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Ulla, hol mal schon den Wagen

  • Aug. 5th, 2009 at 2:22 PM

Die Diener des Volkes sind wohl überall mit den gleichen Mängeln behaftet, mal wird’s offener gezeigt mal nicht. Hier ziert man sich da nicht so, fährt den dicken Dienstwagen mit dem Blaulicht obendrauf zu jeder Tages-und Nachtzeit und natürlich auch am Wochenende mit hoher Geschwindigkeit. Der Knubbell auf dem Dach und der richtige Dienstausweis schützen vor der Verkehrspolizei. Die hält sich dann an die einfachen Sündenböcke, um das Budget- das private oder das allgemeine-aufzustocken.

Schön für die Privilegierten, am Endlosstau der Datschen- oder Berufspendler mit Signal vorbeiziehen zu können... )

Betrachtungen zum Sommerloch

  • Jul. 17th, 2009 at 1:44 PM

Sommerloch. Wäre eigentlich dran, mit den üblichen Begleiterscheinungen, Ereignisse rund um die Promis werden gnadenlos ausgeschlachtet, ihre heimlichen Hochzeiten und Scheidungen. In diesem Jahr lieferte der mysteriöse Tod des King of Pop viel Stoff für die Medien.

Aber neben Naturkatastrophen und Flugzeugabstürzen behauptet sich auch die Politik auf den vorderen Medienplätzen... )

Rund um die Krise

  • Apr. 20th, 2009 at 9:01 PM

Das kleine Wunder Susan Boule. Genau so brauchen wir es wohl! Stets auf Äußerlichkeiten bedacht, den Schein mehr liebend als die Wirklichkeit, hält uns diese mutige, talentierte und humorvolle Frau den Spiegel vors Gesicht. In Sekunden gewann sie einen voll besetzten Saal für sich, der vorher noch bereit war, sie der Lächerlichkeit preiszugeben und sich an ihrem Reinfall zu weiden.

 

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Wahlen, Fasten und ein verbrannter Hintern

  • Mar. 2nd, 2009 at 12:37 PM


 Die Regionalwahlen vom gestrigen Sonntag haben gezeigt, wie Recht das politische Urgestein Viktor Tschernomyrdin mit seiner Aussage „Wir können gründen, was wir wollen, es kommt immer eine KP heraus“ doch hatte. Bereits nach ungefähr 40% der ausgezählten Stimmen zeichnet sich ein überragender Sieg der staatstragenden Partei „Geeintes Russland“ ab.

 

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Hugo & Co.

  • Feb. 16th, 2009 at 10:48 AM


Was ich befürchtet, aber geahnt habe, ist eingetroffen. Hugo hat seine Venezolaner unter seine Stiefel gekriegt. Aus der Schlappe vom vorhergehenden Referendum hatte er gelernt, dass man absolute Gehirnwäsche und gnadenlose Propaganda über das Wahlvolk schicken muss, sonst wird es wieder nichts. Störende Gäste, die der Opposition den Rücken stärken wollten, flogen umgehend raus. Es ist wirklich schade, wie gute Ansätze durch Machtgeilheit und blühenden Personenkult kaputt gemacht werden.

 

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In bunten Bildern wenig Klarheit,
viel Irrtum und ein Fünkchen Wahrheit,
so wird der beste Trank gebraut,
der alle Welt erquickt und auferbaut.
(Faust, Vorspiel, Lustige Person, Goethe)



Wenn ich mein gutes altes Notizbüchlein zücke, werde ich schon hin und wieder merkwürdig angeschaut. Das ist ja ganz aus der Mode. Multimedial muss man daher kommen, um überhaupt wahrgenommen zu werden.

Diese Entwicklung ist nicht aufzuhalten und ist ja auch nicht nur schlecht, auch wenn sie Oberflächlichkeit und gut kaschierte Dummheit so nebenbei mit hervorbringt.

Die Welt ist kleiner geworden, mit Skype kann man mit seinen nestflüchtigen Kindern wunderbar und preiswert kommunizieren, sieht sie dabei sogar noch, vieles ist einfacher und bequemer geworden, aber ich bin von dem Multimedia-Rummel keineswegs begeistert.

 

 

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Die erste Klappe für den Film „2009“

  • Jan. 15th, 2009 at 11:49 AM


 

Na, dann wollen wir uns mal wieder in die Mixtur aus Schreckens-und Scherznachrichten stürzen! Kein Film und kein Roman der Welt wird die Wirklichkeit an Brisanz und Skurrilität je übertrumpfen.

Trotz turbulenten Beginns und trüben Aussichten wünsche ich allen meinen Lesern, den Stammlesern, den zufälligen und treulosen ebenfalls, ein interessantes, aufregendes und gesundes neues Jahr.

 

 

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Die fetten Jahre sind vorbei?!

  • Dec. 19th, 2008 at 1:46 PM

 In den letzten Wochen überschlugen sich die Ereignisse zusammen mit den Börsenkursen, das Gespenst der Krise geht um in der Welt. Politiker versuchen Hauruck-Aktionen, um Kollapse zu verhindern oder zu mindern, immer wieder beteuernd, dass alles im Griff sei auf dem sinkenden Schiff. Heimlich auf derToilette singen sie wahrscheinlich Zarah Leanders Hit aus schweren Zeiten „Ich weiss, es wird einmal ein Wunder geschehn.“

 

 

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Die Krise und der Witz

  • Dec. 4th, 2008 at 5:21 PM

 

 

„Krisengewinnler gesucht! Kaufen Sie Land!“

„Anti-Krisenangebot: Autos zu niedrigsten Preisen!“

„So drehen wir der Krise eine Nase – durch Landkauf!“

„Cash&Carry – Land kaufen und gleich mitnehmen!“

„Legen Sie Ihr Geld bei uns an – die erste Gewinnausschüttung können sie gleich erhalten“!

 

 

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Hurra, der Winter ist da!

  • Nov. 20th, 2008 at 2:06 PM


 

Endlich hat der Winter signalisiert, dass er gewillt ist, in Moskau und Umgebung Einzug zu halten. Meine Lieblingsjahreszeit ist da. Schneefall verbessert nicht nur meine Laune, sondern mein gesamtes Lebensgefühl. In diesem Jahr kam der Winter nicht nur viel später als gewohnt, er wurde mit einem wahren Medienfeuerwerk begrüßt.

 

 

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Von Augen und Ohren

  • Nov. 14th, 2008 at 2:42 PM


 

 

Wer heutzutage nicht verrückt wird, ist selbst dran schuld, denn unsere Wahrnehmung spielt wilde Sau. Wir sehen etwas anderes als wir hören.

Spareinlagen sind sicher, Russland ist gegen die Krise gewappnet, der Rubel steht wie eine deutsche Eiche. Das alles hören unsere mehr oder weniger kleinen Ohren.

Was aber sehen wir? Alles, aber auch alles wird in affenartiger Geschwindigkeit teurer, und zwar heftig. Innerhalb eines Tages stieg der Preis für Brot in einer privaten Bäckerei um 60 Rubel! Die Brote sind so groß wie Wagenräder, deshalb kauft man gewöhnlich nur ein Viertel Brot und muß 15 Rubel mehr hinlegen. Kann man so etwas mit der Krise begründen? Halsabschneider wollen schnell noch ihr Heu einfahren. Sie sollten aber vorsichtig fahren, denn bei einer solchen Herangehensweise kann da schnell mal die Achse brechen.

 

 

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Tja, die Präsidenten...

  • Nov. 6th, 2008 at 11:18 AM

Die US-Wahlen sind vorbei, Euphorie allüberall. Wobei der Begriff Wahlen für die abgelaufene Supershow eher an DSDS oder andere Comedyshows erinnert. Quiekende und Fähnchen schwenkende Menschen ergötzten sich am Anblick ihres Kandidaten und an seiner Schlagfertigkeit, das politische Programm war da wohl eher nebensächlich.

Von der Verwirklichung des amerikanischen Traumes ist die Rede, von einer zweiten Jacky Kennedy und vom totalen Aufbruch in neue Gefilde. Ach, diese Medien! Warum muss jeder Person ein Sticker angepappt werden, sie zu einer quasi Wiederholung  zu machen. Ich halte das für eine Überheblichkeit oder eine Beleidigung, denn jeder Mensch ist einmalig, von den permanent abkupfernden Schlagerschranzen mal zu schweigen.

Obama hat gewonnen, erstmals ein farbiger Präsident. Gott schenke ihm ein langes Leben. Er ist klug und charmant, ein großes Plus für ihn bei den Strippenziehern der realen Macht. Wird er doch alle Forderungen sowohl in der Innen- als auch in der Außenpolitik viel attraktiver und charmanter rüberbringen können, so den Bündnispartnern bittere Pillen, wie z.B. Erhöhung der Kontingente in Afghanistan oder Geldgeschenke an Saakaschwili oder andere Brüder seiner Zunft schmackhafter erscheinen lassen. Und dass ihm gesagt wird, wo es langgeht, darin besteht kein Zweifel.
 

 

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Reisen und reisen lassen

  • Nov. 1st, 2008 at 12:56 PM


 

Lebt man lange an einem Ort, auch wenn er alles andere als ruhig ist, wird man betriebsblind  und übersieht viele Dinge.

Deshalb freue ich mich immer sehr über Gäste von außerhalb, vor allem natürlich über Besuch aus der Heimat, um ihnen die Stadt zu zeigen und so gleichzeitig Neues zu entdecken. Ungeachtet der Krise und der dadurch ausgebrochenen all umfassenden Sparsamkeit hatten sich zwei gute Freundinnen aus Potsdam aufgemacht, mich im aufregenden Moskau zu besuchen. Nicht nur die Krise, auch die Jahreszeit konnte sie von ihrem Vorhaben nicht abbringen. Um nicht als zu verschwendungssüchtig eingestuft zu werden, nahmen sie die preiswertesten Flüge. Sie landeten deshalb  im Morgengrauen und flogen auch zu extrem früher Tageszeit wieder ab. Wir nutzten die Zeit maximal aus, Schlaf wurde nahezu ausgeklammert.

 

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RR muss her!

  • Oct. 22nd, 2008 at 1:06 PM

 

Die Qualität des deutschen Fernsehens oder besser gesagt das Fehlen selbiger hat in Deutschland kontroverse Diskussionen und einen Sturm im Wasserglas ausgelöst. Das verführt mich geradezu zu einem Exkurs durch die aktuelle hiesige Fernsehlandschaft, was vielleicht dem Leser in Deutschland interessant sein könnte.

 

 

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Titanik ist ein Klacks

  • Oct. 16th, 2008 at 3:23 PM


 

  

Dem ungeübten Betrachter fällt sicherlich nichts auf, wenn er in Moskau unterwegs oder nach gewisser Zeit wieder in die Stadt zurück gekehrt ist. Staus mit in der Mehrzahl großen und protzigen Autos, volle Restaurants, Menschenmassen am Morgen auf dem Weg zur Arbeit und am Abend zurück, das Nachtleben treibt wahnsinnige Blüten,

alles eigentlich wie immer.


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Einmal Weissrussland und zurück

  • Oct. 3rd, 2008 at 10:44 AM

  

Manchmal kann es ziemlich spannend und unterhaltsam sein, wenn man mal zu seinen Nachbarn geht und schaut, was sie so treiben. Deshalb machte ich mich auf die Socken, um nach Weissrussland zu fahren und neben privaten Besuchen auch gleich das Volk bei seinen Wahlvorbereitungen zu beobachten, frei nach Tucholsky sozusagen.

http://www.kervenheimer-zeitung.de/a_gegenpol/literatur/text/tucholsky/tu_herr.htm

 

Schon allein die Reise dahin ist ein Abenteuer. Mit der Eisenbahn oder dem Flugzeug natürlich weniger, mit dem Auto dagegen ist es um so interessanter. Über die Lage auf den Straßen und den ungebremsten Appetit der GAIschniki, wie hier die Verkehrspolizisten heißen, habe ich schon oft und an anderer Stelle geschrieben, komme aber nicht umhin, auch darüber wieder zu schreiben.

Erste Hürde, die es zu nehmen gilt, ist die Ausfahrt aus Moskau. Verstopft! Ein Wermutstropfen, der in die fröhliche Reisestimmung fällt. Aber schon nach gut einer Stunde war ich dann doch draußen und befand mich auf der M 1 oder E 30, die von Moskau über Minsk und Brest nach Polen und letztendlich nach Deutschland führt. Das verleitet schnell zu dem Gedanken, dass es eine gut ausgebaute Trasse sei, wo man zügig voran kommt. Weit gefehlt! Zulässige Höchstgeschwindigkeit 90 km/h ausserhalb und 60 innerhalb geschlossener Ortschaften, und davon gibt es eine ganze Menge.  Also ständig auf der Hut sein und die kollegialen Lichtsignale der Entgegenkommenden beachten, damit man weiß, wo die Jungs wieder mit der Radaranlage hinterm Busch hocken. Das alles gleicht mehr einem Katz-und Maus-Spiel denn einer normalen Reise, die durch diese Zockelei ewig lange dauert.

 

 

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Herbstzeit – schwere Zeit

  • Sep. 22nd, 2008 at 2:24 PM


 

Wenn es Spätsommer und Herbst wird , muß man immer mit schlechten Nachrichten rechnen, es ist Katastrophenzeit.  Im Jahre 1999 flogen in Moskau und in Volgodonsk Wohnhäuser in die Luft, im August 2000 ging die „Kursk“ in der Barentssee unter, der Moskauer Fernsehturm brannte und in der Metrostation „Puschkinskaja“ fand ein blutiger Terrorakt statt. Am 11. September 2001 befanden sich die USA unter Terrorangiff, am gleichen Tag, nur 28 Jahre früher, putschte Pinochet in Chile, im Oktober 2002 wurden die Besucher des Musicals „Nordost“ zu Geiseln tschetschenischer Terroristen, am 1. September 2004 fand die grausame Geiselnahme von Schulkindern in Beslan statt, am 7. Oktober 2006 wurde die aufrechte Journalistin Anna Politkovskaja erschossen. Der 2. Weltkrieg begann am 1. September 1939.

 

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Jetzt wird gerudert

  • Sep. 10th, 2008 at 2:36 PM


 

oder Trockenschwimmen geübt. Somit bleiben alle immer schön sportlich, Pferderennen, Schach und Boxen hatten wir schon, jetzt gehen wir ins Wasser.

Es gibt zwar noch immer Politiker und Journalisten, die felsenfest behaupten, Russland sei der Aggressor und habe das arme kleine, schutzlose und unbewaffnete Grusinien heimtückisch überfallen, es werden aber auch zunehmend andere Töne laut, sogar aus amerikanischen Regierungskreisen, dass die grusinische Armee Südossetien angegriffen und somit den Krieg begonnen hat. Mit massiver überseeischer und anderer nachbarschaftlicher Hilfe, wie aus der Untersuchung der Trophäen hervorgeht.

 

 

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Schachbrettschattenboxen

  • Sep. 2nd, 2008 at 3:36 PM

 

 

Das wird die Sportart der aller nächsten Zukunft. Wir befinden uns schon mitten im Trainings- und Wettkampfprozess.

Nachdem es in den 90er Jahren recht ruhig in der Welt zuging, weil im großen Schachspiel Russland eine schwache Rolle spielte, beschränkt man sich  jetzt nicht mehr nur auf das Ziehen der Figuren, sondern macht eindeutige Sparringsbewegungen, will heißen, der selbst ernannte Großmeister vom Ende des vergangenen Jahrhunderts wird unruhig.

 

 

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Loriot baute seine Sketche auf der Unfähigkeit der Menschen, einander wirklich zuzuhören. Sie redeten pausenlos aneinander vorbei, wodurch skurrile und sehr witzige Situationen entstanden.

Nach genau diesem Muster reden jetzt  Europa und Amerika mit Russland über Grusinien, Südossetien und Abchasien. Lustig geht es da in keiner Weise zu, leider.