichen Blaulichtern. Jeder Fußgänger testet aus, wie man bei Rot über die Straße kommt usw. Schwarzfahren, kleinere Diebstähle, sich gegenseitig über den Tisch ziehen und behumsen – das alles passiert täglich in Größenordnungen. Wer wird darauf verzichten wollen?
Ich schäme m ich regelrecht für die Autofahrer, die sich bei den Verkehrspolizisten einschleimen wollen und schon mal ein Scheinchen in die Papiere geschoben haben. Natürlich ist es umständlicher, zur Sberbank zu gehen, sich dort anzustellen – die Schlangen sind dort immer lang – und die Strafe zu bezahlen. Da ziehen sie den „kurzen Dienstweg“ vor und leisten so der Korruption, wenn auch auf unterster Stufe, Vorschub.
Das Umdenken muss in breitester Front einsetzen, ansonsten sind die Proteste sinnlos. Und das wird der schwerste Teil des Prozesses werden. Dazu könnte ich tausende Beispiele anführen, wie sich die Menschen gegenseitig das Leben schwer machen und deshalb eine schwelende Aggression permanent vorhanden ist.
In einem großen deutschen Elektronikmarkt, da haben wohl die Germanen die Leitung aus der Hand gegeben, kriegt man förmlich die Krätze, wenn man etwas kaufen will. Einen Verkäufer oder Konsultanten findet man ja vielleicht noch, wenn man sich Mühe gibt, aber sobald das Ziel erreicht ist – der Kunde hat etwas gekauft, sein Geld dagelassen, wird er uninteressant für den Laden und Ballast.
Nachdem Bezahlen an der Kasse, die Kassiererinnen des viel gerühmten Marktes hängen schlaff in ihren Boxen und fertigen widerwillig die Kunden ab, muss man sich an einen Extraschalter anstellen, um seinen Einkauf zu erhalten. An diesem Schalter werden auch Kredite abgefertigt und Garantieurkunden ausgestellt. Da kann man leicht eine geschlagene Stunde in der Schlange, die ich an den Verkaufsregalen entlang windet, zubringen. An diesen Super-Extra-Sonderschalter arbeitet eine einzige Angestellte, total überfordert und stinksauer, auf Gott und die Welt.
Und auch der Einkauf bereitet keine Freude, der letzte Teil hat alles zunichte gemacht. Und wenn diese überforderte Mitarbeiterin von einem jungen Mann in ein Restaurant ausgeführt wird, rächt sie sich für den harten Tag und wird den Kellner schuriegeln. Und so reiht sich eins ans andere.
Ein neues Russland wird in den Menschen geboren und wächst von unten nach oben, macht das Land freundlicher und lebenswerter. Ich habe dazu schon viel geschrieben, halte Masterclasses und Seminare ab und mache den Beginn einer neuen Ära am Begriff Service im weitesten Sinne fest. Der Erfolg wird mir Recht geben.
Sie müssen sich organisieren, Programme verfassen, die sie der Regierungspartei entgegen stellen können. Ob sich neue Führungspersönlichkeiten finden lassen?
Verantwortung zu übernehmen ist wieder richtig in. Das Schwierigste kommt noch. Schwer wird es den Ballast von Jahrzehnte langer ausufernder Korruption abzuwerfen.
Es muss in neuen Dimensionen gedacht werden. Die neuen Politiker müssen Russlands Entwicklung und nicht die Kaperung reicher Pfründe im Auge haben. Können wir ihnen vertrauen? Oder ist die Versuchung stärker als alles andere?
Nun ist plötzlich Michail Prochorow, der skandalumwitterte Oligarch, wieder da. Nach seinem jähen Abschuss und der Entfernung aus der Partei „gerechte Sache“ war lange Zeit nichts zu hören, er hatte die Rolle der beleidigten Leberwurst zu spielen. Nun hat ihn der Kreml wieder wie ein Kaninchen aus dem Hut hervor gezaubert, um ihn als Stimmenfänger zu missbrauchen.
Otto Normalverbraucher wird vielleicht aufatmen und denken, reich ist der ja sowieso schon, also beklaut er uns nicht. Das ist nur die halbe Wahrheit. Er müsste Bedingungen schaffen, die die anderen Beamtenstrolche am Veruntreuen, Beiseiteschaffen u.ä. hindern. Und alle auswechseln. Das wird er eh nicht machen, nach der Wahl im März verschwindet er wieder im Zauberhut oder in der Versenkung, er hat seine Schuldigkeit getan und wird wohl nicht weiter behelligt.
Sind die Menschen zum Aufbruch bereit? Das Umdenken betrifft nicht nur die politische Seite, sondern alle Bereiche des Lebens. Wer von der Obrigkeit Gesetzestreue verlangt, sollte sich auch an die eigene Nase fassen und die Gesetze einhalten. Auch die Straßenverkehrsordnung. Die schneidert sich doch hier jeder selbst zurecht, nicht nur die Beamten mit ihren unsäglichen Blaulichtern. Jeder Fußgänger testet aus, wie man bei Rot über die Straße kommt usw. Schwarzfahren, kleinere Diebstähle, sich gegenseitig über den Tisch ziehen und behumsen – das alles passiert täglich in Größenordnungen. Wer wird darauf verzichten wollen?
Ich schäme m ich regelrecht für die Autofahrer, die sich bei den Verkehrspolizisten einschleimen wollen und schon mal ein Scheinchen in die Papiere geschoben haben. Natürlich ist es umständlicher, zur Sberbank zu gehen, sich dort anzustellen – die Schlangen sind dort immer lang – und die Strafe zu bezahlen. Da ziehen sie den „kurzen Dienstweg“ vor und leisten so der Korruption, wenn auch auf unterster Stufe, Vorschub.
Das Umdenken muss in breitester Front einsetzen, ansonsten sind die Proteste sinnlos. Und das wird der schwerste Teil des Prozesses werden. Dazu könnte ich tausende Beispiele anführen, wie sich die Menschen gegenseitig das Leben schwer machen und deshalb eine schwelende Aggression permanent vorhanden ist.
In einem großen deutschen Elektronikmarkt, da haben wohl die Germanen die Leitung aus der Hand gegeben, kriegt man förmlich die Krätze, wenn man etwas kaufen will. Einen Verkäufer oder Konsultanten findet man ja vielleicht noch, wenn man sich Mühe gibt, aber sobald das Ziel erreicht ist – der Kunde hat etwas gekauft, sein Geld dagelassen, wird er uninteressant für den Laden und Ballast.
Nachdem Bezahlen an der Kasse, die Kassiererinnen des viel gerühmten Marktes hängen schlaff in ihren Boxen und fertigen widerwillig die Kunden ab, muss man sich an einen Extraschalter anstellen, um seinen Einkauf zu erhalten. An diesem Schalter werden auch Kredite abgefertigt und Garantieurkunden ausgestellt. Da kann man leicht eine geschlagene Stunde in der Schlange, die ich an den Verkaufsregalen entlang windet, zubringen. An diesen Super-Extra-Sonderschalter arbeitet eine einzige Angestellte, total überfordert und stinksauer, auf Gott und die Welt.
Und auch der Einkauf bereitet keine Freude, der letzte Teil hat alles zunichte gemacht. Und wenn diese überforderte Mitarbeiterin von einem jungen Mann in ein Restaurant ausgeführt wird, rächt sie sich für den harten Tag und wird den Kellner schuriegeln. Und so reiht sich eins ans andere.
Ein neues Russland wird in den Menschen geboren und wächst von unten nach oben, macht das Land freundlicher und lebenswerter. Ich habe dazu schon viel geschrieben, halte Masterclasses und Seminare ab und mache den Beginn einer neuen Ära am Begriff Service im weitesten Sinne fest. Der Erfolg wird mir Recht geben.

Comments
Warum sollten dann die Menschen in diesem Betrugssystem nicht selbst betrügen und den Arbeitseifer schleifen lassen?
Wem macht Monopoly spaß, wenn alle Strassen schon besetzt sind?